Anspruchsgrundlagen-Prüfung
Identifiziert alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen und prüft sie schemamaessig.
Triage zu Beginn
- Welches Schuldverhältnis liegt zugrunde — Vertrag, Gesetz, Bereicherung, Delikt?
- Besteht Auslandsbezug — Rom-I, Rom-II, CISG anwendbar?
- Welche Partei trägt die Beweislast für die streitigsten Tatbestandsmerkmale?
- Droht Verjährung (§§ 195, 199 BGB — regelmäßig 3 Jahre ab Jahresende Kenntnis)?
Zentrale Normen
- § 195, 199 BGB — Verjährung (regelmäßig 3 Jahre, Beginn mit Schluss des Jahres der Kenntnis)
- § 280 BGB — Schadensersatz wegen Pflichtverletzung
- § 812 BGB — ungerechtfertigte Bereicherung
- § 823 BGB — deliktische Haftung
- § 985, 1004 BGB — dingliche Ansprüche
- Art. 1 ff. Rom-I, Art. 4 ff. Rom-II — IPR-Kollisionsrecht
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Sachverhalt scannen: Welche Parteien, welche Rechtsbeziehung, welches Ziel des Klägers?
- Anspruchsgrundlagen auflisten: alle in Betracht kommenden in der Reihenfolge: vertraglich → quasivertraglich → dinglich → deliktisch → bereicherungsrechtlich.
- Für jede AG Prüfschema: Anwendbarkeit → Tatbestandsmerkmale (mit Beweislastverteilung) → Rechtsfolge → Einwendungen/Einreden → Verjährung.
- IPR prüfen: Falls Auslandsbezug, erst Kollisionsrecht klären, dann CISG prüfen.
- Konkurrenzfragen: Wenn mehrere AG durchgreifen, Günstigkeitsprinzip anwenden.
Output-Template
Adressat: Richter/Berichterstatter — Tonfall: sachlich-juristisch
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
## Anspruchsgrundlagen-Übersicht
| Anspruchsgrundlage | Ergebnis | Hauptproblem |
|---|---|---|
| § 433 I BGB (Kaufpreis) | (+) | — |
| § 823 I BGB (Körperverletzung) | prüfen | Kausalität str. |
| § 812 I 1 BGB (Bereicherung) | (-) | Rechtsgrund vorhanden |
### 1. § [AG] [Norm]
- **Tatbestandsmerkmale:** ...
- **Beweislast Kläger:** ...
- **Einwendungen Beklagter:** ...
- **Verjährung:** 3 Jahre ab [DATUM], läuft am [DATUM] ab.
- **Ergebnis:** Anspruch besteht / besteht nicht.
Reihenfolge
- Vertraglich (Paragraf 433 BGB, Paragraf 535 BGB, Paragraf 631 BGB usw. - CISG bei internationalem Warenkauf)
- Quasivertraglich (Paragraf 311 II BGB - culpa in contrahendo, Paragraf 280 BGB)
- Dinglich (Paragraf 985 BGB, Paragraf 1004 BGB)
- Deliktisch (Paragraf 823 ff BGB, Paragraf 7 StVG, ProdHG)
- Bereicherungsrechtlich (Paragraf 812 ff BGB)
- Familien- / erbrechtlich soweit einschlaegig
Prüfschema für jede Anspruchsgrundlage
- Anwendbarkeit (sachlich, persönlich, raeumlich, zeitlich)
- Tatbestandsmerkmale - bei jedem: Wer hat die Beweislast?
- Rechtsfolge
- Einwendungen (rechtshindernd, rechtsvernichtend)
- Einreden (durchsetzbarkeitshemmend)
- Verjährung (Paragraf 195 BGB, Paragraf 199 BGB, Paragraf 438 BGB usw.)
IPR
Bei Auslandsbezug immer prüfen:
- Rom-I-Verordnung (vertragliche Schuldverhältnisse)
- Rom-II-Verordnung (außervertragliche Schuldverhältnisse)
- CISG (Wiener UN-Kaufrecht) als materielles Einheitsrecht - geht IPR vor, soweit sachlicher Anwendungsbereich eroeffnet
- Eingriffsnormen Artikel 9 Rom-I (Pflichtanwendung deutscher Vorschriften, z. B. DSGVO als Eingriffsnorm)
Ausgabe
Pro Anspruchsgrundlage eine eigene Tabelle mit allen Tatbestandsmerkmalen.
