# Wiss Schreiben Bsc

> Wissenschaftliches Schreiben BSc (ZHAW SML)

- Skill: `yanickfischer/wiss-schreiben-bsc` (Agent Skill)
- Install (CLI): `npx skillmds@latest add yanickfischer/wiss-schreiben-bsc`
- Raw SKILL.md: https://api.skillmd.com/api/skills/yanickfischer/wiss-schreiben-bsc/raw
- Safety review: pending
- Works with: Claude Code, Claude.ai, OpenAI Codex
- Category: Coding & Dev Tools
- Author: yanickfischer (https://skillmd.com/u/yanickfischer)
- Updated: 2026-09-17
- Page: https://skillmd.com/skills/yanickfischer/wiss-schreiben-bsc

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# Wissenschaftliches Schreiben BSc (ZHAW SML)

> Konsultiere dieses Regelwerk immer, wenn du Text für die Bachelor-Thesis erzeugst, umschreibst oder prüfst. Es gilt in zwei Modi: **Schreib-Modus** (Text generieren oder umformulieren) und **Review-Modus** (bestehenden Text auf Konformität prüfen). Quellen: ZHAW-Checkliste sprachliche/formale Ausarbeitung, Merkblatt Bachelorarbeit BSc (ZHAW SML), Zitierleitfaden (deutsch), Merkblatt Plagiatsvermeidung, **Einführung Schreibcoaching ZHAW** (Foliensatz mit konkreten KI-Anti-Mustern). Stand der zugrunde liegenden ZHAW-Dokumente: **Juni 2026** (PDFs in `formale-vorgaben-zhaw-bsc/`).

Layout-, Struktur- und Umfangsfragen gehören NICHT hierher — dafür existiert `formales-bsc`. KI-Deklaration im Anhang/Methodenkapitel gehört in `ki-deklaration-bsc`. Inline-KI-Belege im Fliesstext sind hier in Abschnitt 7 abgedeckt.

**Coaching-Mantra (ZHAW):** Nochmals durchlesen, nie blind übernehmen. KI-Output ist Ausgangsmaterial, nicht Endprodukt.

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## 1. Die wichtigste Regel: APA-Belege sind unantastbar

Diese Regel hat Vorrang vor jeder Stilverbesserung. Sie zu missachten verletzt wissenschaftliche Integrität und kann ein Plagiats-Verfahren auslösen.

**Wenn ein Satz einen APA-Kurzbeleg trägt — also `(Autor, Jahr, S. X)`, `\parencite{key}`, `\textcite{key}` oder vergleichbar — ist er eine Zitierung. Das bedeutet:**

- Der **Beleg bleibt wortwörtlich erhalten** beim Umschreiben. Keine Umformulierung, keine Verschiebung in einen anderen Absatz, keine Streichung. Auch nicht «zur Verbesserung des Leseflusses».
- Die **inhaltliche Aussage** des Satzes bleibt erhalten. Du darfst Stil, Syntax, Wortwahl, Satzstellung anpassen — aber nicht, was inhaltlich behauptet wird. Beispiel: aus «Die Studie zeigt einen Anstieg um 12%» darf nicht «Die Studie zeigt einen deutlichen Anstieg» werden, weil «12%» eine inhaltliche Aussage ist.
- Bei **Konflikt zwischen Stilverbesserung und Aussagentreue** gewinnt immer die Aussagentreue. Lieber ein etwas holpriger Satz, der die Aussage exakt wiedergibt, als ein eleganter Satz, der etwas leicht anderes behauptet.
- Bei **Unsicherheit**, ob deine Umformulierung die Bedeutung verschiebt: nicht raten, sondern die Autor:in fragen. Niemals raten, was eine Quelle wahrscheinlich gemeint hat.
- Wenn du eine **Quelle ergänzen** willst (weil eine Aussage einen Beleg bräuchte): markiere das im Output sichtbar als Vorschlag (z.B. «Hier wäre ein Beleg sinnvoll — bitte prüfen») statt einen Citation-Key zu erfinden. Der Citation-Key MUSS in `latex/bibliography/Bachelor-Thesis.bib` existieren.

**Warum:** In dieser Thesis werden grosse Textteile aus Forschungs-Logs, der Disposition und KI-Generierung iteriert. Wenn beim Umschreiben Quellen mit-mutieren, entstehen Aussagen, die niemand belegt hat — entweder Falschzitate (Quelle behauptet, was sie nicht sagt) oder Plagiate (Aussage ohne Beleg). Beides ist im Prüfverfahren tödlich.

