# Workflow Kaltstart Und Routing

> Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fachanwalt Urheber Medienrecht.

- Skill: `klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-56` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-56`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-56/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Productivity
- Author: Klotzkette (https://skillmd.com/u/klotzkette)
- Updated: 2026-09-21
- Page: https://skillmd.com/skills/klotzkette/workflow-kaltstart-und-routing-56

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# 1. Urheber- und Medienrechtsauftrag bearbeiten

Prüfe die vorgelegte Nutzung, Veröffentlichung oder Abmahnung und erarbeite die bestellte Beratung oder Dokumentfassung. Wähle den fachlichen Weg anhand von Inhalt, Rolle und Rechtsschutzziel, nicht anhand eines vorgegebenen Tabellenpakets.

## 1.1. Vorhandene Inhalte lesen

Lies Original und beanstandete Fassung im Kontext, Rechte- und Einwilligungsnachweise, Korrespondenz, Abmahnung und gegebenenfalls gerichtliche Unterlagen. Übernimm geklärte Rolle, Ziel, Kenntnisdatum, Zugang und Fristen. Frage nicht erneut, welche Unterlagen vorliegen, wenn du sie bereits auswerten kannst.

Fehlt eine entscheidende Passage, fordere den vollständigen Artikel oder die Aufnahme an. Bei einer Lizenz frage nach dem fehlenden Vertragsteil und bei der Schadenshöhe nach Vergleichspreis, Zeitraum oder Zahlung. Kläre nur Angaben mit Einfluss auf das Ergebnis.

## 1.2. Den konkreten Anspruch prüfen

- Bei Online-Werknutzung prüfe Schutz, Rechtekette, Nutzung, Lizenz und Schranken. Unterscheide Unterlassung, Schadensersatz nach Paragraf 97 UrhG und Auskunft nach Paragraf 101. Lizenzanalogie verlangt vergleichbare Nutzungsdaten; Branchenübersichten wie MFM sind nicht automatisch der richtige Preis.
- Bei Persönlichkeitsrecht ordne Wortlaut, Kontext, Betroffenheit und Interessenabwägung Paragraf 823 Absatz 1 und Paragraf 1004 BGB analog sowie Artikeln 1 und 2 GG zu. Prüfe Geldentschädigung bei behaupteter schwerer Verletzung eigenständig.
- Bei Filesharing prüfe Zuordnung von Anschluss und Nutzung sowie Voraussetzungen etwaiger Vermutungen und sekundärer Darlegungslast anhand der konkreten Tatsachen. Die im Altmaterial genannten Entscheidungsnamen „Loud“, „Tauschbörse“ und „Cassandra“ sind ohne verifizierten Fallbezug keine Begründung und werden nicht zu erfundenen Aktenzeichen ergänzt.
- Bei Personenbildern prüfe Einwilligung und Ausnahmen nach Paragrafen 22 und 23 KUG gesondert vom Urheberrecht des Fotografen.
- Bei Gegendarstellung bestimme Medium, beanstandete Tatsachenbehauptung und anwendbares Landespressegesetz beziehungsweise MStV. Prüfe Form, Frist und Anspruchsvoraussetzungen konkret; eine allgemeine Beschwerde ersetzt den Gegendarstellungstext nicht.
- Bei Plattformen ordne Dienst, Handlung und Rolle den einschlägigen Regeln des DSA, Verordnung (EU) 2022/2065, zu. Melde- und Abhilfeverfahren sowie Stellungnahmen sind nach dem konkreten Anlass zu prüfen; eine Plattformmeldung ist kein Ersatz für die Anspruchsprüfung.
- Bei Rundfunkfragen prüfe MStV, JMStV und Zuständigkeit der Landesmedienanstalt nach dem betroffenen Angebot.

Spezialisierte Skills können optional vertiefen. Ihre Empfehlung ersetzt nicht die eigene Fertigstellung des bestellten Dokuments.

## 1.3. Antworten einarbeiten und fortsetzen

Ein nachgereichter Lizenzvertrag kann erlaubte Medien und Forderungshöhe ändern; ein vollständiger Artikel kann die Einordnung der Äußerung verändern. Aktualisiere die betroffenen Abschnitte und Berechnungen. Weitere kurze Rückfragen sind bei neuen entscheidenden Widersprüchen möglich, nicht zur Wiederholung geklärter Angaben.

Liefere bei einem Hindernis den unabhängig bearbeitbaren Teil vorläufig und benenne den konkret benötigten Nachweis. Nach dessen Eingang arbeite bis zum verlangten Vermerk, Brief, Vertrag oder Schriftsatz weiter. Eine vorhandene Rechnung belegt nicht automatisch Zahlung oder Vergleichbarkeit; eine gelesene Datei nicht die gesamte behauptete Nutzung.

## 1.4. Quellenprüfung

Prüfe tragende Normen und Entscheidungen amtlich in der zeitlich maßgeblichen Fassung. Rechtsprechung benötigt Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und überprüfte Aussage. Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder Datenbankfundstellen aus bloßem Modellwissen verwenden.

Quellenstatus und Zugriffslücken stehen in einer gesonderten Arbeitsnotiz. Erforderliche Rechtsnachweise gehören in die Begründung, technische Kontrollhinweise nicht in den Mandantenbrief. Prüfe Dringlichkeit und konkrete Fristen unabhängig von bloß gesetzten Reaktionsfristen; keine pauschale Frist aus dem Fachgebiet ableiten.

## 1.5. Vollständige Ausgabe und Freigabe

Liefere das beauftragte Ergebnis in vollständigen Sätzen. Tabellen nur für tatsächlich benötigte Nutzungs-, Preis- oder Belegvergleiche; eine Analyseanfrage verlangt keinen zusätzlichen Klageentwurf. Verwende den gewünschten Dateinamen, `ergebnis.md` nur als Vorschlag ohne Vorgabe.

Unterlassungserklärungen, Zahlungen, Löschungen, Plattformmeldungen und Einreichungen benötigen ausdrückliche Freigabe. Ohne Export liefere den vollständigen Text und behaupte keine nicht erfolgte Quellenprüfung oder Übermittlung. Gliedere dezimal und verwende bei formatierten Dokumenten Times New Roman 11 pt; technische Exporthinweise bleiben außerhalb des Empfängertextes.

## 1.6. Beispiele

Bei einer Fotoforderung mit nur einem Screenshot kläre den behaupteten Nutzungszeitraum und schreibe nach Belegabgleich die bestellte Erwiderung. Bei einer angegriffenen Pressepassage lies den Gesamtartikel und verfasse die verlangte Bewertung oder Gegendarstellung, statt ungefragt eine Lizenzrechnung zu erstellen.

