Kanzleiprofil anpassen
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Eingaben
- Die gewünschte Änderung in eigenen Worten: "Ändere meine Haftungsobergrenze
auf 6 Monate", "Neuer Eskalationsansprechpartner für Verträge über 500.000 €",
"Risikobereitschaft auf konservativ setzen"
- Optional: Abschnittsnamen aus dem Kanzleiprofil (Playbook, Eskalation,
Kanzleistil, Integrationen etc.)
Rechtlicher Rahmen
Kernvorschriften
Die zulässige Anpassungsspanne von Vertragsklauseln ist durch zwingendes Recht
begrenzt. Relevante Grenzen:
- § 307 BGB — Unangemessene Benachteiligung; Transparenzgebot. Klauseln,
die den Vertragspartner entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen
benachteiligen, sind unwirksam — auch im B2B-Bereich.
- § 308 Nr. 1, 2 BGB — Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit (Fristen,
Leistungsänderungsvorbehalte)
- § 309 Nr. 7 BGB — Klauselverbot ohne Wertungsmöglichkeit: Haftungsausschluss
für Körperverletzungen und grobe Fahrlässigkeit ist unwirksam und nicht
verhandelbar
- § 310 Abs. 1 BGB — Im unternehmerischen Verkehr gelten §§ 308, 309 BGB
- §§ 438, 634a BGB — Gesetzliche Verjährungsfristen für Gewährleistung;
Verkürzung in AGB nur in Grenzen des § 309 Nr. 8 BGB
Leitentscheidungen
(Zulässige Anpassung von Zinsklauseln; Transparenzgebot bei Änderungsvorbehalten)
(Unwirksamkeit einer AGB-Klausel bei unangemessener Benachteiligung; § 307 BGB)
(Unwirksamkeit verkürzter Verjährungsfristen in AGB bei versteckter Klausel)
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Ablauf
Schritt 1 — Profil lesen
Lies ~/.claude/plugins/config/klotzkette/vertragsrecht/CLAUDE.md.
Enthält es [PLATZHALTER]-Werte, sage:
Sie haben die Ersteinrichtung noch nicht abgeschlossen. Führen Sie zuerst
/vertragsrecht:kaltstart-interview aus — die Anpassungsfunktion setzt
ein vollständiges Profil voraus.
Schritt 2 — Anpassbare Bereiche zeigen
Zeige dem Nutzer, was im Profil änderbar ist, mit aktuellem Ist-Wert
(eine Zeile pro Einstellung):
- Kanzlei / Profil — Name, Branche, Jurisdiktion, Rechtsform, Setting
(Kanzlei/In-house), Mandatseite (Verwender/Kunden-Seite)
(Gemeinsames Profil — Änderungen wirken sich auf alle Plugins aus)
- Risikobereitschaft — konservativ / ausgewogen / risikobereit;
Auswirkung auf Fallback-Positionen und Eskalationsschwellen
- Personen — Eskalationskette, Genehmiger nach Schwellenwert und
Klauseltyp (GC, Partner, Geschäftsführung)
- Klauselpositionen (Playbook) — die substanziellen Vertragspositionen:
Haftungsbeschränkung, Gewährleistung, Datenschutz/AVV, Laufzeit/Kündigung,
AGB-Einbeziehung, Gerichtsstand, Fallback-Positionen zu jeder Klausel
- Spürbarkeit von Abweichungen — ab welcher Abweichung vom Standardmuster
wird eine Klausel als GELB oder ROT gekennzeichnet?
- Prüfungseinstellungen — Routing-Bestätigung, Erklärungstiefe,
Standard-Stakeholder-Zusammenfassung
- Kanzleistil — Ton in Gegenentwürfen, Länge von Zusammenfassungen,
Ablageort für Arbeitsergebnisse
- Ablauf — Mandatspfade, Fristen-Tracker-Takt
- Integrationen — Status Vertragsmanagement-System, E-Signatur, Slack,
Dokumentenablage
Schritt 3 — Änderung abfragen
Was möchten Sie anpassen? Nennen Sie einen Bereich oder beschreiben Sie
die Änderung in eigenen Worten.
Schritt 4 — Änderung durchführen
Zeigen Sie den aktuellen Wert, fragen Sie nach dem neuen Wert, erläutern
Sie, was sich downstream ändert, bestätigen Sie und schreiben Sie in das
Kanzleiprofil.