**Beispiel — korrekt:**

```
Original:  Barlas (1994, S. 12) argumentiert, dass strukturelle Validität die Vorhersagekraft übertrifft.
OK:        Strukturelle Validität übertrifft laut Barlas (1994, S. 12) die Vorhersagekraft.
OK:        Wie Barlas (1994, S. 12) zeigt, ist strukturelle Validität wichtiger als Vorhersagekraft.
NICHT OK:  Barlas (1994, S. 12) betont die Bedeutung von Validierung.   ← inhaltliche Verflachung
NICHT OK:  Strukturelle Validität übertrifft die Vorhersagekraft.       ← Beleg gestrichen
```

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## 2. Sprache und Stil (Schweizer Hochdeutsch, ZHAW-Norm)

### Verboten

- **Ich- und Wir-Formen** im wissenschaftlichen Fliesstext. Stattdessen unpersönliche Konstruktion oder Passiv (sparsam).
  - «Ich habe festgestellt, dass …» → «Die Analyse zeigt, dass …»
- **Lexikalische Helvetismen** (Velo, parkieren, Trottoir, Coiffeur). Standarddeutsch verwenden. Orthografische CH-Schreibweise bleibt davon unberührt — siehe nächster Punkt.
- **Füllwörter und leere Verstärker** (eigentlich, quasi, sozusagen, natürlich, offensichtlich, klar, sehr, ziemlich, wirklich, durchaus). Streichen oder durch Präzisierung ersetzen.
- **Wertende Begriffe und Metaphern** (revolutionär, bahnbrechend, erstaunlich, leider, glänzend, in den Ruin treiben). Sachlich formulieren.
  - «Das ist ein revolutionärer Ansatz» → «Dieser Ansatz unterscheidet sich strukturell von bestehenden Methoden in zwei Punkten: …»
- **Bluff-Adjektive** — siehe ausführlich Abschnitt 3.
- **Übertriebener Nominalstil**.
  - «Die Durchführung einer Überprüfung der Ergebnisse erfolgte» → «Die Ergebnisse wurden überprüft»
- **Unnötige Passivformen** als Dauerlösung. Passiv ist erlaubt, aber Aktiv ist meistens klarer. Aktiv ist nicht verboten, solange kein «ich/wir» auftaucht.
- **Telegrammstil** im Fliesstext (Stichpunktsätze, fehlende Verben). Stichpunktlisten sind in Aufzählungen erlaubt, im Fliesstext nicht.

### Pflicht

- **Schweizer orthografische Norm**: durchgängig `ss` statt `ß` (also `dass`, `grösste`, `bloss`, `regelmässig`). Echte Umlaute (`ä/ö/ü`) im Fliesstext, nicht `ae/oe/ue`.
- **Schweizer Tausenderapostroph**: `56'344`, nicht `56,344` oder `56.344`. Dezimaltrenner ist das **Komma** (`68,6 %`), wie im Deutschen üblich.
- **Anführungszeichen**: Schweizer Guillemets `«…»` (csquotes `style=swiss` ist im preamble.tex eingestellt). Bei Zitaten im Zitat: `‹…›`.
- **Konsistente Terminologie**: Fachbegriffe einheitlich verwenden. Wenn ein Begriff einmal als «Modellvalidierung» eingeführt ist, nicht später «Modell-Validierung» oder «Validierung des Modells» als Synonym wechseln.
- **Definition wichtiger Begriffe** bei Erstnennung — wenn ein gebildeter Leser ausserhalb der eigenen Subdomain den Begriff nicht zwingend kennt. Bei englischen Fachbegriffen, die in deutscher Übersetzung verwendet werden: bei Erstnennung Originalbegriff in Klammern UND Fussnote mit DeepL-Deklaration (siehe `ki-deklaration-bsc`).
- **Vollständige Sätze**, korrekte Grammatik (Kasus, Verb-Subjekt-Kongruenz, Interpunktion).
- **Abwechslungsreicher Satzbau**. Keine Reihe identisch strukturierter Sätze.

### Fünf erlaubte Stilmittel zur Distanzierung (Schreibcoaching ZHAW Folie 10)

Diese fünf Mittel ersetzen die verbotenen Ich/Wir-Formen — bewusst variieren statt durchgängig Passiv zu verwenden:

1. **Unpersönliches «es»** — «Es stellt sich die Frage, …», «Es zeigt sich, dass …»
2. **Modaler Infinitiv** — «sind … zu untersuchen», «ist … darzulegen»
3. **Unpersönliche Akteure** — «Das Kapitel zeigt …», «Die Arbeit macht deutlich …», «Die Analyse weist nach …»
4. **Passiv** — «werden … erläutert», «wird … aufgezeigt» — **sparsam**, nicht als Standard.
5. **Nominalstil** — «die Darlegung», «die Fokussierung» — **sparsam**, sonst verschachtelt und schwer lesbar.

### Titel und Überschriften

- Haupt- und Zwischentitel: **aussagekräftig** (sagt der Titel, worum es im Abschnitt geht?), **eindeutig** (keine doppeldeutigen Begriffe ohne Definition), **syntaktisch einheitlich** (alle Kapiteltitel im gleichen Muster — z.B. alle Nominalphrasen).
- Kein Telegrammstil, aber auch keine Fragesätze als Kapitelüberschriften (ausser in begründeten Fällen).
- Ein Titel ohne nachfolgenden Text ist ein Hinweis auf eine Strukturlücke.

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## 3. KI-Schreibstil-Fallen (Schreibcoaching ZHAW)

KI-generierter Text hat typische Schwächen, die das ZHAW-Schreibcoaching explizit benennt. Wer mit KI schreibt, produziert diese Fallen häufig — sie müssen aktiv geprüft werden, **sowohl beim Generieren als auch beim Reviewen**. Schreibcoaching-Quelle: Foliensatz «Einführung Schreibcoaching» (Mai 2026).

