# Risikoklassen Uebersicht Und Triage

> Für Risikoklassen-Übersicht und Triage — europäischer Technikregulierungsrahmen: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/risikoklassen-uebersicht-und-triage` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds add klotzkette/risikoklassen-uebersicht-und-triage`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/risikoklassen-uebersicht-und-triage/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/risikoklassen-uebersicht-und-triage

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# Risikoklassen-Übersicht und Triage — KI-VO

## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

## Vorfrage: Ist es ein KI-System?

Wenn das nicht sicher ist, zuerst:
- `liegt-ki-system-vor-art-3-nr-1`
- bei Grenzfällen `abgrenzung-konventionelle-software-vs-ki-system`

## Reihenfolge der Risikoprüfung

### 1. Verbotene Praktiken nach Art. 5

Nur kurz screenen. Wenn ein Treffer möglich ist, in `verbotene-praktiken-art-5` vertiefen. Der Nutzer hat den Schwerpunkt hier nicht gesetzt, aber Art. 5 darf nicht übersehen werden.

### 2. Hochrisiko nach Art. 6 Abs. 1

Prüfe, ob das KI-System Sicherheitsbauteil eines Produkts ist oder selbst ein Produkt, das unter Anhang-I-Sektorrecht fällt und einer Dritt-Konformitätsbewertung unterliegt.

Weiter: `hochrisiko-art-6-abs-1-sicherheitsbauteil`

### 3. Hochrisiko nach Art. 6 Abs. 2 i.V.m. Anhang III

Das ist der zentrale Praxisschritt.

Immer prüfen:
- konkrete Zweckbestimmung
- Betreiberzweck und tatsächlicher Organisationsgebrauch
- natürliche Personen oder kritische Infrastruktur betroffen?
- Entscheidungseinfluss: Zugang, Bewertung, Ranking, Priorisierung, Rechtsanwendung, Risiko, Leistung
- allgemeiner Chatbot/GPAI nur theoretisch nutzbar oder tatsächlich eingebettet?

Weiter: `hochrisiko-art-6-abs-2-anhang-iii`

### 4. Rückausnahme Art. 6 Abs. 3

Wenn Anhang III passt, nicht sofort stoppen. Prüfe eng:
- Profiling natürlicher Personen?
- erhebliches Risiko für Gesundheit, Sicherheit oder Grundrechte?
- eine der vier Fallgruppen?
- Dokumentation nach Art. 6 Abs. 4?

Weiter: `rueckausnahme-art-6-abs-3`

### 5. Begrenztes Risiko nach Art. 50

Prüfe insbesondere:
- Interaktion natürlicher Personen mit KI-System
- KI-generierte oder manipulierte Inhalte
- Deepfake-Kennzeichnung
- Emotionserkennung oder biometrische Kategorisierung, soweit nicht verboten/hochrisikorelevant

Weiter: `begrenztes-risiko-art-50-transparenzpflichten`

### 6. GPAI

Bei LLMs, Foundation Models, APIs und allgemeinen Chatbots:
- GPAI-Modell oder GPAI-System prüfen
- systemisches Risiko prüfen, falls Modellanbieter betroffen
- Hochrisiko nur bei konkreter Anhang-III-Zweckbestimmung

Weiter: `gpai-vorliegen-art-3-nr-63`

### 7. Minimales Risiko

Wenn keine der obigen Kategorien greift:
- KI-VO-Restpflichten prüfen, insbesondere Art. 4 KI-Kompetenz, interne Governance, Datenschutz, Berufsrecht, Urheberrecht, Produktsicherheit.
- Negativdiagnose dokumentieren.

Weiter: `nicht-hochrisiko-bestaetigt-end-to-end-roadmap`

## Chatbot-/GPAI-Leitsatz

Ein allgemeiner Chatbot ist nicht deshalb Hochrisiko, weil er technisch in Hochrisiko-Bereichen einsetzbar wäre. Entscheidend ist, ob Anbieter oder Betreiber ihn für einen Anhang-III-Zweck bestimmen, integrieren, erlauben, systematisch dulden oder durch fehlende Kontrollen naheliegenden Hochrisiko-Fehlgebrauch nicht beherrschen.

## Output-Template — Risikoklassen-Erstdiagnose

```text
RISIKOKLASSEN-ERSTDIAGNOSE KI-VO
Datum: [DATUM]
System: [NAME]

1. KI-System-Status
[Ja/Nein/Unklar] — [Begründung oder Verweis]

2. Zweck und Nutzung
[Anbieter-Zweck, Betreiber-Zweck, tatsächliche Nutzung, Off-label-Risiken]

3. Risiko-Screening
- Art. 5 Verbot: [Treffer/kein Treffer/unklar]
- Art. 6 Abs. 1: [Treffer/kein Treffer/unklar]
- Art. 6 Abs. 2/Anhang III: [Treffer/kein Treffer/unklar]
- Art. 6 Abs. 3 Rückausnahme: [prüfen/nicht einschlägig]
- Art. 50 begrenztes Risiko: [Treffer/kein Treffer/unklar]
- GPAI: [Modell/System/nein/unklar]

4. Vorläufiges Ergebnis
[verboten / Hochrisiko / nicht Hochrisiko wegen Rückausnahme / begrenztes Risiko / GPAI-Pflichten / minimales Risiko / offen]

5. Nächste Skills
[konkrete Skill-Reihenfolge]

6. Dokumentation
[Welche Tatsachen und Unterlagen fehlen? Welche Annahmen müssen belegt werden?]
```

## Quellen- und Aktualitätshinweis

Stand: 07/2026. Maßgeblich sind Art. 3, 5, 6, 50, 51 bis 55 und Anhang III KI-VO. Keine Rechtsberatung.

