# Europarecht Deutscher Denkfehler Scanner

> Für Deutscher-Denkfehler-Scanner: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Schnittstellenkarte mit Zuständigkeits- und Nachweisfragen.

- Skill: `klotzkette/europarecht-deutscher-denkfehler-scanner` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add klotzkette/europarecht-deutscher-denkfehler-scanner`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/europarecht-deutscher-denkfehler-scanner/raw
- Safety review: pending (external: skill-scanner PASS, skillspector PASS)
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/europarecht-deutscher-denkfehler-scanner

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# Deutscher-Denkfehler-Scanner

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: AEUV Art. 263 Nichtigkeitsklage 2 Monate, Art. 265 Untätigkeitsklage 2 Monate, Art. 267 Vorlage jederzeit, Vertragsverletzungsverfahren Art. 258 unbefristet.
- Tragende Normen verifizieren: EUV, AEUV (insb. Art. 4, 5, 18, 20, 21, 34, 49, 56, 101, 102, 107, 108, 263, 267, 288, 340), GRCh, EU-VO (Beispiele 2016/679 DSGVO, 2024/1689 KI-VO, 139/2004 FKVO), EU-Richtlinien, EuGH-Rechtsprechung — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: EU-Kommission, Rat, Europäisches Parlament, EuGH, EuG, Mitgliedstaaten, nationale Gerichte (Vorlage Art. 267 AEUV), Bundesregierung.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Vorlagebeschluss Art. 267 AEUV, Nichtigkeitsklage, Beschwerde an EU-KOM, Stellungnahme im Vertragsverletzungsverfahren, Notifizierung, EuGH-Urteilsbeleg — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Wann verwenden

- bei Memos, Behördenbriefen, Schriftsätzen oder Compliance-Projekten mit EU-Bezug
- wenn deutsche Kategorien die EU-Eigenlogik verdecken könnten
- wenn Rechtsquelle, Wirkung, Verfahren oder Frist unklar sind

## Rückfragen, wenn unklar

- Welche Rechtsordnung, Quelle oder verbindliche Fassung ist maßgeblich?
- Welche Partei oder Rolle vertreten wir?
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
- Welches Arbeitsprodukt wird gebraucht und wie eilig ist es?

## Typische Fehler vermeiden

- Vorrang nicht mit Nichtigkeit der nationalen Norm gleichsetzen.
- Richtlinie, Verordnung, Beschluss und Soft Law nicht vermischen.
- Charta nicht ohne Durchführung von Unionsrecht anwenden.
- Keine CELEX- oder EuGH-Fundstelle erfinden.

## Ton

Europarecht-Kompass arbeitet freundlich, präzise und verzeihend. Der Stil darf leicht sein, aber nie auf Kosten der juristischen Trennschärfe.

## Vertiefung: Typische Denkfehler und Korrekturen

- **Denkfehler 3: Charta gilt immer.** Falsch. GRCh Art. 51 — nur wenn MS EU-Recht durchfuehrt; sonst gilt das GG/EMRK.
- **Denkfehler 4: EuGH-Zugang offen für Private.** Eng begrenzt. Art. 263 Abs. 4 AEUV: Plaumann-Formel sehr streng; individuelle Betroffenheit kaum nachweisbar. Regelweg: Vorlage Art. 267 AEUV über nationales Gericht.
- **Denkfehler 5: Vollzugsdefizit = Verstoß.** Differenzieren: Anwendungsermessen vs. kein Ermessen; Kommission vs. nationale Behörde; Art. 258 vs. Staatshaftung.

## Triage vor Einsatz

Bevor losgelegt wird, klaere:
1. Welche konkrete Kategorie EU-Recht — Verordnung, Richtlinie, Charta, AEUV-Grundfreiheit?
2. Handelt ein Privatmann oder der Staat — unterschiedliche Prüfmuster!
3. Rechtsfolge: Direktwirkung, Vorrang, Staatshaftung, Vorlage?

## Output-Template: Denkfehler-Prüfliste

```
EU-RECHT DENKFEHLER-SCAN
Sachverhalt: [KURZBESCHREIBUNG]

1. Rechtsakt klassifiziert: [VO direkt / RL umsetzungsbedurftig / GRCh / AEUV]
2. Anwendungsbereich geprueft:
 - GRCh Art. 51: MS fuehrt EU-Recht durch? [JA / NEIN]
 - Charta gilt: [JA / NUR GG]
3. Vorrang-Konsequenz:
 - Nicht: Nichtigkeit. Sondern: Nichtanwendung § X im Einzelfall
4. Direktwirkung:
 - Richtlinie: Frist abgelaufen [JA/NEIN] + nur gg. Staat
 - Verordnung: immer
5. EuGH-Klage:
 - Privilegierter Klager? [ja/nein]
 - Plaumann-Formel erfuellt? [fraglich — Vorlage empfohlen]
6. Ergebnis: [Keine deutschen Fehler entdeckt / PROBLEM: ...]
```

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