### 3.1 Bluff-Adjektive und Pseudo-Präzision

KI streut gerne präzise klingende Adjektive ein, die inhaltlich nichts beitragen oder unbelegt Stärke suggerieren. Konkretes Beispiel aus dem Schreibcoaching (Folie 12):

> «Treibhausgasemissionen der Haushalte machen in der Schweiz einen **signifikanten** Anteil von 17.6% der ganzen Emissionen aus.»

«Signifikant» ist hier kein statistischer Begriff (keine Hypothesentestung, kein p-Wert), sondern leeres Verstärkungs-Adjektiv. 17.6 % spricht für sich.

**Wortliste — bei jedem Auftreten kritisch prüfen:**

| Wort / Wendung | Wann problematisch | Alternative |
|---|---|---|
| **signifikant** | wenn nicht statistisch (p-Wert, Konfidenzintervall) gemeint | deutlich, ausgeprägt, messbar, beträchtlich, hoch (mit Zahl) |
| **fundiert** (Strategien, Erkenntnisse) | Bluff-Adjektiv ohne Substanz | empirisch gestützt, evidenzbasiert, methodisch geprüft |
| **kontinuierlich** | unterstellt stetigen Verlauf, oft nicht belegt | «zunehmend», «über den Zeitraum X um Y %», nur wenn Verlauf wirklich monoton |
| **enorm** / **enorm wichtig** | leerer Verstärker | zentral / entscheidend (mit Begründung) oder weglassen |
| **wesentlich** | grenzwertig — wertend, oft unbelegt | «erklärt X % der Varianz», «statistisch nachgewiesen» (mit Beleg) |
| **diverse / zahlreiche / vielfältige Studien** | unbelegte Pauschalisierung | konkrete Zitate, «n Studien (X et al., …; Y et al., …)» oder Meta-Analyse-Verweis |
| **in den Ruin treiben** / metaphorische Wendungen | umgangssprachlich, unwissenschaftlich | sachlich: «zur Insolvenz führen», «existenzbedrohende Schäden» |
| **Relevanz nimmt zu** | Nominalstil-Floskel | «X gewinnt an Bedeutung», «Y wird wichtiger» (mit Beleg) |

**Schreibregel:** Beim Schreiben jedes dieser Wörter prüfen: trägt es eine prüfbare Information, oder ist es Schmuck? Wenn Schmuck: streichen oder durch konkrete Aussage ersetzen.

**Review-Regel:** Beim Review jedes Vorkommen markieren und Begründung verlangen.

**Verifikations-Pflicht vor jedem Bluff-Adjektiv-Befund (sehr wichtig):**

Wenn ein Wort aus der Wortliste in einem Satz mit APA-Kurzbeleg steht, ist es vor dem Befund «Bluff-Adjektiv / Halluzinierte Zahl» **zwingend in der Originalquelle zu verifizieren**. Sonst werden korrekt verwendete Fachbegriffe fälschlich als Stilfehler gemeldet — Quellen-belegte Aussagen sind keine Bluff-Adjektive.

Workflow am Beispiel «signifikant» (gleiches Vorgehen für andere Marker, insbesondere Zahlen):

1. **Citation-Key extrahieren** aus dem Satz, z.B. `(Ogunbode et al., 2024, S. 6)` → suche im LaTeX-Quelltext nach dem `\parencite{...}`-Aufruf, oder grep den Autornamen in der Bib.
2. **Bib-Lookup**: `grep -A30 "ogunbode.*2024" latex/bibliography/Bachelor-Thesis.bib` → liefert den vollen Eintrag inkl. `file = {...}`.
3. **PDF-Pfad lesen**: das `file`-Feld zeigt auf einen `~/Zotero/storage/<ID>/...pdf`-Pfad. Über den Symlink `sources/` ist die PDF erreichbar.
4. **Volltextsuche**: `pdftotext -layout "sources/<ID>/<Datei>.pdf" - | grep -n -E "significant|p\s*[<>=]|R²|F\s*="`
5. **Auswertung:**
   - **Statistischer Beleg gefunden** (z.B. `p < 0.005`, `significant at the 5% level`, `F = 201.7`) → «signifikant» ist Fachterminus, **kein Befund**. Im Text stehen lassen.
   - **Kein statistischer Beleg** → echtes Bluff-Adjektiv, melden mit Vorschlag.
6. **Bei Zahlen** (z.B. «rund 68,6 %»): `grep` mit der konkreten Zahl, ggf. mehrere Schreibweisen (`68.6`, `68,6`, `68.608`). Findet sich die Zahl im PDF (auch gerundet) → kein Befund. Findet sie sich nicht → vorsichtig melden, dass die Zahl nicht direkt belegt ist; nicht voreilig «Halluzination» behaupten, sondern den User fragen, woher er die Zahl hat.

Begründung: KI-generierte Reviews neigen dazu, korrekt belegte Fachbegriffe als Stilfehler zu melden, weil sie ohne Quellen-Check operieren. Das produziert «Befund-Müll», der das Vertrauen in den Review-Output zerstört. Die Verifikation ist der entscheidende Schritt, der den Review von einer Stil-Mutmassung zu einer prüfbaren Aussage macht.

