# Cl Prozesskostenrisiko Each Party Bears Own

> Für Common Law: Each-party-bears-own: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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- Updated: 2026-09-08
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# Common Law: Each-party-bears-own

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: England Limitation Act 1980 (6 Jahre Contract, 6 Jahre Tort), US-Statutes of Limitations einzelstaatlich (oft 3-6 Jahre), ICC-Schiedsverfahren Antwort 30 Tage.
- Tragende Normen verifizieren: Englisches Recht (Common Law / Equity), US-Recht (Restatements, UCC), Vergleich BGB-System, IPR-Anknüpfung (Rom I, Rom II), HCCH-Konventionen, New Yorker Übereinkommen (Schiedssprüche) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant mit US/UK-Bezug, Solicitor, Barrister, US-Attorney, deutscher Anwalt, Schiedsgericht (ICC, LCIA, ICDR), High Court, Court of Appeal.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Letter of Engagement, Statement of Claim / Particulars of Claim, Defence, Affidavit, Witness Statement, Discovery/Disclosure, Settlement Agreement — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Einstieg
Frage zu Beginn nur ab, was für den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.

1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Verträge, Auszuege liegen vor?
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, für wen, in welcher Tonalitaet?

## Kostenregime im Vergleich

| Rechtsordnung | Grundregel | Ausnahmen |
|---|---|---|
| **USA ("American Rule")** | Each party bears its own attorney's fees | Vertragsklausel (fee shifting); statutorische Anspruchsgrundlage (z. B. 42 U.S.C. § 1988 civil rights, § 285 Patent Act); Bad-faith litigation; common fund doctrine |
| **UK ("English Rule") / Loser-pays** | Loser pays winner's costs, aber nur "reasonable and proportionate"; Standard- oder Indemnity-Basis | Wasted costs; conditional fee agreements (CFA); damages-based agreements (DBA); after-the-event insurance |
| **Deutschland** | § 91 ZPO Unterliegender traegt Kosten | Quotelung § 92 ZPO; Vergleich § 98 ZPO; RVG-/JVEG-Hoechstsaetze begrenzen Erstattung |
| **Schiedsgerichtsbarkeit** | Schiedsspruch entscheidet über Kosten (Art. 38 ICC Rules, § 1057 ZPO) | Oft "costs follow the event" wie englisches Recht |

## Prüfraster Mandanten-Risikoanalyse

1. **Forum bestimmen** — wo wird das Gericht zuständig sein? Welche Kostenregel gilt dort?
2. **Streitwert / amount in controversy** — bei US-Gerichten Bundeszuständigkeit ab 75.000 USD diversity (28 U.S.C. § 1332).
3. **Anwaltskosten schaetzen** — US-Stundensaetze typischer Partner 600 bis 1.500 USD; Discovery-Kosten kalkulieren.
4. **Vertragliche Fee-Shifting-Klausel** prüfen: "prevailing party shall be entitled to recover reasonable attorneys' fees and costs".
5. **Drittfinanzierung** — Litigation Funding ist in den USA verbreitet; in DE seit BGH zulässig, aber RDG-Grenzen.
6. **Punitive damages** in den USA pro Kläger relevant; nicht vollstreckbar im deutschen ordre public (§ 328 I Nr. 4 ZPO).

## Praxisfallen

- **"Loser-pays-Trugschluss"** im US-Verfahren: deutsche Mandanten erwarten, im Erfolgsfall Kosten erstattet zu bekommen — das ist die seltene Ausnahme.
- **Discovery-Kosten** können in den USA das Hauptkostenrisiko sein (E-Discovery, depositions), nicht Anwaltskosten.
- **Class actions / collective actions:** asymmetrisches Kostenrisiko für Beklagten.
- **Anti-suit injunctions** — UK-Gerichte können Vollstreckung in DE behindern; in der EU vor Brexit unzulaessig (West Tankers).
- **Pre-action protocols** UK Civil Procedure Rules: vor Klage bestimmte Schritte einhalten, sonst Kostenstrafe.

## Plugin-Kontext
Dieses Fachmodul arbeitet den konkreten Schwerpunkt aus, prüft Aktenlage, Normen, Fristen, Belege und Gegenargumente und erzeugt einen unmittelbar nutzbaren nächsten Schritt.

## Output-Module
- Strukturierter Prüfvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei prüfbarem Link.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Kein Ersatz für eine vollstaendige Mandantenberatung.
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.

