# Playbook Aus Eigenen Daten

> Für Skill: Playbook aus eigenen Daten: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/playbook-aus-eigenen-daten` (Agent Skill, multi-file: 3 files)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/playbook-aus-eigenen-daten`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/playbook-aus-eigenen-daten/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/playbook-aus-eigenen-daten

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# Skill: Playbook aus eigenen Daten

## Eingaben

- **E-Mail-Korpus** (Outlook-Konnektor oder `.eml`/`.msg`-Exporte): typischerweise
 20–200 Mails aus einem oder mehreren ähnlichen Mandaten.
- **Schriftsätze und Anschreiben** (Word, PDF): mindestens 5 abgeschlossene
 Vergleichsfälle desselben Mandatstyps.
- **Notizen** (Markdown, Notizbuch-Exporte, Sprachprotokoll-Transkripte).
- **Tracking-Exporte** (Excel, CSV) aus Aktenverwaltung oder
 Fristenkalender — optional, schärft Fristenketten.
- **Mandantenkommunikations-Logs** aus `mandantenkommunikation/` — falls
 vorhanden.

Pflichtangabe der Nutzerin / des Nutzers:

- **Mandatstyp** (z. B. "Kündigungsschutzklage Arbeitnehmer", "NDA-Review
 Inbound", "Mietkündigung Vermieter", "GmbH-Gründung").
- **Erwarteter Wiederverwendungs-Kontext** (Mandantenkommunikation vs.
 interne Bearbeitung vs. Schriftsatzentwurf).
- **Vertraulichkeitsstufe** der Eingaben (anonymisiert vs. echte
 Mandantendaten — bei echten Daten greift § 43a Abs. 2 BRAO,
 § 203 StGB; siehe Risiken).

## Rechtlicher Rahmen

- **§ 43a Abs. 2 BRAO** — anwaltliche Verschwiegenheitspflicht; gilt auch
 bei Aufbereitung eigener Mandatsdaten zu Trainings- oder
 Mustergenerierungszwecken.
- **§ 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB** — strafbewehrte Verletzung von Privatgeheimnissen.
- **§ 2 Abs. 3, § 50 BRAO** — Aktenführungs- und Aufbewahrungspflichten;
 Playbook-Ableitungen sind keine Akte, müssen aber nachvollziehbar bleiben.
- **Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO** — berechtigtes Interesse an interner
 Arbeitsorganisation; Abwägung gegen schutzwürdige Mandanteninteressen.
- **Art. 32 DSGVO** — technische und organisatorische Maßnahmen
 (Zugriffsbeschränkung, Pseudonymisierung).
 Schutz des Vertrauensverhältnisses zwischen Anwalt und Mandant
 (Vertraulichkeit auch gegenüber technischen Hilfsmitteln).
 Anforderungen an Anonymisierung in juristischen Veröffentlichungen,
 übertragbar auf interne Mustergenerierung.
 Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO umfasst keine Geschäftsgeheimnisse
 (anwendbar bei Mandantenauskunftsersuchen zu intern abgeleiteten
 Spielbüchern).

Kommentare:

- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
 (Reichweite der Verschwiegenheitspflicht bei interner
 Wissensverarbeitung).
- Paal, in: Paal/Pauly, DS-GVO BDSG, 4. Aufl. 2024, Art. 6 Rn. 38
 (berechtigtes Interesse bei interner Arbeitsorganisation).
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
 Aufbewahrungspflichten als Hintergrund anwaltlicher Aktenführung).
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
 EDV-gestützter Verarbeitung).

## Ablauf

1. **Vorab-Trennung Vertraulichkeitsstufen.** Eingaben werden nach
 Quelle markiert: (a) bereits anonymisierte Muster, (b) eigene
 Notizen ohne Personenbezug, (c) echte Mandatsdaten. Stufe (c)
 wird vor der Mustererkennung pseudonymisiert
 (Namen → `[MANDANT_1]`, `[GEGNER_1]`, IBAN/AZ → Token).
2. **Korpus-Indizierung.** Mails werden nach Sender, Empfänger,
 Datum, Mandatsbezug (aus Betreff/Aktenzeichen) gruppiert; Schriftsätze
 nach Verfahrensstadium (Anhörung, Klageerwiderung, Replik usw.)
 sortiert.
3. **Phasen-Extraktion.** Aus jedem Vergleichsfall wird der zeitliche
 Verlauf rekonstruiert: Erstkontakt → Sachverhaltsaufnahme →
 rechtliche Prüfung → Mandantenrücksprache → Schriftsatz/Anschreiben →
 Fristen → Eskalation → Abschluss. Phasen werden über Fälle hinweg
 geclustert.
4. **Sprachmuster-Extraktion.** Wiederkehrende Formulierungen werden
 typisiert: (a) Anrede- und Schlussformeln; (b) Standardklauseln in
 Aufforderungsschreiben (§ 286 BGB); (c) Eskalationssignale gegenüber
 der Gegenseite; (d) Mandanten-Erklärungen schwieriger Punkte in
 einfacher Sprache.
5. **Entscheidungs-Punkt-Identifikation.** Wo verzweigt das Vorgehen?
 Typische Bedingungen: außergerichtliche Einigung vs. Klage, Frist
 gewahrt vs. nicht gewahrt, Mandant zahlungsfähig vs. nicht. Diese
 Verzweigungen werden als Entscheidungsbaum erfasst.
6. **Fristen-Skelett.** Aus den Vergleichsfällen werden typische
 Fristen-Ketten herausgezogen (z. B. Klagefrist § 4 KSchG = 3 Wochen,
 Verjährungsbeginn § 199 BGB, Berufungsfrist § 517 ZPO = 1 Monat).
7. **Playbook-Generierung.** Aus 3–6 ergibt sich ein strukturiertes
 Spielbuch im Format `<mandatstyp>.playbook.md` mit Phasen-Liste,
 Klausel-Bibliothek, Entscheidungsbaum, Fristen-Skelett und
 Eskalationsmatrix.
8. **Verifikation.** Spielbuch wird gegen 2 weitere, nicht
 für die Generierung verwendete Vergleichsfälle gespiegelt:
 passt die Phasenabfolge? Treffen die Klauselvorschläge? Fehlende
 Schritte werden ergänzt.
9. **Ablage und Versionierung.** Spielbuch wird unter
 `playbooks/<mandatstyp>.playbook.md` abgelegt; Generierungs-Log
 (welche Quelldateien, welche Anonymisierung) unter
 `playbooks/<mandatstyp>.generierungslog.json`.
10. **Aktivierung als wiederverwendbarer Auslöser.** Optional: aus
 dem Spielbuch wird ein leichtgewichtiger Skill oder ein
 Agentenrezept erzeugt, das das Vorgehen bei neuen, gleichartigen
 Mandaten automatisch vorschlägt.