### 3.2 Konnektor-Pseudologik

KI verwendet Konnektoren wie «gleichzeitig», «darüber hinaus», «zudem», «ausserdem», um Sätze zu verbinden — oft ohne dass dahinter eine echte logische Beziehung liegt. Das verkleidet Aufzählungen als Argumentationen.

Beispiel aus Schreibcoaching (Folie 15):

> «Nachhaltige Anlagen bieten zwar attraktive Renditechancen, jedoch zeigt die Forschung uneinheitliche Ergebnisse. **Gleichzeitig** stärken ESG-Kriterien das Risikomanagement […] **Darüber hinaus** steigt die Nachfrage […]»

Hier sind drei unverbundene Aspekte mit Konnektoren verklebt. Das ist laut Schreibcoaching ein «typisches KI-Muster».

**Prüfheuristik bei jedem `gleichzeitig`, `darüber hinaus`, `zudem`, `ausserdem`, `ferner`:**

- Steht dahinter eine **kausale Beziehung** (deshalb, weil)? Dann den passenden Konnektor verwenden.
- Steht ein **Kontrast** (jedoch, allerdings, hingegen)? Dann diesen verwenden.
- Steht eine **Folgerung** (daraus folgt, deshalb)? Dann diese explizit machen.
- Liegt **nur Aufzählung** vor? Dann entweder eine echte Liste (`\begin{itemize}`) oder den Absatz argumentativ umbauen — nicht mit Pseudo-Konnektoren verklebt lassen.

### 3.3 Bedeutungsverschiebung durch Paraphrase

KI paraphrasiert gerne in Richtungen, die die Aussage verändern, ohne dass das offensichtlich wäre. Zwei dokumentierte Muster (Schreibcoaching Folien 13–14):

**Kausal → räumlich / abstrakt:**

> Original: «Die IT-Security gewinnt **durch** die digitale Transformation immer mehr an Bedeutung.»
> KI: «Die Relevanz der IT-Security **im Kontext** der digitalen Transformation nimmt kontinuierlich zu.»

«Im Kontext» ersetzt die kausale Aussage («durch») durch eine schwächere räumliche Metapher. «Kontinuierlich» unterstellt zudem einen stetigen Verlauf, der im Original nicht steht.

**Konkret → euphemistisch:**

> Original: «Das Unternehmen hat Stellen abgebaut.»
> KI: «Das Unternehmen hat eine Restrukturierung vorgenommen.»

«Restrukturierung» ist Corporate-Sprech, das den konkreten Sachverhalt verschleiert.

**Prüfheuristik bei jeder KI-Paraphrase:**

- Verben verglichen: bleibt die Handlungsrichtung erhalten? Insbesondere kausale Verben («führt zu», «bewirkt», «folgt aus») nicht durch räumliche Floskeln («im Kontext», «im Rahmen», «im Zusammenhang mit») ersetzen.
- Konkretheit verglichen: wird ein konkretes Wort durch ein Abstraktum ersetzt? Wenn ja: bewusste Entscheidung oder unbemerkte Verflachung?
- Quantifizierungen verglichen: bleiben Zahlen, Richtungen, Effektgrössen erhalten? Aus «erhöht um 12 %» darf nicht «erhöht spürbar» werden.

### 3.4 Vage Quellenarbeit

KI greift gerne zu Pauschalisierungen, wo konkrete Belege erwartet werden (Folie 16):

> «In **diversen** Studien wurde aufgezeigt, dass …»

Das ist nicht zitierfähig. Entweder konkrete Studien mit `\parencite{...}` belegen, oder die Aussage als eigene Hypothese kennzeichnen, nicht als Forschungsstand.

Verwandt: Wenn ein Satz formuliert ist «Es ist bekannt, dass …» oder «Es wird allgemein angenommen, dass …», ist das fast immer ein Hinweis auf fehlende Belege. Entweder belegen oder umformulieren.

### 3.5 Lange verschachtelte Sätze

KI erzeugt häufig sehr lange Sätze mit mehreren eingeschobenen Nebensätzen — schwer lesbar und meist auf zwei oder drei kurze Sätze auflösbar. Faustregel: wenn ein Satz drei Kommata oder mehr enthält und länger als zwei Druckzeilen läuft, kritisch prüfen, ob er aufgespalten werden kann.

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## 4. Absatz- und Gedankenführung

- **Eine zentrale Aussage pro Absatz**. Wenn ein Absatz zwei voneinander unabhängige Aussagen trägt, splitten.
- **Logische Verknüpfung**: jeder Satz baut auf dem vorherigen auf oder bringt eine klar markierte Wendung. Konnektoren bewusst einsetzen (allerdings, daher, im Gegensatz dazu, daraus folgt) — aber nicht in jedem Satz und nicht als Aufzählungs-Camouflage (siehe Abschnitt 3.2).
- **Übergänge** zwischen Absätzen, Unterkapiteln und Kapiteln: müssen explizit sein. Kein abrupter Themenwechsel ohne überleitenden Satz.
- **Absatz-Länge**: Faustregel 3–8 Sätze. Einzelne Sätze als Absatz sind ein Stilbruch (Ausnahme: bewusst gesetzter Pointe-Effekt — in der Thesis selten angebracht).
- **Aufbau eines Absatzes** im wissenschaftlichen Text: meist Topic Sentence (Was wird in diesem Absatz behauptet?) — Evidenz/Argument/Beispiel — Folgerung/Überleitung.

