# Mandat Triage Transport Speditionsrecht

> Für Ersteinordnung neuer Mandate im Transport- und Speditionsrecht: Vertragstyp, national vs: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/mandat-triage-transport-speditionsrecht` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/mandat-triage-transport-speditionsrecht`
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- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/mandat-triage-transport-speditionsrecht

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# Ersteinordnung neuer Mandate im Transport- und Speditionsrecht: Vertragstyp, national vs


## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: §§ 407 ff. Frachtvertrag — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

**Fokus:** Ersteinordnung neuer Mandate im Transport- und Speditionsrecht: Vertragstyp, national vs. international. Normen: §§ 407 454 HGB, CMR. Prüfraster: Vertragstyp, Schadenstyp, Dringlichkeit, Fristen. Output: Mandat-Triage-Protokoll Transport-Speditionsrecht. Abgrenzung: nicht Erstgespraeches-Aufnahme.

### Mandat-Triage Transport- und Speditionsrecht

## Ablauf — sieben Fragen

### Frage 1 — Mandantenrolle?

- Versender / Verlader
- Empfänger
- Frachtführer
- Spediteur
- Lager-Betreiber
- Versicherer (Cargo Verkehrshaftung)
- Subunternehmer / Nachunternehmer

### Frage 2 — Verkehrsträger?

- Straße — Lkw
- Schiene — Eisenbahn
- Wasser — Binnen / See
- Luft
- Multimodal — kombiniert
- Lager / Umschlag

### Frage 3 — Geografie?

- Inland
- Grenzüberschreitend EU
- Grenzüberschreitend Drittstaat
- Transit

### Frage 4 — Akute Eilbedürftigkeit?

- **Reklamationsfrist** läuft (sofort / sieben / einundzwanzig Tage)
- **Verjährungsfrist** ein Jahr läuft ab
- **Gefahrgut-Zwischenfall** ADR-Meldung
- **Embargo / Sanktionen** plötzlich greifend
- **Beschlagnahme Zoll** Akut
- **Frachtgut nicht ausgehändigt** wegen Frachtstreit
- **Versicherungs-Stichtag** läuft

### Frage 5 — Sachgebiet?

- Verlust Sendung
- Beschädigung Sendung
- Lieferfrist-Überschreitung
- Frachtforderung Frachtführer
- Speditionsvergütung
- Multimodal-Vertrag
- Gefahrgut-Recht
- Zollrecht
- Lagerlogistik
- Transport-Versicherungs-Streit
- Frachtbrief-Fälschung

### Frage 6 — Frist?

- **Reklamation Verlust erkennbar Beschädigung** sofort schriftlich
- **Reklamation verdeckter Schaden** sieben Tage CMR Art. 30 / § 438 HGB
- **Reklamation Verzug** einundzwanzig Tage
- **Verjährung CMR** ein Jahr / drei Jahre bei Vorsatz
- **Verjährung HGB** ein Jahr / drei Jahre
- **Versicherungs-Anspruch** drei Jahre § 195 BGB
- **CMR-Klage** ein Jahr nach Ablieferung

### Frage 7 — Wirtschaftliche Verhältnisse?

- Versicherung Cargo Verkehrshaftung
- Schadenshöhe vs. SDR-Begrenzung
- Streitwert für Klage
- Bei Spedition: ADSp-Geltung

## Routing-Matrix

| Sachgebiet | Folge-Skill |
|---|---|
| Schadensersatz Frachtführer | `frachtfuehrerhaftung-pruefen` |
| Speditionsverhalten | `frachtfuehrerhaftung-pruefen` plus ADSp Spezifika |
| Frachtforderung-Klage | (Skill frachtforderung — perspektivisch) |
| Multimodal-Vertrag | (Skill multimodal — perspektivisch) |
| Gefahrgut ADR | (Skill gefahrgut-adr — perspektivisch) |
| Zollrecht | weiter an `mandat-triage-verwaltungsrecht` plus |
| Versicherungs-Streit | weiter an `mandat-triage-versicherungsrecht` |

## Mandatsannahme

- **Konflikt-Check** — keine Doppelmandate Versender/Frachtführer
- **Streitwert** Sendung-Wert oder Frachtforderung
- **Sachverständigen-Bedarf** Transport- und Verpackungs-SV
- **Versicherungs-Deckung** Verkehrshaftungs-Versicherung Mandant prüfen

## Eskalation

- **Telefon-Sofort** Reklamationsfrist heute / morgen Gefahrgut-Vorfall
- **Binnen einer Stunde** Schriftliche Reklamation Frachtbrief-Bemerkung
- **Heute** Auskunfts-Aufforderung an Frachtführer
- **Diese Woche** Klage vor Verjährungs-Ablauf

## Ausgabe

- `triage-protokoll-transport-spedition.md`
- Aktenanlage mit Verkehrsträger und Anwendung CMR/HGB
- Frist im Fristenbuch (Reklamation Verjährung)
- Reklamations-Schreiben sofort
- Mandatsvereinbarung mit Honorar
- Empfehlung Folge-Skill

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Quellen

- CMR 1956
- HGB §§ 407 ff. 453 ff.
- MÜ CIM CMNI
- ADSp
- BGH I. Zivilsenat
- Koller Transport-/Speditionsrecht

## Aktuelle Rechtsprechung Triage Transport

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

