# Vg Wort Meldung Beteiligung Und Ausschuettung

> Für Verl-017 · VG Wort: Meldung, Beteiligung und Ausschüttung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

- Skill: `klotzkette/vg-wort-meldung-beteiligung-und-ausschuettung` (Agent Skill)
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- Category: Coding & Dev Tools
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-08
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/vg-wort-meldung-beteiligung-und-ausschuettung

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# Verl-017 · VG Wort: Meldung, Beteiligung und Ausschüttung

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Zweck dieses Skills

Die **VG Wort** (Verwertungsgesellschaft Wort) nimmt Vergütungsansprüche für Urheber von Sprachwerken wahr, die durch Gesetz entstehen (z.B. Kopiergeräte-Vergütung nach § 54 UrhG, Bibliothekstantieme nach § 27 UrhG). Kläre, wer der VG Wort beitreten kann, welche Werke gemeldet werden müssen, wie Ausschüttungen berechnet werden und welche Rolle Verlage dabei spielen.

## Rechtsgrundlagen

| Norm | Inhalt | Quelle |
|------|--------|-------|
| UrhG § 27 | Bibliothekstantieme: Vergütung für Verleih | https://dejure.org/gesetze/UrhG/27.html |
| UrhG §§ 54–54h | Geräte- und Speichermedienvergütung (Kopiervergütung) | https://dejure.org/gesetze/UrhG/54.html |
| VGG § 1 | Aufgaben der Verwertungsgesellschaft | https://www.gesetze-im-internet.de/vgg/__1.html |
| VGG § 27 | Wahrnehmungsvertrag: Rechte und Pflichten | https://www.gesetze-im-internet.de/vgg/__27.html |
| VGG § 28 | Tarifaufstellung der VG Wort | https://www.gesetze-im-internet.de/vgg/__28.html |
| VGG §§ 26 ff. | Verteilung der Einnahmen | https://www.gesetze-im-internet.de/vgg/ |
| BGH „Verlegeranteil" | Verleger können keine eigenen Vergütungsansprüche bei VG Wort geltend machen | https://www.bgh.de |

## Struktur der VG Wort

### Mitglieder
- **Berechtigte**: Urheber von Sprachwerken (Autoren, Journalisten, Übersetzer, Wissenschaftler) und **Verleger**.
- **Mitgliedschaft**: Erfordert Wahrnehmungsvertrag mit VG Wort.
- Wichtige Einschränkung (BGH, I ZR 198/13 „Verlegeranteil"): Verlage sind keine Urheber; sie dürfen bei VG Wort keine Tantiemen auf Kosten der Autoren beanspruchen, die auf Urheberrechten basieren. Verlegeranteil im Verteilungsplan wurde 2016 nach BGH-Urteil reformiert.

### Reformierter Verteilungsplan nach 2016
- Nach BGH-Urteil 2016: VG Wort hat Verteilungsplan geändert; Verlage erhalten nur noch Anteil aus Rechten, die Autoren ihnen ausdrücklich übertragen haben.
- Verlag-Beteiligung: Autor kann in Wahrnehmungsvertrag oder Verlagsvertrag Verlag an VG-Wort-Erlösen beteiligen (Abtretungsklausel).

## Werkmeldung

### Meldepflichten des Autors
- Autoren müssen ihre Werke aktiv bei VG Wort **melden**, um an der Ausschüttung zu partizipieren.
- Meldeportal: METIS (Meldung für wissenschaftliche Texte), Belletristik-Portal, Onlineportal T.O.M.
- Meldefrist: Jährlich; Werke müssen bis zum 31. Januar des Folgejahres für das Vorjahr gemeldet sein.

### Was kann gemeldet werden?
- **Bücher**: Sprachwerke mit ISBN; gedruckte und digitale Ausgaben.
- **Zeitschriften- und Zeitungsbeiträge**: Einzelne Artikel mit Angabe der Publikation.
- **Online-Texte** (METIS): Seit 2007 können Online-Texte ab 1.800 Zeichen gemeldet werden.
- **Wissenschaftliche Texte**: Hochschulschriften, Fachaufsätze.

### Mindeststärke
- Bücher: Mindestumfang 4 Normseiten (ca. 5.600 Zeichen).
- Periodika-Beiträge: Mindestlänge 1.800 Zeichen.