## Beispiel

**Eingabe:** Eine Fachanwältin für Arbeitsrecht stellt einen Outlook-Ordner
mit 47 Mails aus drei abgeschlossenen Kündigungsschutzverfahren bereit,
dazu vier Word-Klageschriften und ein Excel-Tracking mit Verfahrensdauern.

**Ausgabe (Auszug aus `kündigungsschutz-arbeitnehmer.playbook.md`):**

```markdown

## Phase 2 — Sachverhaltsaufnahme (Tag 1–3 nach Erstkontakt)

Eingaben: Kündigungsschreiben, Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen
(letzte 6 Monate), Anhörungsprotokoll Betriebsrat (§ 102 BetrVG).

Standardfragen an Mandant:
- Datum des Zugangs der Kündigung? (Kritisch für § 4 KSchG, 3 Wochen).
- Wurde der Betriebsrat angehört? Liegt Anhörungsprotokoll vor?
- Schwerbehinderung, Schwangerschaft, Elternzeit, Mandatsträger?
 (Sonderkündigungsschutz § 168 SGB IX, § 17 MuSchG, § 18 BEEG,
 § 15 KSchG)
- Sozialauswahl: vergleichbare Arbeitnehmer im Betrieb?

Entscheidungspunkt:
- Frist § 4 KSchG noch offen? → Klagevorbereitung Phase 3.
- Frist abgelaufen? → § 5 KSchG nachträgliche Zulassung prüfen,
 Mandant über Erfolgsaussichten aufklären.
```

**Fristen-Skelett-Auszug (`kündigungsschutz-arbeitnehmer.fristen.yaml`):**

```yaml
phase: klageerhebung
norm: § 4 Satz 1 KSchG
dauer_tage: 21
fristbeginn: zugang_kündigung
folge_bei_versaeumnis: fiktion_der_wirksamkeit_§7_kschg
ausnahme: § 5 KSchG nachträgliche Zulassung
```

## Risiken und typische Fehler

- **Re-Identifikation trotz Pseudonymisierung.** Datums-Kombinationen,
 ungewöhnliche Sachverhalte und Standortangaben können Mandanten
 Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
 2956 Rn. 17). Anonymisierung muss mehrstufig sein.
- **Übergeneralisierung.** Wenige Vergleichsfälle führen zu Spielbüchern,
 die seltene Konstellationen ignorieren — daher Mindestkorpus
 (≥ 5 Vergleichsfälle pro Mandatstyp) und Verifikationsphase.
- **Klauselübernahme aus Mandantenkommunikation.** Wenn Standardklauseln
 aus realen Mails übernommen werden, können fremde Wortschöpfungen
 oder Mandanten-Geschäftsgeheimnisse mitwandern. Filterregel: nur
 generische Formulierungen ins Spielbuch.
- **Vermischung mit aktuellem Mandat.** Wird ein Spielbuch parallel
 zu einem laufenden Mandat erstellt, droht Datenleck zwischen Mandaten —
 daher strikte Trennung der Generierungs-Workspaces.
- **Veraltete Rechtsstände.** Spielbücher basieren auf Vergleichsfällen
 von gestern — Pflicht zur Auffrischung gegen aktuelle Rechtsprechung
 bei jedem Einsatz, gestützt durch den
 `regulierungs-aenderungs-monitor` und den `verlaengerungs-monitor`.
- **§ 203 StGB-Risiko bei Cloud-Verarbeitung.** Wenn die Generierung
 in einer Cloud-Umgebung läuft, sind die Anforderungen aus
 lizenzpflichtige Literaturquelle, § 203 Rn. 6a einzuhalten (Auftragsverarbeitungsvertrag,
 Verschwiegenheitsverpflichtung der Auftragsverarbeiterin).

## Quellenpflicht

Jedes generierte Spielbuch dokumentiert in `generierungslog.json`:

- Hash-IDs der Quelldateien (kein Klarname).
- Datum und Version der Generierung.
- Eingesetzte Anonymisierungs-Regelsätze.
- Verifikationsergebnisse gegen Vergleichsfälle.

Beim Einsatz des Spielbuchs auf ein neues Mandat erfolgt im
Mandatsworkspace ein Eintrag mit Spielbuch-Version und Treffer-Score.
Rechtsprechung und Kommentarstellen aus dem Spielbuch werden im
neuen Mandat auf Aktualität gegengeprüft (mindestens BGH/BAG/BFH der
letzten 24 Monate).

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

