# Lernplan

> Erstellt personalisierte Lernpläne für das deutsche Jurastudium (Staatsexamen, Referendariat) unter Berücksichtigung von Fristen, Bundesland und Repetitorium.

- Skill: `klotzkette/lernplan` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/lernplan`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/lernplan/raw
- Safety review: PASS (external: skill-scanner PASS, skillspector PASS)
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Productivity, Task Management
- Tags: Fristen, Jurastudium, Lernplan, Referendariat, Repetitorium, Staatsexamen
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-08-22
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/lernplan

---


# Staatsexamen-Lernplan

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: DRiG § 5a Studiendauer 9 Semester (Regelstudienzeit), Freischuss-Frist (i.d.R. 8 Semester nach JAG), Wiederholungsfrist, Hausarbeit 4-6 Wochen.
- Tragende Normen verifizieren: DRiG §§ 5, 5a, 5b (Erste Prüfung), JAG der Länder, JAPO Bayern, JAG NRW, BBesG (Referendariat), Hochschulgesetze, Studienordnungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Studenten, Justizprüfungsamt (Landesjustizverwaltung), Universität, Repetitorium, Klausurleiter, Mündliche-Prüfungs-Kommission.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Klausurgutachten (Anspruchsgrundlage, Tatbestand, Subsumtion, Ergebnis), Hausarbeit, Aktenvortrag (Referendar), Probeklausur, Prüfungsprotokoll — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Eingaben

- **Prüfungsziel** (Erstes Staatsexamen / Referendariat / Zweites Staatsexamen)
- **Bundesland** (JAG/JAPrO — Pflichtstoff variiert)
- **Prüfungstermin** (konkret oder ungefähr)
- **Schwache Rechtsgebiete** (Eigenangabe oder aus Lernverlauf)
- **Starke Rechtsgebiete** (weniger Priorität, aber nicht vernachlässigt)
- **Stunden pro Woche** (realistisch, nicht aspirativ)
- **Freie Tage** (Ruhetage — Pläne ohne Erholung brechen in Woche 3 zusammen)
- **Repetitorium** (Alpmann Schmidt, Hemmer/Wüst, Jura Intensiv, Kaiser-Skripten oder keines)

## Rechtlicher Rahmen

Der Pflichtstoffkatalog richtet sich nach dem jeweiligen Juristenausbildungsgesetz und ist Grundlage der Priorisierung.

**Maßgebliche Ausbildungsordnungen:**
- § 5d DRiG — gemeinsamer Pflichtfachkern für alle Bundesländer
- JAG NRW i.d.F. vom 11.03.2003 — NRW-spezifischer Katalog
- JAPO Bayern i.d.F. vom 13.10.2003 — bayerischer Pflichtfachkatalog
- JAPrO Baden-Württemberg — BW-Katalog

**Prüfungsrelevante Leitentscheidungen (Planungsmaßstab):**

Für BGB-Schwerpunktplanung:

Für Strafrecht-Schwerpunktplanung:

**Kanonische Repetitorien-Literatur:**
- Alpmann Schmidt, Gesamtdarstellungen — kompakt, examensnah
- Hemmer/Wüst, Skriptenreihe — dogmatisch strukturiert nach Prüfungsreihenfolge
- Jura Intensiv, Skriptenreihe — Schwerpunkt Definitionen und Falllösung
- Kaiser-Skripten — starke Farbcodierung, schnell navigierbar
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.

## Ablauf

### Schritt 1: Wofür planen wir?

> Wofür soll der Plan erstellt werden?
>
> 1. **Erstes Staatsexamen** (Pflichtfachprüfung, ggf. Schwerpunktbereich)
> 2. **Referendariat** (Klausurenkurs, Anwalts-/Stationsvorbereitungen)
> 3. **Zweites Staatsexamen** (Assessorexamen — prozessuale Klausuren, Relationen)

Für (1): Pflichtfachkatalog nach JAG/JAPrO des Bundeslandes laden.
Für (2) und (3): Stationsanforderungen und Klausurenformate klären.

### Schritt 2: Eingaben — einzeln, je eine fragen

Nicht alle Fragen auf einmal. Eine stellen, Antwort abwarten, dann nächste.

- **Prüfungstermin**: Datum bestätigt? Falls nicht: ungefähres Semester / Halbjahr?
- **Rechtsgebiete**: Pflichtfächerkanon nach Landesrecht. Bestätigen: "Gibt es etwas, das ergänzt oder gestrichen werden soll?"
- **Stärkste Rechtsgebiete**: geringste Priorität, aber nicht ignoriert
- **Schwächste Rechtsgebiete**: höchste Priorität, doppelte Stunden
- **Stunden pro Woche**: realistisch, nicht maximal. Nach Angabe:

 > "Sie haben [N] Stunden pro Woche genannt. Was füllt die restliche Zeit — Nebenjob (wie viele Stunden), Familie, Pendelzeit, Repetitorium-Präsenz, Sport, Sonstiges? Der Plan soll zu Ihrem Leben passen, nicht umgekehrt."