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## 5. Zitation (APA-7, ZHAW-Variante)

Verbindlich: ZHAW-Zitierleitfaden (deutsche Fassung). LaTeX-Setup nutzt `biblatex` mit `backend=biber`, Style ist im preamble.tex eingestellt.

### Grundsätze

- Fremdes Gedankengut **immer** kennzeichnen — wortwörtlich, indirekt oder paraphrasiert.
- **Ausgewogenes Verhältnis** von direkten Zitaten, indirekten Zitaten und Paraphrasen. Keine Aneinanderreihung von Direktzitaten — Paraphrase ist der Standard.
- **Direktzitate sparsam**: nur wenn die Originalformulierung selbst Gegenstand der Analyse ist oder pointiert nicht ersetzt werden kann.
- **Längere Direktzitate** (>3 Zeilen) werden im Text kommentiert und sind nicht als Selbstzweck stehen zu lassen.
- **Sekundärzitate vermeiden** — Originalquelle bevorzugen. Wenn die Originalquelle nachweislich nicht zugänglich ist: Sekundärzitat-Format verwenden (siehe unten).
- **Eigene Vorarbeiten** (Disposition, Vorstudie, Seminararbeiten) zählen als fremde Quelle und müssen zitiert werden — Mehrfacheinreichung ohne Selbstzitat ist Selbstplagiat.
- **Wikipedia** ist NICHT zitierfähig. Auch nicht als «Einstieg» oder «Übersicht».

### LaTeX-Praxis in diesem Projekt

Zitate werden über `biblatex` gesetzt. Citation-Keys sind im BBT-Format `auth.lower + shorttitle(3,3) + year` (z.B. `barlasModelValidationSystem1994`). Citation-Keys NIE erfinden — sie müssen in `latex/bibliography/Bachelor-Thesis.bib` existieren. Im VS Code läuft die Extension `mblode.zotero` als Picker.

```latex
\parencite{key}                    % (Autor, 2024) — am Satzende
\parencite[S.~12]{key}             % (Autor, 2024, S. 12) — mit Seite
\parencite[S.~12--15]{key}         % (Autor, 2024, S. 12–15) — Seitenbereich
\textcite{key}                     % Autor (2024) — im Satzfluss
\textcite[S.~12]{key}              % Autor (2024, S. 12)
\parencite[vgl.][S.~12]{key}       % (vgl. Autor, 2024, S. 12)
```

Die `~` zwischen «S.» und der Seitenzahl ist ein geschütztes Leerzeichen — verhindert Zeilenumbruch zwischen «S.» und Zahl. Immer so setzen.

### Kurzbeleg-Formate (was im PDF erscheint)

| Situation | Format im Fliesstext | LaTeX |
|---|---|---|
| Direktzitat, eine Autor:in | `(Müller, 2024, S. 12)` | `\parencite[S.~12]{muellerTitel2024}` |
| Direktzitat, Seitenbereich | `(Müller, 2024, S. 12–15)` | `\parencite[S.~12--15]{muellerTitel2024}` |
| Indirektes Zitat / Paraphrase | `(Müller, 2024)` | `\parencite{muellerTitel2024}` |
| Zwei Autor:innen | `(Müller & Schmidt, 2024)` | biblatex setzt automatisch |
| Drei oder mehr | `(Müller et al., 2024)` — **schon beim ersten Beleg** | biblatex setzt automatisch ab `maxcitenames=2` |
| Sekundärzitat (Original unzugänglich) | `(Barlas, 1994, S. 12, zitiert in Sterman, 2000, S. 850)` | nur Sekundärquelle (`sterman`) ins Lit-Verzeichnis |
| Persönliche Kommunikation / Interview | `(V. Nachname, persönliche Kommunikation, TT.M.JJJJ)` | **nur inline**, NICHT ins Literaturverzeichnis |
| Im Satzfluss | «Müller (2024) zeigt, dass …» | `\textcite{muellerTitel2024}` |

### Direktzitate

- Wortwörtliche Übernahme in Schweizer Guillemets «…».
- Pflichtangabe Seite (oder Seitenbereich).
- Auslassungen: `[…]` (eckige Klammern, drei Punkte).
- Einfügungen / eigene Ergänzungen: `[eigene Ergänzung]`.
- Hervorhebung: `[Hervorhebung d. Verf.]` wenn du etwas im Zitat hervorhebst.
- Länger als drei Zeilen: eingerückt, kleinere Schrift (LaTeX: `quote`-Environment), keine Anführungszeichen aussen herum.
- Direktzitat NIE in einen neuen Satz «einbauen», ohne den Beleg klar dem Zitat zuzuordnen.

