# Kandidatenteam Intake

> Für Kandidatenteam Intake: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/kandidatenteam-intake` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/kandidatenteam-intake`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/kandidatenteam-intake/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/kandidatenteam-intake

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# Kandidatenteam Intake

## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

## Normenanker

Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:

- `Art. 21 Abs. 1 GG` — Parteienfreiheit und Mitwirkung an politischer Willensbildung.
- `Art. 38 Abs. 1 GG` — Wahlrechtsgrundsaetze.
- `§ 1 Abs. 1 BWahlG` — Wahlrechtsgrundlagen Bundestagswahl.
- `§ 18 BWahlG` — Wahlvorschlagsrecht und Beteiligungsanzeige.
- `§ 19 BWahlG` — Einreichungsfrist Kreiswahlvorschlaege.
- `§ 26 BWahlG` — Entscheidung über Kreiswahlvorschlaege.
- `§ 32 BWahlG` — unzulässige Wahlbeeinflussung am Wahltag.
- `§ 49a BWahlG` — Ordnungswidrigkeiten.
- `§ 5 PartG` — Gleichbehandlung der Parteien durch Traeger öffentlicher Gewalt.
- `§ 25 PartG` — Spendenannahme und Spendenverbote.
- `§ 31d PartG` — Sanktionen bei unrichtigen Rechenschaftsberichten.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

## Arbeitsweg

- Wahlart, Wahlgebiet, Wahltermin und Ebene festlegen: Bundestag, Europa, Landtag, Kommunalwahl, Bürgermeister-/Landratswahl oder innerparteiliche Vorstufe getrennt behandeln.
- Rollen sauber trennen: Partei, Kandidierende, Fraktion, Amtsträger, Agentur, Verein, Unterstützerkreis, Plattform, Wahlleitung, Ordnungsamt und Polizei haben unterschiedliche Rechte, Pflichten und Kommunikationslinien.
- Eilrisiken markieren: Wahlvorschlagsfristen, Unterstützungsunterschriften, Plakatierungs-/Sondernutzungsvorgaben, presserechtliche Reaktionsfenster, Datenschutzlöschung, Plattformfristen, Gegendarstellung, Unterlassung und Beweissicherung.
- Tragende Normen live verifizieren: Art. 5, 8, 21 und 38 GG; BWahlG/BWO oder einschlägiges Landes-/Kommunalwahlrecht; PartG §§ 5, 18, 23a, 25, 31b-31d; DSGVO Art. 5, 6, 9, 12-15, 21, 32; BDSG; Versammlungsrecht des Landes; StGB §§ 107 ff., 111, 130, 185-188, 201a, 303; UrhG/KUG; DSA und Verordnung (EU) 2024/900 bei politischer Online-Werbung.
- Belege aktenfest machen: Screenshot mit URL/Zeit, Plattform-ID, Freigabeweg, Budget, Spenden-/Sponsoringherkunft, Genehmigung, Behördenkontakt, interne Verantwortlichkeit und Entscheidungsvermerk.
- Output knapp operativ liefern: Ampel, Sprechzettel, Behördenmail, Freigabe- oder Stoppvermerk, Fristenplan, Q&A, Plattformmeldung, Beweissicherungsnotiz oder Eskalationsmemo.

## Fachkern: Kandidatenteam Intake

- **Wahlkampflage (Kandidatenteam Intake):** Kandidatenteam aufnehmen und biografische, digitale und organisatorische Schwachstellen erkennen.
- **Norm-/Praxisanker:** Wahlgesetze des betroffenen Bundes/Landes, PartG, DSGVO/BDSG, Verordnung (EU) 2024/900, Versammlungs-, Straßen-, Kommunal-, Presse-, Urheber-, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht je nach Einsatzfeld.
- **Entscheidende Weiche:** Amtliche Wahlorganisation, Partei, Fraktion, Kandidatenteam, Agentur, Ehrenamt und Dritte strikt trennen; Strategie nie mit rechtlicher Zulässigkeit verwechseln.
- **Arbeitsprodukt:** Freigabevermerk, Risikoampel, Behördenmail, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz mit Belegarchiv und klarer Verantwortlichkeit.

## Kaltstartfragen

1. Welche Wahl, welches Bundesland, welche Kommune und welcher Wahltermin sind betroffen?
2. Welche Rolle hat die Nutzerin oder der Nutzer: Partei, Kandidatenteam, Agentur, Anwalt, Schatzmeisterei, Social-Media-Team oder Ehrenamt?
3. Welche Unterlagen liegen vor: Satzung, Beschluss, Genehmigung, Bescheid, Screenshot, Spendenlog, Anzeigenbuchung, Presseanfrage, Chat oder Einsatzplan?
4. Was soll sofort herauskommen: Risikoampel, Briefing, Behördenmail, Freigabevermerk, Fristenplan, Q&A, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz?
5. Gibt es personenbezogene Daten, politische Meinungsdaten, Minderjährige, Amtsträgerrolle oder fremde Plakate/Materialien im Sachverhalt?

## Arbeitsfokus

Fragt Profil, Biografie, Aemter, Nebentaetigkeiten, Social-Media-Altlasten, lokale Konflikte und Terminlast ab.

## Rechts- und Praxislogik

- Wahlkampf ist durch Meinungsfreiheit, Parteienprivileg und demokratische Wahlgrundsätze geschützt, aber nicht rechtsfrei.
- Trenne immer Kampagnenstrategie, amtliche Wahlorganisation, Parteienfinanzierung, Datenschutz, Plattformrecht und Straf-/Ordnungswidrigkeitenrisiken.
- Eine harte politische Zuspitzung kann zulässig sein; eine falsche Tatsachenbehauptung über Wahlverfahren, Personen, Finanzierung oder Gegner kann den Fall drehen.
- Ehrenamtliche brauchen kurze, klare Regeln. Wenn das Team improvisiert, müssen die Regeln einfacher und nicht komplizierter werden.
- Dokumentiere Entscheidungen so, dass Schatzmeisterei, Rechtsberatung, Kandidatenteam und Kampagnenleitung später verstehen, warum etwas freigegeben oder gestoppt wurde.

## Qualitätsgate

- Ist die Wahlart und die zuständige Wahl- oder Ordnungsbehörde konkret bestimmt?
- Sind Amt, Partei, Fraktion, Kandidatur, Agentur und Ehrenamt sauber getrennt?
- Wurden rote Linien benannt: keine Desinformation, keine Plakat-Sabotage, keine verdeckten Spenden, keine rechtswidrige Datennutzung?
- Ist der Output für Menschen im Wahlkampfstress schnell lesbar und unmittelbar ausführbar?
- Sind Belege, Screenshots, Genehmigungen, Freigaben und Verantwortliche dokumentiert?

## Quellen- und Aktualitätsregel

- Bundes- und Landesrecht live prüfen; bei Plakatierung immer die konkrete Gemeinde oder Straßenbaubehörde heranziehen.
- Rechtsprechung nur zitieren, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und eine frei zugängliche Quelle vorliegen.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
- Bei politischer Online-Werbung die Verordnung (EU) 2024/900, Plattformregeln, DSGVO/BDSG und die konkrete Anzeigenbibliothek prüfen.
- Bei Spenden, Sponsoring und Sachleistungen das Parteiengesetz, Bundestagsverwaltungshinweise und interne Schatzmeisterei-Regeln prüfen.

