1---2name: delikt-verkehrspflicht-digital3description: Für Delikt: Verkehrspflicht Digital: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.4---56# Delikt: Verkehrspflicht Digital78## Fachkern: Delikt: Verkehrspflicht Digital9- **Normen-/Quellenanker:** BGB Besonderer Teil: Kaufrecht, Werk-/Dienstvertrag, Auftrag/Geschäftsbesorgung, Miet-/Leasingnähe, GoA, Bereicherung, Delikt, Verjährung und AGB-Schnittstellen.10- **Entscheidende Weiche:** Anspruchsgrundlage, Vertragstyp/Mischvertrag, Pflichtverletzung, Vertretenmüssen, Schaden, Einwendung und Beweisfrage sauber trennen.11- **Arbeitsprodukt:** Liefere eine fallbezogene `Norm / Tatsache / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt`-Matrix und einen direkt nutzbaren Textbaustein, wenn der Nutzer einen Entwurf braucht.1213## Normanker1415- § 823 Abs. 1 BGB: allgemeine Verkehrssicherungspflicht, auch im digitalen Bereich16- § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit Art. 32 DSGVO: IT-Sicherheitspflicht als Schutzgesetz17- § 1004 BGB analog: Beseitigung und Unterlassung bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen online18- TMG (§§ 7–10 TMG) bzw. DSA (Digital Services Act): Haftungsprivileg und Pflichtenrahmen für Hostingprovider19- NIS2-Richtlinie und BSIG: Cybersicherheitspflichten für kritische Infrastrukturen20- BGH-Rechtsprechung zu Plattformhaftung: nur nach Live-Prüfung zitieren2122## Intake2324- Welche digitale Infrastruktur (Plattform, Software, IoT-Gerät) ist betroffen?25- Welcher Schaden ist entstanden: Datenverlust, Persönlichkeitsrechtsverletzung, Vermögensschaden?26- Hat der Betreiber zumutbare IT-Sicherheitsmaßnahmen nach Art. 32 DSGVO ergriffen?27- Greift das Haftungsprivileg nach §§ 7–10 TMG oder DSA?28- Sind Dritte (z.B. Hacker) als Mitschädiger beteiligt?2930## Prüfraster31321. Rechtsgutsverletzung: Eigentum, allgemeines Persönlichkeitsrecht, Gesundheit oder sonstiges Recht332. Verkehrssicherungspflicht: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind für diesen digitalen Dienst angemessen?343. IT-Sicherheitspflichten nach Art. 32 DSGVO als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB354. Haftungsprivileg nach DSA/TMG: greift es hier (Hosting, Caching, Mere Conduit)?365. Kausalität: hat Pflichtverletzung den Schaden verursacht (auch mittelbare Kausalität durch Dritte)?376. Zurechenbarkeit: war Angriff vorhersehbar und hätte Betreiber ihn durch zumutbare Maßnahmen abwenden können?387. Mitverschulden des Geschädigten nach § 254 BGB (schwaches Passwort, veraltete Software)398. Schadensersatz: materielle und immaterielle Schäden (auch Datenschutzschäden nach Art. 82 DSGVO)4041## Fallstricke4243- Haftungsprivileg nach DSA gilt nicht, wenn Plattform von rechtswidrigem Inhalt Kenntnis hatte und nicht handelte.44- Art. 82 DSGVO gibt eigene Schadensersatzansprüche, die neben § 823 BGB stehen.45- NIS2-Pflichten begründen keine direkte privatrechtliche Haftung, können aber Schutzgesetzverletzung indizieren.46- Beweissicherung bei Cybervorfällen muss sofort erfolgen (Logs, Backups, Forensik).4748## Stoppschilder4950- Keine Kommentar-, Aufsatz- oder BeckRS/Juris-Blindzitate.51- Tragende Gesetzesstände live gegen amtliche/frei zugängliche Quellen prüfen.52- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und überprüfbarer Quelle verwenden.53- Bei Unsicherheit die Annahme ausdrücklich markieren und eine Rückfrage oder Quellenprüfung auslösen.5455## Anschluss-Skills5657- deliktsrecht-paragraph-823-158- delikt-organisationspflicht59- produzentenhaftung-und-verkehrssicherung60- workflow-livequellen-rechtsstand6162## Quellen6364- https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__823.html65- https://www.gesetze-im-internet.de/tmg/66- https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32022R2065