### Indirektes Zitat / Paraphrase

- Sinngemässe Wiedergabe ohne Anführungszeichen.
- Kurzbeleg am Ende des Satzes oder Absatzes, dem das Zitat zuzuordnen ist.
- Seitenangabe ist nicht zwingend Pflicht, aber **empfohlen** wenn die paraphrasierte Stelle lokalisierbar ist (Seitenangabe bei einem 300-Seiten-Buch ist konkrete Hilfe für den Leser).
- Eine Paraphrase muss strukturell und sprachlich eigenständig sein — nicht nur Synonyme einsetzen. Wenn das nicht möglich ist, ist das ein Direktzitat.

### Literaturverzeichnis

Wird über biber/biblatex automatisch aus `Bachelor-Thesis.bib` erzeugt. Eintragspflicht: alle im Text zitierten Quellen. Ausnahmen:

- **Persönliche Kommunikation / Interviews**: nur inline, NICHT ins Literaturverzeichnis.
- **KI-Tools**: nicht ins Literaturverzeichnis, sondern in separates Verzeichnis im Anhang — siehe `ki-deklaration-bsc`.

Max. **20 Autor:innen** werden ausgeschrieben (`maxbibnames=20` im preamble.tex). Im Kurzbeleg ab drei Autor:innen «et al.» (`maxcitenames=2`).

Korrekturen an Einträgen NIE direkt in `Bachelor-Thesis.bib` — die Datei ist Auto-Export aus Zotero und wird beim nächsten Sync überschrieben. Änderungen in Zotero machen.

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## 6. Plagiatsvermeidung

ZHAW unterscheidet drei Plagiatsformen:

- **Wortplagiat**: Wortwörtliche oder leicht abgewandelte Übernahme ohne korrekten Beleg.
- **Gedankenplagiat**: Übernahme fremder Ideen, Argumentationen, Strukturen ohne Beleg (auch ohne wortwörtliche Übernahme).
- **Selbstplagiat**: Mehrfacheinreichung derselben Arbeit oder von Teilen davon zu verschiedenen Prüfungsanlässen ohne Kennzeichnung. Die eigene **Disposition** zählt als früherer Prüfungsanlass — Übernahmen daraus MÜSSEN zitiert werden, auch wenn der Text «von einem selbst» ist.

### Risiko-Punkte beim Generieren / Umschreiben

- Wenn aus einem Forschungs-Log oder Disposition-Abschnitt Text übernommen wird, **immer Beleg prüfen**: stammt die zugrunde liegende Aussage aus einer Quelle? Wenn ja, war die Quelle im Log/in der Disposition bereits zitiert? Den Beleg übernehmen, nicht weglassen.
- **Strukturelle Übernahmen** (Gliederung, Argumentationslogik) aus einer fremden Quelle müssen ebenfalls gekennzeichnet werden, auch wenn der Text neu formuliert ist.
- **Übersetzungen** aus Fremdsprachen sind indirekte Zitate — Quelle der Original-Aussage angeben.

### Risiko-Check vor jedem grösseren Schreib-Output

Wenn du einen längeren Abschnitt generierst oder umschreibst, im Output am Ende kurz markieren:

- Welche Aussagen tragen einen Beleg?
- Welche Aussagen sind eigene Schlussfolgerungen / Synthesen (kein Beleg nötig)?
- Welche Aussagen wären beleg-pflichtig, haben aber noch keinen Beleg? → diese explizit als «Beleg prüfen» markieren, nicht stillschweigend übernehmen.

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## 7. KI-Inline-Belege im Fliesstext

Der allgemeine KI-Anhang (Verzeichnis, Methoden-Kapitel) ist in `ki-deklaration-bsc` geregelt. Hier nur der Inline-Beleg-Teil, weil der zum Schreibstil gehört.

**Inline-Beleg ist Pflicht, wenn:**

- KI-Output **wortwörtlich** übernommen wird.
- KI-Output **paraphrasiert** übernommen wird (sinngemässe Wiedergabe).
- KI **Bilder** generiert hat, die in der Arbeit verwendet werden.

**Inline-Beleg ist NICHT nötig, wenn:**

- KI nur zur **Formulierungshilfe / Rechtschreib-/Sprachhilfe** eingesetzt wurde und der Output nicht direkt übernommen wurde.
- KI als **Gedankenanstoss / Sparringspartner** diente und die Endformulierung eigenständig ist.
- Prompts und Outputs werden generell NICHT im Anhang dokumentiert (Ausnahme: KI-generiertes Bild — dort ist der Initialprompt Teil der Bildbezeichnung).

**Beleg-Format:**

```
Wörtlich:     «[Text aus KI-Output]» (Anthropic, 2025).
Paraphrase:   [umformulierter Inhalt] (OpenAI, 2024).
Übersetzung:  «[übersetzter Text]» (DeepL, 2024).
Bild:         Abbildung X: «[Bildtitel oder Initialprompt]» (DALL-E 3, OpenAI, 2024).
```

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## 8. Schreib-Modus: Text generieren oder umformulieren

Wenn die Autor:in einen Auftrag wie «schreib einen Absatz über X», «übernimm das aus der Disposition», «formuliere das wissenschaftlicher» gibt:

### Vor dem Schreiben

1. **Quellenlage klären**: Wurde Material mitgegeben (Forschungs-Log, Disposition-Auszug, Notizen)? Welche Quellen sind dort schon zitiert? Citation-Keys gibt's in `latex/bibliography/Bachelor-Thesis.bib` zum Prüfen.
2. **Position im Dokument**: Welches Kapitel? Methodikkapitel hat anderen Stil als Hauptteil-Analyse.
3. **Ziel-Länge**: wenn nicht angegeben, kurz nachfragen oder konservativ 1–2 Absätze.

