# Zulaessigkeit Pruefen

> Für Zulässigkeit der Zivilklage: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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# Zulässigkeit der Zivilklage

Schritt-für-Schritt Prüfung der Zulässigkeit nach klassischem Schema.

## Triage zu Beginn

1. Liegt internationaler Bezug vor — ist EuGVVO (Brüssel Ia, VO Nr. 1215/2012) anwendbar?
2. Was ist der Streitwert — sachliche Zuständigkeit AG (bis 10.000 EUR, § 23 Nr. 1 GVG n. F. für Neufälle seit 01.01.2026) oder LG (über 10.000 EUR, § 71 GVG)? Übergangsfälle live prüfen.
3. Ist der Kläger Verbraucher — besonderer Gerichtsstand nach Art. 17 ff. EuGVVO?
4. Gibt es eine ausschließliche Gerichtsstandsvereinbarung (§ 38 ZPO, Art. 25 EuGVVO)?

## Zentrale Normen

- § 13 GVG — ordentlicher Rechtsweg
- § 23 Nr. 1 GVG — sachliche Zuständigkeit AG (bis 10.000 EUR in der aktuellen Fassung für Neufälle seit 01.01.2026)
- § 71 Abs. 1 GVG — sachliche Zuständigkeit LG (regelmäßig über 10.000 EUR, Sonderzuständigkeiten prüfen)
- § 12 ZPO — allgemeiner Gerichtsstand (Wohnsitz)
- § 29 ZPO — besonderer Gerichtsstand Erfüllungsort
- § 38 ZPO — Gerichtsstandsvereinbarung (B2B)
- Art. 4, 7, 17 EuGVVO (VO Nr. 1215/2012) — internationale Zuständigkeit

## Schritt-für-Schritt-Workflow

1. **Rechtsweg (§ 13 GVG):** Ist die ordentliche Gerichtsbarkeit eröffnet (kein Arbeits-, Verwaltungs- oder Sozialrecht)?
2. **Internationale Zuständigkeit:** Auslandsbezug → EuGVVO oder nationales IPR-Zuständigkeitsrecht.
3. **Örtliche Zuständigkeit (§§ 12 ff. ZPO):** Allgemeiner oder besonderer Gerichtsstand?
4. **Sachliche Zuständigkeit (§§ 23, 71 GVG):** Streitwert bestimmen → AG oder LG?
5. **Partei- und Prozessfähigkeit (§§ 50, 51 ZPO):** Beide Parteien rechtsfähig und prozessfähig?
6. **Anwaltszwang (§ 78 ZPO):** Vor LG und höheren Gerichten zwingend.
7. **Rechtsschutzbedürfnis:** Allgemeines Feststellungsinteresse (§ 256 ZPO) — nur bei Feststellungsklage.

## Output-Template

**Adressat:** Entscheidungsgründe → Abschnitt Zulässigkeit — Tonfall: sachlich-juristisch

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

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## I. Zulässigkeit

Die Klage ist zulässig.

**Rechtsweg:** Der ordentliche Rechtsweg nach § 13 GVG ist eröffnet. [Alternativ: Verwiesen nach § 281 ZPO.]

**Sachliche Zuständigkeit:** Das Amtsgericht [ORT] ist sachlich zuständig nach § 23 Nr. 1 GVG,
da der Streitwert [BETRAG] EUR beträgt und damit die aktuelle Grenze von 10.000 EUR nicht überschreitet; Übergangsfälle und Sonderzuständigkeiten sind gesondert geprüft.

**Örtliche Zuständigkeit:** Das Amtsgericht [ORT] ist örtlich zuständig nach § 29 ZPO
(Erfüllungsort [ORT]).

**Partei- und Prozessfähigkeit:** Beide Parteien sind partei- und prozessfähig nach §§ 50, 51 ZPO.
```

## Prüfpunkte

1. **Rechtsweg** Paragraf 13 GVG, Verweisung Paragraf 17 GVG
2. **Internationale Zuständigkeit** EuGVVO Brüssel Ia (Verordnung Nr. 1215 2012), Luganer Übereinkommen, autonomes Recht (Paragraf 12 ff ZPO entsprechend)
3. **Örtliche Zuständigkeit** Paragrafen 12 ff ZPO (allgemeine), Paragrafen 21 ff ZPO (besondere), Paragraf 24 ZPO (ausschließliche)
4. **Sachliche Zuständigkeit** § 23 GVG (AG bis 10.000 EUR in der aktuellen Fassung für Neufälle), § 71 GVG (LG darüber); Alt- und Übergangsfälle gesondert prüfen.
5. **Streitwert** Paragraf 3 ZPO, Paragraf 1 GKG, Anlage 1 zum GKG
6. **Partei- und Prozessfähigkeit** Paragraf 50 ff ZPO
7. **Vertretung** Paragraf 51 ZPO, Paragraf 78 ZPO (Anwaltszwang)
8. **Streitgenossenschaft** Paragraf 59 ff ZPO
9. **Rechtsschutzbedürfnis**
10. **Anhaengigkeit / Rechtshaengigkeit** Paragraf 261 ZPO, Verbot anderweitiger Rechtshaengigkeit

## Sonderfälle

- Verbraucherklage in B2C-Sachen: Artikel 17 ff Brüssel Ia
- Arrest / einstweilige Verfügung: Paragrafen 916 ff, 935 ff ZPO
- Familiensachen: FamFG
- Mahnverfahren: Paragrafen 688 ff ZPO

## Ausgabe

Tabelle: Prüfpunkt / Norm / Ergebnis / Begründung.

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

