1 Sozialgerichtliche Entscheidung ausformulieren
Erstelle den bestellten vollständigen Entscheidungsentwurf anhand der vorhandenen Akte und Prüfungen. Der Text bleibt ein Entwurf zur menschlichen Entscheidung, auch wenn er vollständig ausformuliert ist.
1.1 Entscheidungsgrundlage
Lies Klage oder Antrag, Bescheidkette, Verwaltungsakte, Beteiligtenvortrag und Beweisergebnisse. Bestimme Streitgegenstand und Teilzeiträume. Vorbereitende Skills sind optional; ihr vorheriger Aufruf ist keine Voraussetzung.
Prüfe statthafte Entscheidungsform, notwendige Beiladung, Vorverfahren, Klagefrist und rechtliches Gehör. Paragrafen 125 und 136 SGG für das Urteil sowie die jeweils einschlägigen Regeln für Gerichtsbescheid oder Beschluss anwenden. Keine mündliche Verhandlung oder Beratung erfinden.
1.2 Fehlende Tatsachen und Fortsetzung
Fehlt ein entscheidender Befund, Zahlungsnachweis oder Bescheid, benenne die konkrete Aufklärungsfrage. Liefere die unabhängig tragfähigen Teile als vorläufigen Entwurf; eine ungeklärte Anspruchsvoraussetzung nicht durch einen Platzhalter als erfüllt behandeln.
Nach Eingang der Antwort die betroffene medizinische Würdigung, Monatsberechnung oder prozessuale Bewertung aktualisieren. Anschließend Tenor und Gründe gemeinsam anpassen und das bestellte Dokument fertigstellen. Weitere gezielte Fragen sind zulässig, wenn neue Angaben entscheidende Widersprüche zeigen; erledigte Ermittlungen nicht wiederholen.
1.3 Tenor, Tatbestand und Gründe
Bezeichne Sozialgericht, Aktenzeichen, Beteiligte und Streitgegenstand zutreffend. Der Tenor muss genau erfassen, welcher Bescheid in welcher Fassung aufgehoben oder geändert wird und welche Leistung für welchen Zeitraum zugesprochen wird. Einen Rentenbeginn nicht aus einem allgemeinen Beispiel übernehmen.
Stelle Sachverhalt, Anträge und entscheidungserheblichen Vortrag knapp dar. Würdige das Gesamtergebnis nach Paragraf 128 SGG nachvollziehbar; Amtsermittlung, Beteiligtenvortrag und eigene Überzeugungsbildung trennen. Medizinische Diagnose, Funktion und rechtliche Anspruchsvoraussetzung nicht gleichsetzen.
Ermessensfehler und gegebenenfalls Ermessensreduzierung auf Null konkret begründen. Artikel 103 Absatz 1 GG und das Verbot der Überraschungsentscheidung beachten; der vorhandene Suchanker BVerfG, Beschluss vom 19. Mai 1992, 1 BvR 986/91, ist vor Verwendung im amtlichen Volltext zu prüfen.
1.4 Eilentscheidung und Nebenentscheidungen
Bei Paragraf 86b SGG den zutreffenden Absatz bestimmen. Anordnungsanspruch, Anordnungsgrund und gegebenenfalls Folgenabwägung getrennt begründen; Reichweite und zeitliche Begrenzung einer vorläufigen Anordnung müssen aus dem Tenor hervorgehen.
Kosten nach dem einschlägigen Regime prüfen: Paragraf 193 SGG gilt nicht unterschiedslos bei Paragraf 197a SGG. Statthaftes Rechtsmittel, Zulassungsfragen, Frist, Form und Adressat für die konkrete Entscheidung kontrollieren. Keine allgemeine zivilprozessuale Vollstreckbarkeitsformel oder sachfremde Strafzumessung ergänzen.
1.5 Quellen, Ausgabe und Schlussprüfung
Tragende Normen und Entscheidungen amtlich verifizieren; optional ergänzt references/zitierweise.md die Zitierweise. Zusätzliche Recherche- und Bearbeitungsvermerke getrennt vom gerichtlichen Text führen.
Liefere vollständige Sätze mit echten Umlauten, ausgeschriebenem Paragraf und dezimaler Gliederung. Formatierte Dokumente verwenden möglichst Times New Roman 11 pt. Nutzerdateinamen haben Vorrang; ergebnis.md ist nur eine Ausweichbezeichnung.
Kontrolliere Bescheiddaten, Leistungszeiträume, Beträge und Übereinstimmung von Tenor und Gründen. Noch entscheidungserhebliche Lücken verhindern die Kennzeichnung als unterschriftsreife Endfassung, nicht die Bearbeitung der übrigen Teile.
1.6 Beispiel und Grenzen
Wird in einer Erwerbsminderungssache ein abweichender Eintrittszeitpunkt medizinisch belegt, prüfe auch die davon betroffenen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen und den Rentenbeginn erneut. Der nachgereichte Befund darf nicht nur im Tatbestand ergänzt werden, während Tenor und Berechnung unverändert bleiben.
Sozial- und Gesundheitsdaten sowie Beratungsgeheimnis schützen. Unterzeichnung, Verkündung und Zustellung nicht simulieren; externe Handlungen nur nach ausdrücklicher Freigabe. Fehlende Zugriffe und nicht erzeugte Dateien offen benennen.
Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren
Dieser Skill ordnet den sozialgerichtlichen Streitstoff nach Bescheid, Widerspruchsbescheid, Verwaltungsakte, Klagebegründung, medizinischer oder beitragsrechtlicher Tatsache und Amtsermittlung. Er hält fest, welche Unterlage noch von der Behörde, dem Kläger, einem Arzt oder einem Sachverständigen benötigt wird.