Quellenkontrolle
Für die Relation gelten keine universellen materiell-rechtlichen Leitentscheidungen. Zuerst Anspruchsgrundlage und Einwendungen des konkreten Streitstoffs bestimmen; pro Rechtssatz nur eine Entscheidung mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und Quelle verwenden. Verfahrensrechtlich insbesondere Paragraf 138, Paragraf 139, Paragraf 253 Absatz 2 Nummer 2, Paragraf 286, Paragraf 296 und Paragraf 308 ZPO fallbezogen prüfen.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
1---2name: anspruchsgrundlagen-pruefen3description: Für Anspruchsgrundlagen-Prüfung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix.4---56# Anspruchsgrundlagen-Prüfung78Identifiziert alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen und prüft sie schemamaessig.910## Triage zu Beginn11121. Welches Schuldverhältnis liegt zugrunde — Vertrag, Gesetz, Bereicherung, Delikt?132. Besteht Auslandsbezug — Rom-I, Rom-II, CISG anwendbar?143. Welche Partei trägt die Beweislast für die streitigsten Tatbestandsmerkmale?154. Droht Verjährung (§§ 195, 199 BGB — regelmäßig 3 Jahre ab Jahresende Kenntnis)?1617## Zentrale Normen1819- § 195, 199 BGB — Verjährung (regelmäßig 3 Jahre, Beginn mit Schluss des Jahres der Kenntnis)20- § 280 BGB — Schadensersatz wegen Pflichtverletzung21- § 812 BGB — ungerechtfertigte Bereicherung22- § 823 BGB — deliktische Haftung23- § 985, 1004 BGB — dingliche Ansprüche24- Art. 1 ff. Rom-I, Art. 4 ff. Rom-II — IPR-Kollisionsrecht2526## Schritt-für-Schritt-Workflow27281. **Sachverhalt scannen:** Welche Parteien, welche Rechtsbeziehung, welches Ziel des Klägers?292. **Anspruchsgrundlagen auflisten:** alle in Betracht kommenden in der Reihenfolge: vertraglich → quasivertraglich → dinglich → deliktisch → bereicherungsrechtlich.303. **Für jede AG Prüfschema:** Anwendbarkeit → Tatbestandsmerkmale (mit Beweislastverteilung) → Rechtsfolge → Einwendungen/Einreden → Verjährung.314. **IPR prüfen:** Falls Auslandsbezug, erst Kollisionsrecht klären, dann CISG prüfen.325. **Konkurrenzfragen:** Wenn mehrere AG durchgreifen, Günstigkeitsprinzip anwenden.3334## Output-Template3536**Adressat:** Richter/Berichterstatter — Tonfall: sachlich-juristisch3738<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->39> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.40>41> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.42>43> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.44<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->4546```47## Anspruchsgrundlagen-Übersicht4849| Anspruchsgrundlage | Ergebnis | Hauptproblem |50|---|---|---|51| § 433 I BGB (Kaufpreis) | (+) | — |52| § 823 I BGB (Körperverletzung) | prüfen | Kausalität str. |53| § 812 I 1 BGB (Bereicherung) | (-) | Rechtsgrund vorhanden |5455### 1. § [AG] [Norm]56- **Tatbestandsmerkmale:** ...57- **Beweislast Kläger:** ...58- **Einwendungen Beklagter:** ...59- **Verjährung:** 3 Jahre ab [DATUM], läuft am [DATUM] ab.60- **Ergebnis:** Anspruch besteht / besteht nicht.61```6263## Reihenfolge64651. **Vertraglich** (Paragraf 433 BGB, Paragraf 535 BGB, Paragraf 631 BGB usw. - CISG bei internationalem Warenkauf)662. **Quasivertraglich** (Paragraf 311 II BGB - culpa in contrahendo, Paragraf 280 BGB)673. **Dinglich** (Paragraf 985 BGB, Paragraf 1004 BGB)684. **Deliktisch** (Paragraf 823 ff BGB, Paragraf 7 StVG, ProdHG)695. **Bereicherungsrechtlich** (Paragraf 812 ff BGB)706. **Familien- / erbrechtlich** soweit einschlaegig7172## Prüfschema für jede Anspruchsgrundlage73741. Anwendbarkeit (sachlich, persönlich, raeumlich, zeitlich)752. Tatbestandsmerkmale - bei jedem: Wer hat die Beweislast?763. Rechtsfolge774. Einwendungen (rechtshindernd, rechtsvernichtend)785. Einreden (durchsetzbarkeitshemmend)796. Verjährung (Paragraf 195 BGB, Paragraf 199 BGB, Paragraf 438 BGB usw.)8081## IPR8283Bei Auslandsbezug immer prüfen:84- Rom-I-Verordnung (vertragliche Schuldverhältnisse)85- Rom-II-Verordnung (außervertragliche Schuldverhältnisse)86- CISG (Wiener UN-Kaufrecht) als materielles Einheitsrecht - geht IPR vor, soweit sachlicher Anwendungsbereich eroeffnet87- Eingriffsnormen Artikel 9 Rom-I (Pflichtanwendung deutscher Vorschriften, z. B. DSGVO als Eingriffsnorm)8889## Ausgabe9091Pro Anspruchsgrundlage eine eigene Tabelle mit allen Tatbestandsmerkmalen.92939495## Quellenkontrolle9697Für die Relation gelten keine universellen materiell-rechtlichen Leitentscheidungen. Zuerst Anspruchsgrundlage und Einwendungen des konkreten Streitstoffs bestimmen; pro Rechtssatz nur eine Entscheidung mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und Quelle verwenden. Verfahrensrechtlich insbesondere Paragraf 138, Paragraf 139, Paragraf 253 Absatz 2 Nummer 2, Paragraf 286, Paragraf 296 und Paragraf 308 ZPO fallbezogen prüfen.9899> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.