# Stb Bwa Erlaeuterungstext Mandant

> Für Erläuterungstext zur BWA für den Mandanten: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Schnittstellenkarte mit Zuständigkeits- und Nachweisfragen.

- Skill: `klotzkette/stb-bwa-erlaeuterungstext-mandant` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add klotzkette/stb-bwa-erlaeuterungstext-mandant`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/stb-bwa-erlaeuterungstext-mandant/raw
- Safety review: pending (external: skill-scanner PASS, skillspector PASS)
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/stb-bwa-erlaeuterungstext-mandant

---


# Erlaeuterungstext zur BWA fuer den Mandanten

## Kernsachverhalt

Die BWA ohne Erlaeuterung ist ein Zahlenfriedhof. Der Mandant — meist kein Bilanzbuchhalter — liest sie nicht oder falsch. Erst der Erlaeuterungstext macht aus Tabellen Steuerungsinformation. Der Steuerberater liefert auf 1-2 Seiten die wesentlichen Aussagen: Was ist passiert, welche Abweichungen sind erklaerungsbeduerftig, welche Handlungsempfehlungen ergeben sich? Ein guter Erlaeuterungstext erhoeht die Mandantenbindung und schuetzt vor Krisenuebersehen.

## Kaltstart-Rueckfragen

1. Welcher Mandantentyp — Solo-Unternehmer, Familien-GmbH, Mittelstand mit eigener Buchhaltung?
2. Wie tief soll der Text gehen — kurze Zusammenfassung (1/2 Seite) oder ausfuehrliche Analyse (2 Seiten)?
3. Welche Abweichungen sind wesentlich (Schwellenwert absolut/prozentual)?
4. Welche Sondereffekte muessen erklaert werden (Sonderzahlung, Sonderabschreibung, Einmalumsatz)?
5. Liegen Krisensignale vor (Eigenkapital negativ, SV-Rueckstaende, Umsatzeinbruch)?
6. Welche Empfehlungen sind angebracht (Investition, Personalkosten, Lieferanten)?
7. Adressat — GF (operativer Fokus), Aufsichtsrat (strategisch), Bank (Schuldendienst)?
8. Welcher Stil — kurz und sachlich, ausfuehrlich erklaerend, mit Grafiken?

## Rechtlicher Rahmen

### Primaernormen

**§ 33 StBerG** — Aufgabenkreis des StB; Erlaeuterung ist Bestandteil der Hilfeleistung in Steuersachen.

**§ 57 Abs. 1 StBerG** — Gewissenhaftigkeit; auch in der Mandantenkommunikation.

Paragraf 102 StaRUG: Krisensignale aus der BWA nur dann als gesetzlichen Hinweis behandeln, wenn daneben ein Jahresabschlussauftrag besteht und Offenkundigkeit sowie vermutete Unkenntnis des Mandanten belegt sind.

**§ 5 RDG** — Abgrenzung Rechts- vs. Wirtschaftsberatung; rein wirtschaftliche Erlaeuterung ist StB-Aufgabe.

### Standards

- IDW PS 480 (Erstellungsgrundsaetze).
- DStV-Praxisleitfaden Mandantenkommunikation.
- Berufsregeln BStBK § 13 Berufspflichten.

## Workflow

### Phase 1 — Schwellenwerte definieren

| Mandantengroesse | Absolute Schwelle | Prozentuale Schwelle |
|---|---|---|
| Kleinunternehmer < 500.000 EUR Umsatz | ab 500 EUR Abweichung | ab 10 Prozent |
| KMU 500.000-5 Mio EUR Umsatz | ab 2.000 EUR | ab 5 Prozent |
| Mittelstand 5-50 Mio EUR | ab 10.000 EUR | ab 3 Prozent |
| Grosser Mittelstand > 50 Mio EUR | ab 50.000 EUR | ab 2 Prozent |

### Phase 2 — Erlaeuterungs-Struktur

```
ERLAEUTERUNGEN ZUR BWA
Mandant: [Firma] GmbH
Zeitraum: [Monat / Quartal / kumuliert]
Stichtag: [Datum]

1. ZUSAMMENFASSUNG (3 Saetze)
[Wie war der Monat insgesamt? Auf einen Blick.]

2. UMSATZ UND ERTRAGSLAGE
[Umsatzentwicklung, Margenentwicklung, Sondereffekte.]

3. KOSTENSTRUKTUR
[Material- und Personalkostenquote, sonstige Aufwendungen.]

4. WESENTLICHE ABWEICHUNGEN
[Positionen ueber Schwellenwert, mit vermuteten Ursachen.]

5. RISIKEN / HINWEISE
[Liquiditaet, OPOS, Steuer- oder SV-Rueckstaende, Krisensignale.]

6. EMPFEHLUNGEN
[Konkrete Massnahmen oder Klaerungsbedarf.]

7. AUSBLICK
[Erwartung Jahresende oder naechstes Quartal.]
```

