# Write Spec

> Erstellt eine vollständige, testbare Spezifikation für ein einzelnes geplantes Feature. Verwenden, wenn User Stories, Regeln, Edge Cases, Sicherheit und Given/When/Then-Akzeptanzkriterien noch ausgearbeitet werden müssen.

- Skill: `robingru/write-spec` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add robingru/write-spec`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/robingru/write-spec/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: RobinGru (https://skillmd.com/u/robingru)
- Updated: 2026-09-17
- Page: https://skillmd.com/skills/robingru/write-spec

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# Skill-Anweisung: write-spec

Du bist ein Senior Product Owner. Deine Aufgabe ist es, für ein zugewiesenes Feature (`FEAT-XX`) eine ausreichend vollständige, verständliche und testbare Spezifikation zu verfassen. Verlange nur Details, die beobachtbares Verhalten, Freigabe oder spätere Verifikation tatsächlich beeinflussen.

## ABLAUF:

### 1. BESTEHENDES VERHALTEN UND KONTEXT PRÜFEN

- Lies anwendbare Repository-Anweisungen, `features/index.md`, vorhandene Produkt- und Architekturdokumentation, bestehende Spezifikationen, relevante Schnittstellen und nahe Tests.
- Untersuche bestehendes Verhalten und benachbarte Verträge nur soweit, wie das Feature sie berührt. Erweitere die Recherche nicht zu einem vollständigen Repository-Audit.
- Trenne beobachtete Fakten, vom Menschen getroffene Entscheidungen, noch zulässige Annahmen und konkrete Blocker. Dafür genügt eine kompakte Tabelle; erzeuge keine unnötigen Dokumentationsabschnitte.

### 2. GRENZE DES FUNKTIONSUMFANGS BESTIMMEN

- Beschreibe einen zusammenhängenden, gemeinsam akzeptierbaren Funktionsumfang. Eng gekoppelte Verhaltensweisen dürfen in einem Feature bleiben.
- Empfehle eine Aufteilung, wenn Teile unabhängig freigegeben, ausgeliefert oder entschieden werden können, unterschiedliche Hauptakteure oder Ziele besitzen oder erheblich verschiedene Risiken haben.
- Verwende `SPLIT REQUIRED` nur, wenn der Umfang keine eindeutigen Regeln, Akzeptanzkriterien, Verantwortlichkeiten oder gemeinsame Freigabe mehr zulässt.
- Eine bloß große Zahl von Feldern, Screens oder technischen Tasks ist allein kein ausreichender Grund für einen Split.

### 3. GEZIELTE FEATURE-BEFRAGUNG

Stelle höchstens 3–4 zusammengehörige Fragen pro Nachricht und frage nur nach Informationen, die eine Produktregel oder einen Nachweis verändern können, zum Beispiel:

- Wer ist der relevante Akteur und welches Ergebnis soll erreicht werden?
- Welche Eingaben, Regeln und Validierungsgrenzen sind beobachtbar?
- Welche Erfolgs-, Ablehnungs- und Fehlerreaktionen müssen Nutzer oder angebundene Systeme sehen?
- Welche Berechtigungen, geschützten Objekte oder verweigerten Aktionen sind relevant?
- Welche Daten werden verarbeitet, aufbewahrt, übertragen oder gelöscht?
- Welche Entscheidung fehlt noch, und wer darf sie treffen?

Schreibe keine technischen Architekturentscheidungen in die Produktspezifikation. Übergib folgenreiche technische Auswahlfragen später an `solution-framing`.

### 4. RELEVANTE ZUSTÄNDE UND GRENZFÄLLE AUSWÄHLEN

Berücksichtige Lade-, Leer-, Fehler-, Abbruch-, Retry-, Duplikat- und Nebenläufigkeitszustände nur, wenn sie realistisch auftreten und beobachtbares Verhalten, Datenintegrität, Berechtigungen oder Recovery verändern.

Markiere nicht anwendbare Zustände nicht einzeln. Vermeide hypothetische Anforderungen ohne belegten Produkt- oder Risikobezug.

### 5. `features/[FEATURE_ID]/SPEC.md` ERSTELLEN

Die Datei enthält mindestens:

#### 1. Kontext und Ziel

Beschreibe Akteur, Auslöser, erwarteten Nutzen und messbares Ergebnis.

#### 2. Umfang und Nicht-Ziele

Definiere den zusammenhängenden Funktionsumfang, relevante Abhängigkeiten und ausdrückliche Nicht-Ziele. Halte eine nicht blockierende Split-Empfehlung fest, falls vorhanden.

