# Nda Vertragsstrafe Pruefen

> Für NDA: Vertragsstrafe prüfen: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/nda-vertragsstrafe-pruefen

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# NDA: Vertragsstrafe prüfen

## Spezialwissen: NDA: Vertragsstrafe prüfen
- **Normen-/Quellenanker:** AGB, BGB, NDA, EUR.

## Fallweichen
Frage zu Beginn nur ab, was für den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.

1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Verträge, Auszuege liegen vor?
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, für wen, in welcher Tonalitaet?

## Prüfraster

Der Output muss als verwertbares Arbeitsprodukt aufgebaut sein:

1. **Sachverhalt fixieren** – streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
2. **Rechtliche Einordnung** - nur einschlaegige Normen, verifizierte Rechtsprechung und frei prüfbare amtliche Quellen; keine Literatur- oder Datenbankfundstellen erfinden.
3. **Prüfung im Gutachtenstil** – Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
4. **Handlungsempfehlung** – konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.

## Fachpruefraster Vertragsstrafe NDA

### Materielle Anforderungen (§ 339 BGB)

- **Akzessorietaet:** Vertragsstrafe setzt schuldhafte Verletzung der Hauptpflicht voraus (§ 339 i.V.m. § 276 BGB). Verschuldensunabhaengige Strafklauseln sind im Zweifel unwirksam.
- **Bestimmtheit:** Strafversprechen muss inhaltlich klar bestimmt sein: Auf welche konkrete Pflicht bezieht sich die Strafe? Wie wird die Höhe berechnet? Welche Hoechstgrenze gilt?
- **Verschulden:** Bei AGB-NDA mit Vertragsstrafe ohne Verschulden Verstoss gegen § 307 BGB.

### AGB-Kontrolle (§§ 305 ff. BGB)

- **B2C (Verbraucher-NDA, z.B. Arbeitnehmer in Privatkonstellation):** § 309 Nr. 6 BGB - absolutes Klauselverbot. Vertragsstrafe in AGB gegenueber Verbrauchern stets unwirksam.
- **B2B:** § 310 Abs. 1 BGB lockert direkte Anwendung, aber § 307 BGB Wertungsausstrahlung. Indizien für Wirksamkeit: angemessene Höhe, Verschulden, konkrete Pflichtbenennung, keine Doppelpauschalierung.
- **Arbeitsrecht:** Im Arbeitsverhaeltnis Vertragsstrafe in AGB grundsätzlich problematisch. § 309 Nr. 6 BGB gilt direkt zwar nicht (kein Verbraucher); aber § 307 BGB. BAG verlangt: enge Bestimmtheit, Höhe in Bezug zu Bruttomonatsgehalt (Faustregel: max. 1 Brutto-Monatsgehalt pro Verstoss), Anrechnung auf Schadenersatz.

### Branchen-Faustregeln

- **Standard-B2B-NDA:** EUR 5.000 - EUR 25.000 pro Vorfall sind gerichtsfest in den meisten Konstellationen.
- **M&A / Data Room:** Hoehere Strafen ueblich (bis EUR 100.000 pro Vorfall), wenn Datenmenge und Risikolage es rechtfertigen.
- **R&D / Patente:** Strafe orientiert sich am Lizenz-/Investitionswert; Hoehen über EUR 250.000 nur bei individueller Aushandlung wirksam.
- **Arbeitnehmer-NDA:** Anlehnung an Bruttomonatsgehalt; pauschale Saetze über 1-2 Bruttomonatsgehaelter regelmaessig unwirksam.

### Anrechnung / Kumulation

- **§ 340 Abs. 2 BGB:** Anrechnung der Strafe auf weitergehenden Schadenersatzanspruch ist gesetzlicher Regelfall. Klausel, die explizit Anrechnung ausschliesst (Kumulationsklausel), in AGB regelmaessig unwirksam (§ 307 BGB).
- **Mehrere Verstoesse:** Klarstellen, ob jeder einzelne Verstoss eine eigene Strafe ausloest oder ob Sammelregelung mit Hoechstgrenze gilt.

### Mustertext B2B-NDA (Vertragsstrafe, individualvertraglich verhandelbar)

> Verletzt die empfangende Partei schuldhaft eine Geheimhaltungspflicht aus diesem Vertrag, kann die offenlegende Partei für jeden Fall der Verletzung eine Vertragsstrafe in Höhe von EUR [Betrag] verlangen. Mehrere Verstoesse, die auf demselben einheitlichen Vorgang beruhen, gelten als ein Verstoss. Die Vertragsstrafe wird auf einen weitergehenden, nachzuweisenden Schadenersatzanspruch angerechnet (§ 340 Abs. 2 BGB).

## Plugin-Kontext
Dieses Fachmodul arbeitet den konkreten Schwerpunkt aus, prüft Aktenlage, Normen, Fristen, Belege und Gegenargumente und erzeugt einen unmittelbar nutzbaren nächsten Schritt.

## Output-Module
- Strukturierter Prüfvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
- Tabellen/Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei prüfbarem Link.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Kein Ersatz für eine vollstaendige Mandantenberatung.
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.

