# Stakeholder Zusammenfassung

> Für Mandantenzusammenfassung Vertragsrecht: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/stakeholder-zusammenfassung` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add klotzkette/stakeholder-zusammenfassung`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/stakeholder-zusammenfassung/raw
- Safety review: pending (external: skill-scanner PASS, skillspector PASS)
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Product & Planning
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/stakeholder-zusammenfassung

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# Mandantenzusammenfassung Vertragsrecht

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Eingaben

- Das fertige Prüfungsmemo (aus `/vertragsrecht:vertragsprüfung`)
- Optional: Empfänger (Geschäftsführung, Vorstand, Einkauf, Finance, IT)
- Optional: Kanal (E-Mail, Slack, Jour fixe)

## Rechtlicher Rahmen

### Grundlagen der rechtssicheren Kommunikation an Mandanten

Zusammenfassungen an Mandanten und interne Nicht-Juristen unterliegen
besonderen Sorgfaltsanforderungen — auch informelle Kurzfassungen erzeugen
Vertrauen beim Empfänger und können haftungsrechtliche Folgen haben, wenn
sie wesentliche Risiken weglassen.

- § 280 Abs. 1 BGB — Pflichtverletzung durch fehlerhafte Beratung;
 Schadensersatzpflicht des Anwalts bei falsch oder unvollständig
 kommunizierten Risiken
- § 675 BGB i.V.m. §§ 611 ff. BGB — Anwaltsvertrag als Dienstvertrag
 mit besonderer Sorgfaltspflicht; vollständige und zutreffende Aufklärung
 des Mandanten
- § 43a Abs. 2 BRAO — Mandatsgeheimnis; Weiterleitung von Zusammenfassungen
 außerhalb des Vertrauenskreises bedarf der Prüfung (Privilegkreis)
- §§ 164 ff. BGB — Vollmacht; eine Zusammenfassung, die impliziert, der
 Vertrag sei unterschriftsreif, kann als Beratungsleistung wirken, auf
 die sich der Mandant verlässt

### Sorgfaltspflicht bei Risikoangaben

 (Aufklärungspflicht bei Vertragsgestaltung; Hinweis auf AGB-Unwirksamkeit
 als Bestandteil ordnungsgemäßer Beratung)

### Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

## Ablauf

### Schritt 1 — Mandatskontext

Prüfe `## Mandatsarbeitsbereiche` im Kanzleiprofil. Wenn aktiviert und
kein aktives Mandat gesetzt: "Für welches Mandat ist diese Zusammenfassung?
(`/vertragsrecht:vertragsrecht-mandat-arbeitsbereich wechseln <kürzel>` oder `kanzleiebene`)."
Aktive `mandat.md` für mandatsspezifischen Kontext laden.

### Schritt 2 — Privilegkreis-Check

Vor der Ausgabe prüfen, wohin sie geht. Wenn der Nutzer einen Empfänger
oder Kanal genannt hat:

- Interne Rechtsabteilung / unter anwaltlicher Aufsicht → privilegiertes
 Arbeitsergebnis behalten
- Geschäftsführung, Vorstand, Einkauf (intern) → Arbeitergebnis-Kennzeichnung
 entfernen oder anpassen; kein Mandatsgeheimnis verletzt, aber Kennzeichnung
 täuscht über Privilegstatus
- Gegenseite, externe Berater, Lieferant → ROT; privilegierte Kennzeichnung
 entfernen; Mandant darauf hinweisen, dass die Weiterleitung den Privilegstatus
 dieser Kommunikation beeinflussen kann

Angebot: (a) privilegierte Version für interne Rechtsabteilung, (b) bereinigte
Version für Weitergabe, (c) beides.

### Schritt 3 — Empfänger bestimmen

Wenn nicht angegeben, fragen:

> Für wen ist diese Zusammenfassung? Das bestimmt, was wichtig ist und
> was wegfällt.

| Empfänger | Interessiert an | Interessiert nicht an |
|---|---|---|
| **Geschäftsführung / Vorstand** | Unterschriftsempfehlung, Hauptrisiken, Eskalationsbedarf | Paragraphen, Klauselstruktur |
| **Einkauf / Beschaffung** | Preis, Verlängerungsmechanik, Genehmigungsweg | Haftungsstruktur |
| **Budget-/Kostenstellenverantwortlicher** | Gesamtkosten, Verlängerungspreisrisiko, außerbilanzielle Verpflichtungen | Gerichtsstand |
| **IT / Datenschutz** | Datenspeicherung, Unterauftragnehmer, AVV, ISO/SOC-Zertifizierung | Alles andere |
| **Geschäftsführer als Sponsor** | Reputationsrisiko, Rechtssicherheit, Zeitplanung | Einzelheiten |

### Schritt 4 — Zusammenfassung erstellen

**Längen-Maximum: 200 Wörter (ohne Risikomatrix und Eskalationsstatus).**
Wer mehr schreibt, packt Details hinein, die der Empfänger nicht braucht —
dafür ist das Memo da.

**Struktur (in dieser Reihenfolge):**

1. **Ein Absatz** — Urteil und Vertragsinhalt in Geschäftssprache.
 Nicht "Dienstleistungsrahmenvertrag für die Bereitstellung
 cloudbasierter Analysedienste" — sondern "das ist der Vertrag für
 das Dashboard-Tool, das das Marketing-Team angefragt hat."

2. **Ein Absatz** — Der Haken, wenn es einen gibt. Was überrascht den
 Empfänger später, wenn es ihm jetzt keiner sagt? Beispiel: "Achtung:
 der Vertrag verlängert sich automatisch jährlich; Kündigung muss
 6 Wochen vorher erfolgen. Ich habe es im Fristen-Tracker eingetragen,
 aber Sie sollten das wissen." Bei sauberem Vertrag: "Kein besonderer
 Hinweis — alles entspricht Standard."

