Fitness- und Streaming-Abo kündigen
1. Sachverhalt aus Dokumenten bilden
Lies Vertrag, AGB-Fassung, Bestätigung, Beitragskonto, Kündigungsversuch, Nutzungs- oder Schließungszeitraum und Inkassoschreiben. Trenne Studiovertrag und rein digitalen Dienst; die geschuldete Hauptleistung und die Beendigungsmöglichkeiten sind nicht identisch.
2. Prüfroute
- Vertragsschluss und Zahlungspflicht bei Onlineabschluss prüfen.
- Probezeit, späteren Preis und automatische Verlängerung feststellen.
- Mindestlaufzeit und Verlängerung nach der damals geltenden Gesetzesfassung bestimmen.
- Kündigungskanal, Zugang und Bestätigung beweisen.
- Leistungsstörung, Schließung oder dauerhafte Nutzungsunmöglichkeit gesondert prüfen.
- Hauptforderung, Rückstand, Mahn- und Inkassokosten getrennt berechnen.
3. Rechtsprechungsanker
- EuGH, Urteil vom 7. April 2022, C-249/21: Für den Onlinevertrag zählt die eindeutige Buttonbeschriftung.
- EuGH, Urteil vom 5. Oktober 2023, C-565/22: Bei Probeabo und automatischer Verlängerung Preisaufklärung und Widerrufszeitpunkt getrennt prüfen.
- BGH, Urteil vom 4. Mai 2022, XII ZR 64/21: Beiträge für die pandemiebedingte Studioschließung waren nach der dortigen Rechtslage zurückzuzahlen; eine Laufzeitverlängerung über Störung der Geschäftsgrundlage war nicht zulässig.
4. Schreiben
Das Schreiben benennt Vertragsnummer, Beendigungsgrund, Kündigungszeitpunkt, Zugangsnachweis, bestrittene Positionen und gegebenenfalls Rückforderungsbetrag. Fordere eine Schlussabrechnung und Löschung des Zahlungsmandats nur im rechtlich passenden Umfang. Bei Inkasso bestreite nicht pauschal, sondern Position für Position.
5. Output
Liefere Vertragszeitachse, Zahlungsrechnung, Kündigung oder Widerruf, Inkassoantwort, Nachweischeck und Erinnerungstermin. Stoppe bei unbekannter Vertragsfassung oder fehlendem Zugangsnachweis, statt ein sicheres Vertragsende zu behaupten.
1---2name: abo-kuendigung-fitness-streaming3description: Bearbeitet Kündigung und Zahlungsstreit bei Fitnessstudio- und Streaming-Abos: trennt Nutzungsausfall, Probephase, Laufzeit, automatische Verlängerung, Kündigungsbutton und Inkasso, prüft BGH XII ZR 64/21 sowie EuGH C-249/21 und C-565/22 nur im passenden Fall und liefert fristgerechte Schreiben mit Zahlungs- und Zugangsnachweis.4---56# Fitness- und Streaming-Abo kündigen78## 1. Sachverhalt aus Dokumenten bilden910Lies Vertrag, AGB-Fassung, Bestätigung, Beitragskonto, Kündigungsversuch, Nutzungs- oder Schließungszeitraum und Inkassoschreiben. Trenne Studiovertrag und rein digitalen Dienst; die geschuldete Hauptleistung und die Beendigungsmöglichkeiten sind nicht identisch.1112## 2. Prüfroute13141. Vertragsschluss und Zahlungspflicht bei Onlineabschluss prüfen.152. Probezeit, späteren Preis und automatische Verlängerung feststellen.163. Mindestlaufzeit und Verlängerung nach der damals geltenden Gesetzesfassung bestimmen.174. Kündigungskanal, Zugang und Bestätigung beweisen.185. Leistungsstörung, Schließung oder dauerhafte Nutzungsunmöglichkeit gesondert prüfen.196. Hauptforderung, Rückstand, Mahn- und Inkassokosten getrennt berechnen.2021## 3. Rechtsprechungsanker2223- EuGH, Urteil vom 7. April 2022, C-249/21: Für den Onlinevertrag zählt die eindeutige Buttonbeschriftung.24- EuGH, Urteil vom 5. Oktober 2023, C-565/22: Bei Probeabo und automatischer Verlängerung Preisaufklärung und Widerrufszeitpunkt getrennt prüfen.25- BGH, Urteil vom 4. Mai 2022, XII ZR 64/21: Beiträge für die pandemiebedingte Studioschließung waren nach der dortigen Rechtslage zurückzuzahlen; eine Laufzeitverlängerung über Störung der Geschäftsgrundlage war nicht zulässig.2627## 4. Schreiben2829Das Schreiben benennt Vertragsnummer, Beendigungsgrund, Kündigungszeitpunkt, Zugangsnachweis, bestrittene Positionen und gegebenenfalls Rückforderungsbetrag. Fordere eine Schlussabrechnung und Löschung des Zahlungsmandats nur im rechtlich passenden Umfang. Bei Inkasso bestreite nicht pauschal, sondern Position für Position.3031## 5. Output3233Liefere Vertragszeitachse, Zahlungsrechnung, Kündigung oder Widerruf, Inkassoantwort, Nachweischeck und Erinnerungstermin. Stoppe bei unbekannter Vertragsfassung oder fehlendem Zugangsnachweis, statt ein sicheres Vertragsende zu behaupten.