Beispiele:
- Haftungsobergrenze Fallback 12 Monate → 6 Monate:
"
/vertragsrecht:vertragsprüfung kennzeichnet künftig alles über 6 Monate als
Abweichung; bereits protokollierte Verhandlungsergebnisse bleiben unverändert."
- Neuer Eskalationsansprechpartner:
"Jeder Redline-Vorschlag, der Ihre Zeichnungsbefugnis übersteigt, wird
künftig an diesen Ansprechpartner gerichtet."
- Risikobereitschaft ausgewogen → konservativ:
"Ich kennzeichne Klauseln, die zuvor als akzeptabel galten, künftig früher
als Abweichung und verschiebe den Eskalationsschwellenwert nach unten."
- Spürbarkeit einer Abweichung ändern:
"Soll jede Verlängerung der Verjährungsfrist über 2 Jahre als GELB
(verhandelbar) oder als ROT (Eskalation) markiert werden?"
Schritt 5 — Gemeinsames Profil (mandantenübergreifend)
Für Änderungen an Kanzleiname, Branche, Jurisdiktion oder Rechtsform:
Schreibe in das gemeinsame Profil und weise darauf hin:
Diese Änderung betrifft das gemeinsame Kanzleiprofil und wirkt sich
auf alle Plugins aus, die dieses Profil lesen.
Schritt 6 — Abschluss
Erledigt. Ihre nächste Ausgabe spiegelt die Änderung wider. Weitere
Anpassungen? /vertragsrecht:anpassen ist jederzeit verfügbar.
Beispiel
Szenario: Der zuständige Partner als Eskalationspunkt hat gewechselt.
- Profil zeigt aktuell: "Eskalation an RA Müller, E-Mail"
- Nutzer sagt: "RA Müller ist ausgeschieden, bitte auf RA Meier ändern"
- Skill zeigt: Aktuell:
RA Müller (m.mueller@kanzlei.de) →
Neu: RA Meier (bitte E-Mail-Adresse bestätigen)
- Nach Bestätigung: Profil aktualisiert; Hinweis, dass
/vertragsrecht:vertragsprüfung
und Eskalationsvorschläge künftig RA Meier adressieren.
Risiken und typische Fehler
- Zwingende AGB-Grenzen nicht umgehen lassen. Wenn der Nutzer eine
Position eintragen will, die gegen § 309 Nr. 7 BGB oder andere zwingende
Vorschriften verstößt (z. B. vollständiger Haftungsausschluss auch für grobe
Fahrlässigkeit in AGB), darauf hinweisen und Eintragung verweigern oder
mit Warnung versehen.
- Interne Widersprüche im Profil flaggen. Wenn Risikobereitschaft auf
"konservativ" steht, aber jede Eskalation der GC-Genehmigung bedarf, ist
das ein Widerspruch — ansprechen, welche Einstellung gelten soll.
- Leitplanken-Abbau erklären. Wenn der Nutzer eine Schutzmarkierung
deaktivieren will (z. B.
[Prüfen]-Hinweis auf Klauseln, Quellenangaben
entfernen), den Zweck der Leitplanke erklären und Konsequenz benennen.
Die [Prüfen]-Markierung, Quellenangaben und [Verifizieren]-Hinweise
sind funktionstragende Elemente und sollen nicht entfernt werden.
- Gesamtinterview nicht auslösen. Diese Skill ändert einzelne
Einstellungen — sie stellt keine Fragen aus dem Erstgespräch neu.
Quellenpflicht
Wenn eine Klauselanpassung an zwingenden gesetzlichen Grenzen scheitert
oder eine Warnung ausgelöst wird, muss die Ausgabe belegen:
- Den einschlägigen Paragraphen (z. B. § 309 Nr. 7 BGB)
- Eine BGH-Entscheidung zur Grenze
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
§ 309 Rn. 48)
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
1---2name: anpassen-43description: Für Kanzleiprofil anpassen: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.4---5
6# Kanzleiprofil anpassen
7
8## Arbeitsweg
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10- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
11- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
12- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
13- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
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15## Eingaben
16
17- Die gewünschte Änderung in eigenen Worten: "Ändere meine Haftungsobergrenze
18 auf 6 Monate", "Neuer Eskalationsansprechpartner für Verträge über 500.000 €",
19 "Risikobereitschaft auf konservativ setzen"
20- Optional: Abschnittsnamen aus dem Kanzleiprofil (Playbook, Eskalation,
21 Kanzleistil, Integrationen etc.)
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23## Rechtlicher Rahmen
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25### Kernvorschriften
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27Die zulässige Anpassungsspanne von Vertragsklauseln ist durch zwingendes Recht
28begrenzt. Relevante Grenzen:
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30- § 307 BGB — Unangemessene Benachteiligung; Transparenzgebot. Klauseln,
31 die den Vertragspartner entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen
32 benachteiligen, sind unwirksam — auch im B2B-Bereich.
