# Workflow Kaltstart Und Routing

> Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fortbestehensprognose.

- Skill: `klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-31` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-31`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-31/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Productivity
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-21
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-31

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# Kaltstart und Routing

## Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.

## Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:

1. Wer fragt in welcher Rolle?
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?

## Arbeitsworkflow
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.

## Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.

## Routing-Weichen Fortbestehensprognose
- **Anlass?**
  - Überschuldungsprüfung § 19 InsO: Fortbestehensprognose ist Tatbestandsmerkmal (zweistufige Prüfung — rechnerische Überschuldung plus negative Fortbestehensprognose). **Prognosezeitraum 12 Monate** (§ 19 Abs. 2 S. 1 InsO seit SanInsFoG 2021).
  - Drohende Zahlungsunfähigkeit § 18 InsO: **Prognosezeitraum 24 Monate** — Eintrittstor für StaRUG.
  - Going-Concern-Prämisse im Jahresabschluss (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB): nimmt Fortführung des Unternehmens an, wenn keine tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen.
  - IDW EPS 11 (Beurteilung Insolvenzgründe) und IDW S6 (Sanierungskonzept): definieren Methodik.
- **Mandantenrolle?**
  - Geschäftsführer/Vorstand prüft eigenes Haftungsrisiko § 15a InsO (Antragspflicht) und § 15b InsO (Zahlungsverbot).
  - Steuerberater/Wirtschaftsprüfer: Auftrag zur eigenständigen Prognose oder Plausibilisierung.
  - Sanierungsberater: integrierte Fortbestehensprognose im IDW S6-Konzept.
  - Insolvenzverwalter: nachträgliche Prüfung im Verfahren oder im Haftungsprozess.
- **Datenlage?**
  - Vorhanden: integrierte Unternehmensplanung (GuV, Bilanz, Liquidität, 3 Jahre) — dann Plausibilisierung.
  - Nicht vorhanden: ggf. 13-Wochen-Liquidität als Notbehelf, danach zwingend integrierte Planung erstellen.

## Eilige Trigger
- Zahlungsunfähigkeit ist eingetreten (§ 17 InsO) → keine Fortbestehensprognose mehr nötig, Antragspflicht greift unmittelbar.
- Geschäftsführer ist sich unsicher → Schriftliches Gutachten oder Bescheinigung beauftragen, datieren, archivieren (Haftungsabschirmung).