 Antwort abwarten. Dann Plausibilitätsprüfung:

 > "Das sind rund [X] Stunden täglich an [Z] Lerntagen, neben [Job + Familie + Pendeln]. Das erscheint [realistisch / eng / kaum tragbar]. Sollen wir die Stundenzahl anpassen, oder starten wir mit dieser Vorgabe und überprüfen nach zwei Wochen?"

 Diesen Schritt nie überspringen — auch wenn bereits eine Stundenzahl im Profil steht.

- **Ruhetage**: Mindestens ein Ruhetag pro Woche. Ohne Ausnahme empfehlen.
- **Lernmethoden**: Mehrauswahl. Skripten lesen / Karteikarten / Klausuren schreiben / Drillsitzungen / Wiederholung mit Lerngruppe. Den Stundenplan nach dem ausrichten, was der Studenten tatsächlich durchhält.

### Schritt 2.5: Repetitorium — Ergänzung oder Ersatz?

Wenn ein Repetitorium genutzt wird (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser oder sonstiges strukturiertes Kursangebot):

> "Ihr Repetitorium hat einen eigenen Terminplan. Dieser Plan kann zwei Rollen übernehmen — eine davon wählen:
>
> 1. **Ergänzung**: Das Repetitorium ist der Hauptfahrplan. Dieser Plan füllt Lücken: Zusatzübungen zu schwachen Rechtsgebieten, Karteikarten-Drill, Klausurensimulationen. Kein Parallelcurriculum.
> 2. **Ersatz**: Der Repetitoriums-Terminplan wird nicht befolgt (z. B. wegen Arbeitslast oder Taktung). Dieser Plan übernimmt die Vollstruktur — Rechtsgebiete, Phasen, Tagespläne.
>
> Beide gleichzeitig zu verfolgen führt in Woche 4 zum Zusammenbruch."

Antwort festhalten in YAML: `repetitorium_modus: ergänzung | ersatz`

### Schritt 3: Plan aufbauen

Wochen bis zum Prüfungstermin berechnen. Dann:

**Normalmodus (mehr als 6 Wochen):**

Drei Phasen:

| Phase | Anteil | Inhalt |
|---|---|---|
| **Grundlagenphase** | ~60 % der Zeit | Rechtsgebiete durcharbeiten, Skript + Karteikarten, wenige Klausuren |
| **Intensivphase** | ~30 % | Klausurenvolumen steigern, alle Rechtsgebiete rotieren, Zeitdruck simulieren |
| **Wiederholungsphase** | ~10 % | Schwachstellen aus Sitzungshistorie, Klausurensimulatoren, schwache Gebiete nochmals |

Schwache Rechtsgebiete: ca. doppelte Stunden gegenüber starken Rechtsgebieten.

Wochentags: Welches Rechtsgebiet, welche Methode, wie lange. Puffer einplanen — echte Wochen weichen vom Plan ab.

**Cramphase (weniger als 6 Wochen):**

> "Weniger als sechs Wochen bis zum Termin — das ist Crashkurs-Modus. Der Plan priorisiert hohe Examensrelevanz vor Vollständigkeit. Es entstehen Lücken; das ist der Kompromiss bei dieser Zeitlage."

Examensklassiker in jeder Phase (§§ 280 ff., 823 BGB; §§ 242, 263 StGB; Ermessen VerwR; §§ 80, 113 VwGO). Klausuren jeden Tag. Mindestens eine Klausur-Simulation pro Woche unter Zeitdruck. Letzte zwei Tage vor dem Examen: kein neues Material, nur Wiederholung bekannter Strukturen + Schlaf.

### Schritt 4: Plan schreiben

```yaml
plan_typ: erstes_staatsexamen # oder referendariat / zweites_staatsexamen
bundesland: NRW
pruefungstermin: 2026-07-15
erstellt: 2026-05-08
zuletzt_aktualisiert: 2026-05-08
wochen_bis_pruefung: 10
stunden_pro_woche: 30
tage_pro_woche: 5
modus: normal # oder cram
repetitorium: hemmer
repetitorium_modus: ergänzung
phasen:
 - name: grundlagen
 start: 2026-05-08
 ende: 2026-06-13
 schwerpunkt: Skript lesen, Karteikarten, 2 Klausuren/Woche
 - name: intensiv
 start: 2026-06-14
 ende: 2026-07-10
 schwerpunkt: Klausurenvolumen, alle Gebiete rotieren
 - name: wiederholung
 start: 2026-07-11
 ende: 2026-07-14
 schwerpunkt: Schwachstellen, Simulation
rechtsgebiete:
 bgb_at:
 prioritaet: hoch
 stunden_pro_woche: 6
 methoden: [karteikarten, klausuren, drill]
 schuldrecht_at:
 prioritaet: mittel
 stunden_pro_woche: 4
 methoden: [karteikarten, klausuren]
 stgb_at:
 prioritaet: hoch
 stunden_pro_woche: 5
 methoden: [klausuren, drill]
 verwaltungsrecht:
 prioritaet: mittel
 stunden_pro_woche: 4
 methoden: [skript, klausuren]
tagesplan:
 - datum: 2026-05-08
 wochentag: Freitag
 einheiten:
 - rechtsgebiet: BGB AT
 methode: skript_lesen
 dauer_min: 90
 - rechtsgebiet: BGB AT
 methode: karteikarten
 dauer_min: 45
 - datum: 2026-05-09
 wochentag: Samstag
 einheiten:
 - rechtsgebiet: StGB AT
 methode: klausur
 dauer_min: 120
sitzungs_verlauf: [] # wird von session, karteikarten, drill, gutachten-übung ergänzt
```