33- § 308 Nr. 1, 2 BGB — Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit (Fristen,
34 Leistungsänderungsvorbehalte)
35- § 309 Nr. 7 BGB — Klauselverbot ohne Wertungsmöglichkeit: Haftungsausschluss
36 für Körperverletzungen und grobe Fahrlässigkeit ist unwirksam und nicht
37 verhandelbar
38- § 310 Abs. 1 BGB — Im unternehmerischen Verkehr gelten §§ 308, 309 BGB
39- §§ 438, 634a BGB — Gesetzliche Verjährungsfristen für Gewährleistung;
40 Verkürzung in AGB nur in Grenzen des § 309 Nr. 8 BGB
41
42### Leitentscheidungen
43
44 (Zulässige Anpassung von Zinsklauseln; Transparenzgebot bei Änderungsvorbehalten)
45 (Unwirksamkeit einer AGB-Klausel bei unangemessener Benachteiligung; § 307 BGB)
46 (Unwirksamkeit verkürzter Verjährungsfristen in AGB bei versteckter Klausel)
47
48### Quellenregel
49
50Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
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52## Ablauf
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54### Schritt 1 — Profil lesen
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56Lies `~/.claude/plugins/config/klotzkette/vertragsrecht/CLAUDE.md`.
57Enthält es `[PLATZHALTER]`-Werte, sage:
58
59> Sie haben die Ersteinrichtung noch nicht abgeschlossen. Führen Sie zuerst
60> `/vertragsrecht:kaltstart-interview` aus — die Anpassungsfunktion setzt
61> ein vollständiges Profil voraus.
62
63### Schritt 2 — Anpassbare Bereiche zeigen
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65Zeige dem Nutzer, was im Profil änderbar ist, mit aktuellem Ist-Wert
66(eine Zeile pro Einstellung):
67
68- **Kanzlei / Profil** — Name, Branche, Jurisdiktion, Rechtsform, Setting
69 (Kanzlei/In-house), Mandatseite (Verwender/Kunden-Seite)
70 *(Gemeinsames Profil — Änderungen wirken sich auf alle Plugins aus)*
71- **Risikobereitschaft** — konservativ / ausgewogen / risikobereit;
72 Auswirkung auf Fallback-Positionen und Eskalationsschwellen
73- **Personen** — Eskalationskette, Genehmiger nach Schwellenwert und
74 Klauseltyp (GC, Partner, Geschäftsführung)
75- **Klauselpositionen (Playbook)** — die substanziellen Vertragspositionen:
76 Haftungsbeschränkung, Gewährleistung, Datenschutz/AVV, Laufzeit/Kündigung,
77 AGB-Einbeziehung, Gerichtsstand, Fallback-Positionen zu jeder Klausel
78- **Spürbarkeit von Abweichungen** — ab welcher Abweichung vom Standardmuster
79 wird eine Klausel als GELB oder ROT gekennzeichnet?
80- **Prüfungseinstellungen** — Routing-Bestätigung, Erklärungstiefe,
81 Standard-Stakeholder-Zusammenfassung
82- **Kanzleistil** — Ton in Gegenentwürfen, Länge von Zusammenfassungen,
83 Ablageort für Arbeitsergebnisse
84- **Ablauf** — Mandatspfade, Fristen-Tracker-Takt
85- **Integrationen** — Status Vertragsmanagement-System, E-Signatur, Slack,
86 Dokumentenablage
87
88### Schritt 3 — Änderung abfragen
89
90> Was möchten Sie anpassen? Nennen Sie einen Bereich oder beschreiben Sie
91> die Änderung in eigenen Worten.
92
93### Schritt 4 — Änderung durchführen
94
95Zeigen Sie den aktuellen Wert, fragen Sie nach dem neuen Wert, erläutern
96Sie, was sich downstream ändert, bestätigen Sie und schreiben Sie in das
97Kanzleiprofil.