## Ausschüttung

### Arten der Ausschüttungen
1. **Bücher / Buchkapitel**: Anteil an Kopiergeräte-Vergütung (§§ 54 ff. UrhG), Bibliothekstantieme (§ 27 UrhG).
2. **Presse**: Zeitungs- und Zeitschriftenartikel aus Presseverlagen.
3. **Wissenschaft**: Sonderausschüttungen für wissenschaftliche Autoren (METIS-Auswertung).
4. **Online-Texte**: METIS-basierte Erfassung von Zugriffen auf Online-Texte.

### Ausschüttungskalender
- Bücher: Jährliche Hauptausschüttung; i.d.R. im Frühjahr.
- Presse: Vierteljährliche oder halbjährliche Ausschüttung.
- Nachschüttung: Falls nach der Hauptausschüttung noch Mittel verbleiben.

### Berechnung
- Verteilungsplan der VG Wort legt Punktewerte für verschiedene Werkarten fest.
- Buch mit hoher Auflage erhält mehr Punkte als Nischentitel.
- Punkte × Punktewert (€/Punkt aus Gesamteinnahmen) = Ausschüttung.

## Verlegeranteil und Vertragsbeteiligung

### Rechtslage nach 2016
- Verlag kann VG-Wort-Erlöse nur dann beanspruchen, wenn Autor ihm ausdrücklich seine VG-Wort-Ansprüche abgetreten oder zur Wahrnehmung übertragen hat.
- Klausel im Verlagsvertrag: „Der Autor überträgt dem Verlag die Hälfte seiner Ansprüche gegenüber der VG Wort."
- Ohne solche Klausel: Verlag erhält nichts von der VG Wort.

### Empfehlung
- Neue Verlagsverträge: Explizite Regelung der VG-Wort-Beteiligung (Anteil, Abrechnungsmodalität).
- Altverträge: Prüfen, ob eine Beteiligungsklausel vorhanden und nach 2016-Rechtslage noch wirksam ist.

## METIS — Online-Text-Meldung

- METIS (Meldung elektronischer Texte) erfasst Abrufe von Online-Texten durch Bibliotheken und Hochschulen.
- Autoren melden Online-Texte inklusive URL.
- VG Wort prüft Abrufzahlen; Ausschüttung je nach Zugriffszahl.
- Wichtig: URL muss stabil und dauerhaft sein; Texte hinter Paywalls sind meldbar.

## Typische Fallen

- **Meldefrist versäumt**: Jahresfrist bis 31. Januar; nicht rückwirkend nachholbar.
- **Verlegeranteil-Klausel fehlt**: Alter Verlagsvertrag ohne explizite Abtretungsklausel → Verlag erhält nach 2016 nichts.
- **Doppelmeldung**: Autor meldet für Kapitel im Sammelwerk; Herausgeber meldet das Gesamtwerk → VG Wort-Richtlinie regelt Abgrenzung; Abstimmung notwendig.
- **Falsche Angaben**: Auflagenzahl oder Seitenumfang falsch → Korrektur über METIS möglich.
- **Online-Text-URL veraltet**: METIS-Meldung mit alter URL → keine Zugriffe zählbar.

## Checkliste VG Wort

- [ ] Wahrnehmungsvertrag mit VG Wort abgeschlossen (Autor)
- [ ] Alle Bücher, Artikel, Online-Texte des Vorjahres bis 31. Januar gemeldet
- [ ] Verlagsvertrag: Verleger-Beteiligungsklausel vorhanden und rechtswirksam (post-2016)
- [ ] METIS-Meldungen: URLs geprüft und aktuell
- [ ] Ausschüttungsbelege für Buchhaltung gespeichert
- [ ] Sammelwerk: Abgrenzung Autor-Kapitel / Herausgeber-Gesamtwerk koordiniert

## Quellenreferenzen

- VGG: https://www.gesetze-im-internet.de/vgg/
- UrhG §§ 54–54h: https://dejure.org/gesetze/UrhG/54.html
- VG Wort, Verteilungsplan: https://www.vgwort.de/verguetungen/verteilungsplan.html
- BGH „Verlegeranteil" I ZR 198/13: https://www.bgh.de
- VG Wort METIS: https://tom.vgwort.de

## Output-Formate

- **Meldeliste**: Alle Werke mit Meldefristen und -status
- **Ausschüttungsprognose**: Grobe Berechnung auf Basis von Auflage und Werkart
- **Verleger-Beteiligungscheck**: Vertragsklausel vorhanden / fehlt / reformbedürftig
- **METIS-Melde-Entwurf**: Strukturiertes Formular für Online-Texte
- **Jahresabschluss-Auswertung**: Tatsächliche Ausschüttungen vs. Erwartungen

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->