### Schritt 5: Bestätigung

Vor dem Speichern: Plan in Prosa zusammenfassen und Rückfrage stellen:

> LERNPLAN — KEIN RECHTSRAT
>
> Das habe ich aufgebaut. [X] Wochen bis zum Termin. [Y] Stunden pro Woche an [Z] Tagen. Schwache Rechtsgebiete ([Liste]) erhalten doppelte Stunden. Drei Phasen: Grundlagen bis [Datum], Intensiv bis [Datum], Wiederholung die letzten [N] Tage. Die ersten zwei Wochen sind tagesgenau geplant. Der Rest ist wochenweise — ich fülle den Tagesplan nach jeder abgeschlossenen Sitzung nach.
>
> Stimmt das so? Zu ambitioniert? Zu wenig? Fehlt ein Rechtsgebiet?

Antwort abwarten. Dann speichern.

## Plan aktualisieren

Nach jeder Sitzung (Karteikarten, Drill, Klausur) wird ein Sitzungsbericht an `sitzungs_verlauf` angehängt. Beim nächsten `--aktualisieren`-Aufruf:
- Schwache Rechtsgebiete (niedrige Ergebnisse in 2+ Sitzungen) werden in Priorität und Stunden hochgestuft
- Geplante, aber nicht absolvierte Einheiten: entweder nachgebucht oder als Lücke markiert
- Wenn der Studenten im Rückstand liegt: Pensum anpassen oder Lücke dokumentieren

## Modi

- `--aufbauen` (Standard, wenn kein Plan vorhanden): Vollständiger Neubau mit Eingaben-Dialog
- `--aktualisieren` (Standard, wenn Plan vorhanden): Sitzungshistorie auswerten, Prioritäten neu gewichten, nächste Tage befüllen
- `--status`: Was ist heute und diese Woche geplant? Scoreverlauf? Was liegt zurück?
- `--intensiv`: Crash-Modus erzwingen (auch wenn mehr als 6 Wochen verbleiben)

## Beispiel

**Eingabe:** "Lernplan für das Erste Staatsexamen NRW, Termin März 2027, Schwächen: Sachenrecht, Strafrecht BT."

**Ergebnis-Prosa:** 10 Monate bis zum Termin. 3 Phasen. Sachenrecht und StGB BT erhalten je 6 Stunden pro Woche (doppelt gegenüber Standardgewichtung). Repetitorium Hemmer als Ergänzung. Erste Wochen: Grundlagenstruktur Sachenrecht (Eigentum, Besitz, beschränkte dingliche Rechte) und StGB BT (§§ 242 ff., §§ 211 ff. StGB). Ab Woche 12: Klausurenphase mit wöchentlich zwei Zeitklausuren.

## Risiken und typische Fehler

- **Zu ambitioniöse Stundenzahl**: Ein Plan mit 50 Stunden pro Woche, den ein vollzeitberufstätiger Studentenr aufgestellt hat, bricht in Woche 2. Besser 25 ehrliche Stunden als 50 geplante.
- **Kein Repetitoriums-Abgleich**: Wer parallel Repetitorium und eigenem Plan folgt, verbringt Zeit in zwei Vollcurricula. Eines als primär wählen.
- **Ruhetage weglassen**: Pläne ohne Ruhetage haben eine Halbwertszeit von zwei Wochen.
- **Sitzungsergebnisse nicht einpflegen**: Der Plan ist nur so gut wie das Feedback, das er bekommt. Sitzungsberichte müssen regelmäßig angehängt werden.
- **Wiederholungsphase unterschätzen**: Die letzten Tage sind Konsolidierung, keine Lernphase. Wer kurz vor dem Examen neues Material aufnimmt, verschlechtert seine Leistung.

## Quellenpflicht

Zeitschätzungen je Rechtsgebiet sind Orientierungswerte auf Basis typischer Examensgewichtungen — nicht Garantien. Hochprioritäre Themen richten sich nach dem Pflichtfachkatalog des Bundeslandes und der Examenspraxis der letzten Jahre. `[SCHÄTZUNG]` markiert alle Zeitangaben, die auf allgemeinen Erfahrungswerten beruhen.

Hinweis: Dieser Lernplan ersetzt keine Beratung durch Seminarleiter, Repetitoren oder Examenscoaches, die den individuellen Kenntnisstand kennen.

---

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