98
99**Beispiele:**
100
101- *Haftungsobergrenze Fallback 12 Monate → 6 Monate:*
102 "`/vertragsrecht:vertragsprüfung` kennzeichnet künftig alles über 6 Monate als
103 Abweichung; bereits protokollierte Verhandlungsergebnisse bleiben unverändert."
104- *Neuer Eskalationsansprechpartner:*
105 "Jeder Redline-Vorschlag, der Ihre Zeichnungsbefugnis übersteigt, wird
106 künftig an diesen Ansprechpartner gerichtet."
107- *Risikobereitschaft ausgewogen → konservativ:*
108 "Ich kennzeichne Klauseln, die zuvor als akzeptabel galten, künftig früher
109 als Abweichung und verschiebe den Eskalationsschwellenwert nach unten."
110- *Spürbarkeit einer Abweichung ändern:*
111 "Soll jede Verlängerung der Verjährungsfrist über 2 Jahre als GELB
112 (verhandelbar) oder als ROT (Eskalation) markiert werden?"
113
114### Schritt 5 — Gemeinsames Profil (mandantenübergreifend)
115
116Für Änderungen an Kanzleiname, Branche, Jurisdiktion oder Rechtsform:
117Schreibe in das gemeinsame Profil und weise darauf hin:
118
119> Diese Änderung betrifft das gemeinsame Kanzleiprofil und wirkt sich
120> auf alle Plugins aus, die dieses Profil lesen.
121
122### Schritt 6 — Abschluss
123
124> Erledigt. Ihre nächste Ausgabe spiegelt die Änderung wider. Weitere
125> Anpassungen? `/vertragsrecht:anpassen` ist jederzeit verfügbar.
126
127## Beispiel
128
129**Szenario:** Der zuständige Partner als Eskalationspunkt hat gewechselt.
130
1311. Profil zeigt aktuell: "Eskalation an RA Müller, E-Mail"
1322. Nutzer sagt: "RA Müller ist ausgeschieden, bitte auf RA Meier ändern"
1333. Skill zeigt: Aktuell: `RA Müller (m.mueller@kanzlei.de)` →
134 Neu: `RA Meier` (bitte E-Mail-Adresse bestätigen)
1354. Nach Bestätigung: Profil aktualisiert; Hinweis, dass `/vertragsrecht:vertragsprüfung`
136 und Eskalationsvorschläge künftig RA Meier adressieren.
137
138## Risiken und typische Fehler
139
140- **Zwingende AGB-Grenzen nicht umgehen lassen.** Wenn der Nutzer eine
141 Position eintragen will, die gegen § 309 Nr. 7 BGB oder andere zwingende
142 Vorschriften verstößt (z. B. vollständiger Haftungsausschluss auch für grobe
143 Fahrlässigkeit in AGB), darauf hinweisen und Eintragung verweigern oder
144 mit Warnung versehen.
145- **Interne Widersprüche im Profil flaggen.** Wenn Risikobereitschaft auf
146 "konservativ" steht, aber jede Eskalation der GC-Genehmigung bedarf, ist
147 das ein Widerspruch — ansprechen, welche Einstellung gelten soll.
148- **Leitplanken-Abbau erklären.** Wenn der Nutzer eine Schutzmarkierung
149 deaktivieren will (z. B. `[Prüfen]`-Hinweis auf Klauseln, Quellenangaben
150 entfernen), den Zweck der Leitplanke erklären und Konsequenz benennen.
151 Die `[Prüfen]`-Markierung, Quellenangaben und `[Verifizieren]`-Hinweise
152 sind funktionstragende Elemente und sollen nicht entfernt werden.
153- **Gesamtinterview nicht auslösen.** Diese Skill ändert einzelne
154 Einstellungen — sie stellt keine Fragen aus dem Erstgespräch neu.
155
156## Quellenpflicht
157
158Wenn eine Klauselanpassung an zwingenden gesetzlichen Grenzen scheitert
159oder eine Warnung ausgelöst wird, muss die Ausgabe belegen:
160- Den einschlägigen Paragraphen (z. B. § 309 Nr. 7 BGB)
161- Eine BGH-Entscheidung zur Grenze
162- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
163 § 309 Rn. 48)
164
165Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.
166
167---
168
169> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.