# Regr Finanzdienstleistungsregulierung Bauleiter

> Für RegR: FDL-Regulierung Bauleiter: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/regr-finanzdienstleistungsregulierung-bauleiter` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/regr-finanzdienstleistungsregulierung-bauleiter`
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- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/regr-finanzdienstleistungsregulierung-bauleiter

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# RegR: FDL-Regulierung Bauleiter

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: WpHG; EnWG; HeilMWerbG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Einstieg
Frage zu Beginn nur ab, was für den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.

1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Verträge, Auszuege liegen vor?
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, für wen, in welcher Tonalitaet?

## Prüfraster Finanzdienstleistungsregulierung

### 1. Lizenz-/Erlaubnistatbestände im Überblick

| Geschäftstyp | Norm | Erlaubnis | Aufsicht |
|---|---|---|---|
| **Bankgeschäfte** § 1 I KWG (Einlagengeschäft, Kreditgeschäft, Diskontgeschäft, Garantiegeschäft, Depotgeschäft etc.) | § 32 I KWG | KWG-Erlaubnis | BaFin / Bundesbank |
| **Finanzdienstleistungen** § 1 Ia KWG (Anlagevermittlung, Anlageberatung, Finanzportfolioverwaltung, Drittstaateneinlagenvermittlung, etc.) | § 32 I KWG | KWG-Erlaubnis | BaFin |
| **Wertpapierdienstleistungen** § 2 II WpIG (Investmentaktiengesellschaft, Wertpapierinstitut) | § 15 WpIG | WpIG-Erlaubnis | BaFin |
| **Zahlungsdienste** § 1 ZAG (Geldtransfer, E-Geld, Zahlungsauslösedienst, Kontoinformationsdienst) | § 10 ZAG | ZAG-Erlaubnis | BaFin |
| **Investmentvermögen verwalten** § 1 I KAGB (OGAW, AIF) | § 17 KAGB | KAGB-Erlaubnis | BaFin |
| **Versicherungsgeschäfte** § 7 VAG | § 8 VAG | VAG-Erlaubnis | BaFin |
| **Crypto Asset Service Provider** MiCA (VO 2023/1114) seit 30.12.2024 | Art. 59 ff. MiCA | CASP-Zulassung | BaFin |

### 2. Erlaubnisvoraussetzungen (Grundmuster KWG / WpIG)

- **Anfangskapital** § 33 KWG bzw. § 17 WpIG (gestaffelt nach Geschäftsart; 730.000 / 150.000 Euro typisch).
- **Geschäftsleitende Personen** § 33 I 1 Nr. 2 KWG: Zuverlässigkeit + fachliche Eignung; mindestens zwei (Vier-Augen-Prinzip § 33 I 1 Nr. 5 KWG).
- **Inhaber bedeutender Beteiligungen** § 2c KWG: Zuverlässigkeit; Anzeigepflicht ab 10 % Stimmrechte.
- **Geschäftsorganisation** § 25a KWG: Risikomanagement, Compliance, IT, Auslagerungen.
- **Geschäftsplan** mit Tätigkeitsfeld, Strategie, Vorausschau.
- **Sicherungseinrichtungen** § 23a KWG / Einlagensicherung.

### 3. Bewilligungsverfahren BaFin

- **Antrag** schriftlich; umfangreiche Beilagen (Geschäftsplan, Lebensläufe, Compliance-Konzept).
- **Bearbeitungsdauer**: i.d.R. 6-12 Monate; **6-Monats-Frist** § 33 KWG / Art. 14 V CRR.
- **Vorab-Kontakt** mit BaFin sinnvoll (vor formellen Antrag).
- **EU-Pass** für Mitgliedstaaten: Notifikation; keine erneute Erlaubnis (§ 24a KWG, MiFID II, PSD2, etc.).

### 4. Laufende Aufsicht

- **Anzeigepflichten** §§ 24, 24a KWG: bedeutende Veränderungen.
- **Berichts- und Meldepflichten** §§ 25 ff. KWG (Eigenmittel, Liquidität, Großkredite, Marktrisiken).
- **MaRisk** (BaFin-Verlautbarung): Mindestanforderungen Risikomanagement.
- **BAIT / VAIT / ZAIT / KAIT**: bankaufsichtliche Anforderungen IT; ab 2025 ergänzt durch **DORA** (VO 2022/2554).
- **Inhaber-Aufsicht** § 2c KWG; **Inhaberkontrollverfahren** bei Aktienerwerb über Schwellen.

### 5. Sanktionen bei Erlaubnislosem Geschäft

- **Strafbar** § 54 KWG: bis 5 Jahre Freiheitsstrafe; § 63 ZAG; § 339 KAGB.
- **Verwaltungsmaßnahmen** § 37 KWG: Untersagung; Liquidation des Geschäfts.
- **BaFin-Bußgeld** §§ 56-60 KWG: bis 5 Mio. Euro / höhere Umsatzanteile.

## Praxisfallen

- **Crowdinvesting / Token-Emission**: oft Wertpapier-Prospektpflicht (VO 2017/1129) oder Vermögensanlage (VermAnlG); MiCA seit 30.12.2024 ergänzt für Kryptowerte.
- **Embedded Finance**: BaaS-Modelle (Banking as a Service) lösen Pflichten beim Diensteanbieter aus; Outsourcing nach § 25b KWG.
- **EWR-Pass**: nur für lizenzierte EU/EWR-Unternehmen; Drittstaaten brauchen separate Erlaubnis (§ 53 KWG für Zweigstelle).
- **MaComp** für Wertpapierdienstleister: BaFin-Mindestanforderungen Compliance.
- **BaFin-Auslegungs- und Anwendungshinweise** sind keine Rechtsnorm, aber faktische Bindung; Abweichung ist begründungspflichtig.
- **Sandbox / Regulatory Sandbox** existiert in DE nicht in dem Maße wie in UK; BaFin pflegt aber "no action letters" / Konsultationen.

## Plugin-Kontext
Dieses Fachmodul arbeitet den konkreten Schwerpunkt aus, prüft Aktenlage, Normen, Fristen, Belege und Gegenargumente und erzeugt einen unmittelbar nutzbaren nächsten Schritt.

## Output-Module
- Strukturierter Prüfvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei prüfbarem Link.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Kein Ersatz für eine vollstaendige Mandantenberatung.
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.