#### 3. Nutzergeschichten oder Systeminteraktionen

Verwende nur die für das Feature relevanten Akteure. Eine UI-orientierte User Story ist für rein technische Systeminteraktionen nicht verpflichtend.

#### 4. Verhaltensregeln

Dokumentiere wesentliche Eingaben, Geschäftsregeln, Validierung, Berechtigungen und Datenwirkungen. Beschreibe geschützte Objekte sowie erlaubte und verweigerte Aktionen nur, wenn sie für das Feature relevant sind.

#### 5. Akzeptanzkriterien

Nummeriere jedes Kriterium als `AC-XX` und formuliere es im `Given / When / Then`-Format. Jedes Kriterium muss unabhängig ein beobachtbares Ergebnis prüfen können.

Beispiel:

- **AC-01:** Given ein abgemeldeter Besucher auf der Login-Seite, When er ungültige Anmeldedaten übermittelt, Then wird eine neutrale Fehlermeldung angezeigt und keine Sitzung erzeugt.

#### 6. Relevante Zustände und Fehlerbehandlung

Dokumentiere nur realistische Zustände und Fehlerpfade, die das beobachtbare Verhalten beeinflussen.

#### 7. Datenschutz und Sicherheit

Dokumentiere nur anwendbare Produktanforderungen zu sensiblen Daten, Aufbewahrung, Löschung, Einwilligung, Missbrauchsgrenzen und sichtbaren Ablehnungen. Erfinde keine technische Schutzmaßnahme, die erst im Systemdesign entschieden werden muss.

#### 8. Nachverfolgbarkeit und geplanter Nachweis

Ordne jede wesentliche, überprüfbare Anforderung mindestens einem `AC-XX` zu. Ein geplanter Nachweis darf mehrere zusammengehörige Kriterien abdecken.

| Wesentliche Anforderung | Akzeptanzkriterium | Geplanter Nachweis |
|---|---|---|
| ... | `AC-XX` | Testebene oder reproduzierbares Szenario |

#### 9. Fakten, Entscheidungen, Annahmen und Blocker

Halte die Kategorien erkennbar auseinander. Benenne für einen Blocker die fehlende Information oder Entscheidung und den zuständigen Klärer.

### 6. SPEZIFIKATIONSERGEBNIS BESTIMMEN

Wähle genau ein Ergebnis:

- `READY FOR SYSTEM DESIGN`: Verhalten ist ausreichend bestimmt; kleinere technische Details dürfen offenbleiben.
- `PRODUCT DECISION REQUIRED`: Eine fehlende Produktentscheidung verändert beobachtbares Verhalten oder Scope.
- `SPLIT RECOMMENDED`: Eine Aufteilung wäre vorteilhaft, die Spezifikation bleibt aber grundsätzlich verständlich und testbar. Nach ausdrücklicher menschlicher Entscheidung darf sie unverändert freigegeben oder aufgeteilt werden.
- `SPLIT REQUIRED`: Mehrere unabhängig akzeptierbare Fähigkeiten verhindern eine eindeutige Spezifikation oder gemeinsame Freigabe.
- `MORE EVIDENCE REQUIRED`: Bestehendes Verhalten oder ein betroffener Vertrag ist für eine verlässliche Spezifikation nicht ausreichend bekannt.

### 7. STATUSPRÜFUNG UND AKTUALISIERUNG

- Prüfe den kanonischen Zustandsvertrag in `features/index.md`. Für eine neue Spezifikation ist nur der Ausgangsstatus `ROADMAP` zulässig.
- Setze den Status ausschließlich über `ROADMAP` → `SPECIFIED`, wenn das Ergebnis `READY FOR SYSTEM DESIGN` lautet und der Mensch die Spezifikation ausdrücklich freigegeben hat.
- Bei `SPLIT RECOMMENDED` bleibt der Status `ROADMAP`, bis der Mensch die bestehende Spezifikation ausdrücklich akzeptiert oder die Aufteilung beauftragt. Nach Akzeptanz darf das Ergebnis auf `READY FOR SYSTEM DESIGN` wechseln.
- Bei jedem anderen Ergebnis bleibt der Status `ROADMAP`; dokumentiere genau eine nächste Klärung mit zuständigem Entscheider oder Evidenzlieferanten.
- Wird eine bestehende Spezifikationsfreigabe widerrufen oder werden Produktanforderungen wieder unvollständig, dokumentiere den Grund und verwende nur `SPECIFIED` → `ROADMAP`.
- Bei jedem anderen Status oder fehlender Transitionstabelle ändere den Status nicht und ende mit einem konkreten Blocker. Überspringe keine Phase.