### Beim Schreiben

- Alle Regeln aus Abschnitt 2 (Sprache/Stil), 3 (Anti-KI-Stilfallen) und 5 (Zitation) anwenden.
- **Bluff-Adjektive aktiv vermeiden** (Wortliste in Abschnitt 3.1). Wenn ein Wort wie «signifikant» erwogen wird: zuerst prüfen, ob es statistisch belegt ist; sonst Alternative wählen.
- **Konnektoren bewusst setzen** (Abschnitt 3.2). Nicht «gleichzeitig», «darüber hinaus» reflexhaft als Satzanfänge nutzen.
- Belege über `\parencite{key}` / `\textcite{key}` setzen. NIEMALS Citation-Keys erfinden. Wenn ein Beleg sinnvoll wäre, aber kein Key vorhanden ist: im Output als `\parencite{TBD-bitte-pruefen}` oder als Kommentar markieren.
- **Quellen-Pipeline** (aus CLAUDE.md): bei einer Behauptung, die belegt werden sollte, mit `grep -ri "begriff" sources/` oder einer Citation-Key-Suche in `references.bib` prüfen, ob eine vorhandene Quelle passt. Bei Treffer: Seitenangabe aus dem PDF lesen und `\parencite[S.~XX]{key}` einsetzen.
- Konsistent zur bisherigen Terminologie der Thesis. Wenn unklar, in vorherigen Kapiteln nachschauen.

### Nach dem Schreiben — Output-Format

Bei längeren Generierungen am Ende strukturiert ausweisen:

```
Geschriebener Text:
[der Text]

Hinweise / Prüfpunkte:
- [Stellen, wo Belege ergänzt werden sollten oder Unsicherheit besteht]
- [Annahmen, die getroffen wurden]
- [Bluff-Adjektive, die bewusst stehengelassen wurden — mit Begründung]
```

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## 9. Umschreib-Modus: Bestehenden Text überarbeiten

Wenn die Autor:in einen Auftrag wie «formuliere das wissenschaftlicher», «überarbeite diesen Absatz», «übernimm das aus der Disposition und passe den Stil an» gibt:

1. **APA-Belege identifizieren**, bevor du anfängst. Markiere sie mental — die bleiben unverändert. Siehe Abschnitt 1.
2. **Inhaltliche Aussage erfassen**: was behauptet der Satz? Was sind die belegten Aussagen (mit Beleg)? Was sind die Brückensätze (ohne Beleg, eigene Synthese)?
3. **Stil anpassen** nach Abschnitt 2 — Ich/Wir entfernen, Nominalstil glätten, Helvetismen ersetzen, Füllwörter raus.
4. **Anti-KI-Check** nach Abschnitt 3 — Bluff-Adjektive raus oder nur lassen wenn statistisch belegt, Konnektor-Pseudologik prüfen, Bedeutungsverschiebung vermeiden.
5. **Aussagentreue prüfen**: liest sich der umgeschriebene Satz immer noch so, dass er die belegte Aussage exakt wiedergibt? Wenn nicht: zurück zum Original und kleiner ändern.
6. **Im Output erklären**, was geändert wurde und warum (siehe Output-Format unten).
7. **Erlaubt:** Sprachkorrektorat (Rechtschreibung, Grammatik, Stil). **Nicht erlaubt:** Fachlektorat — also keine inhaltlichen Änderungen, kein Hinzufügen oder Verschieben von Argumenten.

### Output-Format

```
Originaltext:
[wenn nicht zu lang, zur Referenz]

Überarbeiteter Text:
[der neue Text]

Änderungen:
- [Liste konkreter Änderungen, je mit Begründung]
- z.B. «Ich-Form entfernt (Satz 2): 'Ich habe geprüft' → 'Die Prüfung zeigt'»
- z.B. «Bluff-Adjektiv 'signifikant' entfernt (Satz 4): da nicht statistisch belegt; Aussage steht für sich»

Inhaltlich unverändert: [Bestätigung, dass keine Aussage verschoben wurde]
APA-Belege: [Bestätigung, dass alle Belege erhalten und an gleicher Position]
```

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## 10. Review-Modus: bestehenden Text prüfen

Wenn die Autor:in einen Abschnitt zur Prüfung gibt («review», «prüf den Abschnitt», «ist das ok»):

Prüfe in dieser Reihenfolge — sonst gehen oberflächliche Stilprobleme zu Lasten der inhaltlichen Prüfung.