### Phase 3 — Sondereffekte erlaeutern

- Einmaleffekte (Anlagenverkauf, Versicherungsleistung): Hinweis auf "ohne Sondereffekt waere das Ergebnis ...".
- Sonderabschreibungen (§ 7b, § 7g EStG): kurz erklaeren, dass es sich um steuerliche Foerderung handelt.
- Sonderzahlungen Personal (Tantieme, Weihnachtsgeld): Hinweis auf Periodicitaet.

### Phase 4 — Risiko- und Hinweis-Block

- Bei OPOS-Listen mit ueberfaelligen Forderungen > 60 Tage: Hinweis auf Forderungsausfall-Risiko.
- Bei Steuerrueckstaenden: Hinweis auf Saeumniszuschlaege § 240 AO und ggf. Stundung § 222 AO.
- Bei SV-Rueckstaenden: dringender Hinweis (§ 266a StGB-Risiko fuer GF).
- Bei Eigenkapitalerosion: Verweis auf Pruefung § 19 InsO und stb-bwa-sus-bilanz-pruefung.

### Phase 5 — Empfehlungen formulieren

- Konkret und umsetzbar: "Bitte pruefen Sie Mahnungen fuer OP > 60 Tage" statt "OP-Management verbessern".
- Bei wesentlichen Massnahmen: Termin zur Besprechung anbieten.
- Keine Rechtsberatung (§ 5 RDG); bei Rechtsfragen Verweis auf Anwalt.

### Phase 6 — Freigabe und Versand

- 4-Augen-Prinzip: Sachbearbeiter schreibt, Berufstraeger gibt frei.
- Versand zusammen mit der BWA als PDF im verschluesselten Mandantenportal.

## Output

- Erlaeuterungstext 1-2 Seiten DIN A4 als PDF.
- Beigeheftet zur BWA.
- Mandantenakte mit Versanddatum dokumentiert.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Strategie und Praxis-Tipps

- Erlaeuterungstexte standardisieren: Bausteinbibliothek pflegen, individualisieren je Mandant.
- Erlaeuterungstexte sind Haftungsschutz — bei spaeterem Streit kann der StB nachweisen, dass er hingewiesen hat.
- Nicht ausufernd: Mandant liest 2 Seiten, nicht 10. Was nicht in 2 Seiten passt, gehoert ins Quartalsgespraech.
- Wiederkehrende Posten in den Folgemonaten nur kurz erwaehnen, neuartige Effekte ausfuehrlich.
- StBVV: Erlaeuterungstext als Teil der BWA-Erstellung pauschalisiert; bei Sondererlaeuterung Zeithonorar.

## Querverweise

- `stb-bwa-aufbau-grundlagen` — BWA-Grundlagen.
- `stb-bwa-mandantengespraech-uebergabe` — Quartalsgespraech.
- `stb-bwa-zeitlicher-vergleich-jahresvergleich` — Abweichungsanalyse.
- `stb-bwa-sus-bilanz-pruefung` — Krisensignale.
- `stb-warnschreiben-krisensignale` — formelles Warnschreiben.

## Quellen und Updates

Stand: 05/2026.

- StBerG §§ 33, 57.
- StaRUG § 102.
- RDG § 5.
- AO §§ 222, 240.
- StGB § 266a.
- IDW PS 480.


## Qualitäts-Hardening

- Arbeite aktennah: Tatsachen, Belege, Fristen, Zuständigkeit und gewünschtes Arbeitsprodukt zuerst klären.
- Keine Rechtsprechung aus Modellwissen zitieren. Jede Entscheidung vor Ausgabe mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei oder amtlich prüfbarer Quelle absichern.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer sie bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitsschritt dokumentiert ist.
- Wenn eine Quelle, Randnummer, Behördenpraxis oder Frist nicht sicher geprüft ist, sichtbar als Prüfpunkt markieren und keine Scheinpräzision erzeugen.
- Ergebnisse so liefern, dass sie sofort weiterverwendbar sind: Kurzbild, Prüfpfad, Risikoampel, Lückenliste und konkrete nächste Schritte.