3. **2–3 Punkte Checkliste** — Was der Empfänger konkret tun muss
 (höchstens drei Punkte; wenn ein vierter nötig ist, sind die ersten
 drei nicht präzise genug).

4. **Eine Zeile Abschluss** — Wer genehmigt, bis wann.

### Schritt 5 — Risikomatrix (optional, für Eskalationsfälle)

Wenn das Prüfungsmemo ROTE Befunde enthält oder mehrere GELBE Positionen
gleichzeitig betroffen sind, optionale Risikomatrix erstellen:

| Klausel | Risiko | Wahrscheinlichkeit | Handlung |
|---|---|---|---|
| [Klausel] | [Risiko in Geschäftssprache] | Gering / Mittel / Hoch | [konkrete Handlung] |

Die Matrix ist vom 200-Wörter-Limit ausgenommen.

### Schritt 6 — Eskalationsstatus

Das Prüfungsmemo kann mehrere Genehmigungsadressaten benennen
(GC, CISO, CFO, Geschäftsführung). Vor der Zusammenfassung zählen:

1. Wie viele Eskalationsziele hat das Prüfungsmemo genannt?
2. Wie viele Eskalationsentwürfe liegen bereits vor?
3. Delta = noch nicht eingeleitet.

Kurzer Eskalationsblock in der Zusammenfassung (oberhalb der Checkliste):

```
Eskalationsstatus: [M] von [N] Eskalationspfaden eingeleitet.
Noch ausstehend:
- [Adressat] — [ein Satz zum Befund]
```

Wenn alle eingeleitet: `[N] von [N] Eskalationspfaden eingeleitet.`
Wenn das Prüfungsmemo keine Eskalationen vorsieht: Block weglassen.

## Beispiel

**Szenario:** SaaS-Vertrag für ein Marketing-Tool, Kunden-Seite,
zwei GELBE Befunde (automatische Verlängerung, Preisanpassungsklausel),
kein ROTER Befund. Empfänger: Geschäftsführerin.

```
VERTRAULICH — ANWALTLICHES ARBEITSERGEBNIS

**TechSoft GmbH SaaS-Lizenzvertrag** — UNTERSCHRIFTSREIF (mit Hinweis)

Das ist der Vertrag für die neue Marketing-Automatisierungsplattform,
die das Team seit Q3 testen möchte. Laufzeit 12 Monate, Jahresgebühr
24.000 €, Datenspeicherung ausschließlich in der EU.

Zwei Punkte, die Sie kennen sollten: Der Vertrag verlängert sich automatisch
um ein Jahr, wenn wir nicht 6 Wochen vorher kündigen — ich habe das im
Fristen-Tracker eingetragen. Außerdem darf TechSoft den Preis bei Verlängerung
um bis zu 5 % erhöhen; das muss in die Budgetplanung für nächstes Jahr.

Eskalationsstatus: kein Eskalationsbedarf nach Playbook-Prüfung.

**Was jetzt zu tun ist:**
- [ ] Verlängerungstermin im Kalender sichern (6 Wochen vor Ende = XX.XX.XXXX)
- [ ] Preisanpassung in Budgetplanung aufnehmen (+max. 5 % ab 2. Jahr)

**Genehmigung:** Unterschrift durch Prokuristin; keine GC-Freigabe erforderlich.
```

## Risiken und typische Fehler

- **Fristen-Tracker-Eintragung behaupten ohne Prüfung.** Nur dann schreiben
 "im Fristen-Tracker eingetragen", wenn `/vertragsrecht:vertragsverlängerungs-monitor`
 tatsächlich für diesen Vertrag ausgeführt wurde. Andernfalls:
 "noch nicht eingetragen — bitte als Handlungspunkt aufnehmen."
- **Klauseln trunkieren.** Bedingte Klauseln vollständig paraphrasieren —
 nie verkürzte Version, die die Bedingung weglässt.
- **Privilegkreis ignorieren.** Bei Weiterleitung außerhalb der
 Rechtsabteilung Kennzeichnung anpassen; darauf hinweisen, dass die
 Weiterleitung vertraulicher Rechtsberatung an Dritte den Schutz
 dieser Kommunikation beeinflusst.
- **Eskalationsadressen weglassen.** Auch wenn der Empfänger die Namen
 nicht kennt, muss der Eskalationsstatus intern vollständig sein.
 Die Zusammenfassung signalisiert dem Anwalt, ob alle Eskalationspfade
 beschritten wurden.
- **"Kein Risiko" bei sauberem Vertrag nicht sagen.** Stattdessen:
 "Kein besonderer Hinweis — der Vertrag entspricht unserem Standard
 und ist unterzeichnungsreif."

## Quellenpflicht

Wenn die Zusammenfassung auf ein spezifisches Risiko hinweist (z. B.
DSGVO-Pflicht, Haftungsobergrenze), muss das zugrundeliegende Prüfungsmemo
die folgenden Quellen enthalten (nicht die Zusammenfassung selbst — die
ist für Nicht-Juristen):
- Gesetzesnorm (z. B. Art. 28 DSGVO, § 309 Nr. 7 BGB)
- BGH-Entscheidung in korrekter Zitierweise
- Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert.
 Literaturfundstellen nicht beispielhaft erfinden; bei Bedarf Platzhalter "vom Nutzer bereitgestellte/lizenziert live geprüfte Quelle" verwenden.

Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