1. **Inhalt und Logik**: Hat der Abschnitt eine zentrale Aussage? Ist die Gedankenführung klar? Bauen die Sätze aufeinander auf?
2. **Zitation**: Sind Quellen korrekt belegt? Fehlen Quellenangaben bei Aussagen, die belegt sein müssten? Sind APA-Belege formal korrekt? Bei Direktzitaten Seitenangaben vorhanden? Vage Mengenangaben («diverse Studien») ohne konkrete Belege?
3. **KI-Marker-Check** (Abschnitt 3): Bluff-Adjektive, Konnektor-Pseudologik, Bedeutungsverschiebungen, vage Mengenangaben. Bei jedem Treffer: ist der Begriff gerechtfertigt (statistisch belegt, kausal korrekt, konkret begründet) oder ein Stilkosmetik-Restbestand? **Wenn ein Marker in einem Satz mit APA-Beleg auftritt, ist die Verifikation in der Originalquelle Pflicht — Workflow in Abschnitt 3.1** («Verifikations-Pflicht vor jedem Bluff-Adjektiv-Befund»). Niemals einen Befund melden, ohne den Quellen-Check gemacht zu haben. Lieber den Marker als «zu verifizieren» kennzeichnen und den Check ankündigen, als einen falschen Befund zu produzieren.
4. **Sprache und Stil**: Ich/Wir-Formen, Füllwörter, Nominalstil, wertende Begriffe, Helvetismen.
5. **Formales auf Satz-Ebene**: Grammatik, Interpunktion, einheitliche Terminologie, Anführungszeichen (Guillemets), Zahlenformat (Tausenderapostroph), `ss` statt `ß`.

### Calibration: nicht jeden Stein umdrehen

Texte in diesem Projekt sind oft schon KI-generiert UND von der Autor:in validiert. Wenn du im Review viele Punkte findest, ist das legitim, aber: **unterscheide zwischen «echtem Befund» und «Stilpräferenz»**. Echte Befunde sind belegbare Verstösse gegen die Regeln (Beleg fehlt, «signifikant» ohne Statistik, Bedeutungsverschiebung). Stilpräferenzen sind subjektive Verbesserungsvorschläge ohne harte Regelverletzung — die als optional kennzeichnen, nicht als Mängel.

### Output-Format

```
Review-Befund (Stand: <Datum/Abschnitt>)

Echte Befunde (Regelverletzung):
- [konkret, mit Zitat der Stelle und Verweis auf Regel]

KI-Stilmarker (Abschnitt 3) — kritisch prüfen:
- [Liste mit Bluff-Adjektiven / Konnektor-Problemen / etc., je mit Begründung]

Zitations-Probleme:
- [Liste]

Sprachliche / stilistische Probleme (echte):
- [Liste]

Formale Detail-Probleme:
- [Liste]

Optionale Stil-Verbesserungen (keine Pflicht):
- [Liste — explizit als nicht-zwingend markiert]

Empfohlene Überarbeitung:
[entweder revidierter Text oder konkrete Edit-Vorschläge]
```

Wenn der Abschnitt überwiegend in Ordnung ist: das klar sagen. Nicht jeden Absatz aus Reflex zerlegen.

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## 11. Pre-Submission-Checkliste (Text-Ebene)

Diese Checkliste ist die letzte Sicherheit vor dem finalen Build. Layout-/Struktur-Checks gehen in `formales-bsc`, KI-Anhang-Check in `ki-deklaration-bsc`.

- [ ] Keine Ich/Wir-Formen im Fliesstext
- [ ] Keine Füllwörter, keine wertenden Begriffe, keine Metaphern
- [ ] Keine lexikalischen Helvetismen
- [ ] `ss` statt `ß` durchgängig, echte Umlaute
- [ ] Schweizer Guillemets «…» durchgängig
- [ ] Tausenderapostroph durchgängig, Dezimalkomma
- [ ] Einheitliche Terminologie über Kapitel hinweg
- [ ] Grammatik, Rechtschreibung, Interpunktion geprüft (Sprachkorrektorat erlaubt)
- [ ] **KI-Bluff-Adjektive** (signifikant, fundiert, kontinuierlich, enorm, wesentlich) gezielt durchsucht und entweder belegt oder entfernt
- [ ] **Konnektor-Check** (gleichzeitig, darüber hinaus, zudem) — alle echte logische Beziehungen oder umgebaut?
- [ ] **Vage Mengenangaben** (diverse Studien, zahlreiche Quellen) entweder konkretisiert oder belegt
- [ ] Alle Aussagen mit fremdem Gedankengut haben Beleg
- [ ] Direktzitate haben Seitenangabe und stehen in Guillemets
- [ ] Ab drei Autor:innen «et al.» im Kurzbeleg
- [ ] Sekundärzitate vermeiden — wo unvermeidbar, korrektes Format
- [ ] Interviews / persönliche Kommunikation nur inline, NICHT im Literaturverzeichnis
- [ ] Eigene Disposition / Vorarbeiten zitiert wo übernommen
- [ ] Ausgewogenes Verhältnis direkte/indirekte Zitate / Paraphrasen
- [ ] Keine Citation-Keys, die nicht in `Bachelor-Thesis.bib` existieren
- [ ] Wikipedia-Quellen aussortiert
- [ ] KI-Inline-Belege gesetzt, wo Output übernommen wurde

