# Geldwaesche Risikoanalyse Unternehmen

> Risikobasierte AML/CFT-Risikoanalyse nach § 5 GwG für Verpflichtete. Anwendungsfall Unternehmen muss gesetzlich vorgeschriebene Risikoanalyse erstellen oder aktualisieren. Normen § 5 GwG Risikoanalyse § 6 GwG interne Sicherungsmassnahmen FATF-Empfehlungen BaFin-AuA. Prüfraster Produkte Kundenstruktur Laender Vertriebskanaele Transaktionen bestehende Kontrollen Risikoniveau. Output Risikoanalysedokument mit Risikoklassifizierung Kontrolllueckenbewertung und Massnahmenplan für Behoerdenvorlage. Abgrenzung zu geldwäsche-sicherungsmassnahmen-icp und geldwäsche-audit-internal-revision.

- Skill: `thomasmoreai/geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add thomasmoreai/geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/thomasmoreai/geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen/raw
- Safety review: PASS (external: skill-scanner PASS, skillspector PASS)
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Security
- License: Apache-2.0
- Author: ThomasMoreAI (https://skillmd.com/u/thomasmoreai)
- Updated: 2026-09-17
- Page: https://skillmd.com/skills/thomasmoreai/geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen

---


# Unternehmensweite Risikoanalyse

## Triage zu Beginn
1. Welche Branche und welche Verpflichteten-Kategorie trifft die Risikoanalyse?
2. Welche Risikofelder sollen abgedeckt werden: Kunden, Produkte, Vertriebskanaele, Laender, Transaktionen?
3. Liegt bereits eine Risikoanalyse vor, die aktualisiert werden soll, oder wird sie erstmalig erstellt?
4. Gibt es eine spezifische BaFin-/Aufsichtsvorgabe oder FATF-Leitlinie fuer diesen Sektor?

## Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis

Stand 05/2026:

- BaFin-AuA GwG (Allgemeiner Teil, AuA AT) — Veröffentlichung 29.11.2024; Ergänzung 06.03.2025 (Kryptowertetransfers, selbst gehostete Adressen) — anwendbar seit Februar 2025 — [bafin.de](https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Auslegungsentscheidung/dl-ae-auas-2025-gw.html).
- EuGH, Urt. v. 13.02.2025 — C-383/23 (ILVA) — Unternehmensbegriff im wettbewerbsrechtlichen Sinne für DSGVO-Bußgeldobergrenze; methodisch übertragbar auf Bußgelder anderer EU-Sekundärrechtsakte mit ähnlicher Bußgeldsystematik.
- AMLA seit 01.07.2025 operativ; AMLR (EU) 2024/1624 ab 10.07.2027 anwendbar; Risikoanalyse-Anforderungen sind weiter strukturiert (Art. 7 ff. AMLR) — strategisch Migrationsplan anlegen.

Rechtsprechung im Mandat live verifizieren — keine Aktenzeichen aus Modellwissen.

## Zentrale Normen
- § 5 GwG — Unternehmenseigene Risikoanalyse: Pflichtinhalt und Aktualisierung
- § 4 Abs. 1 GwG — Interne Sicherungsmaßnahmen als Folge der Risikoanalyse
- FATF Guidance — Risk-Based Approach fuer Finanzinstitutionen (2021)
- BaFin-Auslegungs- und Anwendungshinweise (AuA) GwG — Risikoanalysevorgaben

## Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
## Zweck

Dieser Skill macht § 5 GwG operationalisierbar: Risikoidentifikation, Bewertung, Maßnahmen, Freigabe, Aktualisierung und Dokumentation.

## Wann verwenden

- wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
- wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
- wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt

## Arbeitsweise

1. **Rolle und Pflichtenkreis klären.** Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
2. **Daten sauber ziehen.** Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
3. **Quellenstand protokollieren.** Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
4. **Risikobasiert entscheiden.** Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
5. **Verzeihend nachziehen.** Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
6. **Arbeitsprodukt liefern.** Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
7. **Qualitätstor.** Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.

## Rückfragen, wenn unklar

- Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
- Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
- Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
- Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?

## Ausgabeformat

- Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
- KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
- Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
- prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
- offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise

## Typische Fehler vermeiden

- Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
- Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
- Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
- Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
- Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
- Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.

