Bewertet einen Datenschutzvorfall bei Berufsgeheimnisträgern nach § 203 StGB
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: DSGVO Art. 5, 6, 7, 9, 12-22, 25, 28, 30, 32, 33-34, 35, 51-58, 77-83, BDSG §§ 22-25, 26, 30; DSGVO; BDSG; TTDSG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Bewertet einen Datenschutzvorfall bei Berufsgeheimnisträgern nach § 203 StGB. Behandelt: Ärzte; Rechtsanwälte; Steuerberater; Wirtschaftsprüfer; Psychotherapeuten; Sozialarbeiter; berufsmäßige Gehilfen; mitwirkende Personen nach § 203 Abs. 3 StGB; Reichweite der Schweigepflicht; Verhältnis zur DSGVO; Anzeige- und Benachrichtigungspflichten; Risiken bei Cloud-Auslagerung; berufsrechtliche Folgen. Output: Memo zu Strafbarkeitsrisiko und Pflichten. Abgrenzung: keine berufsrechtliche Verteidigung; keine Strafanzeige.
§ 203 StGB Berufsgeheimnis im Datenschutzvorfall
Triage — kläre vor der Bearbeitung
- Welcher Berufsgeheimnisträger ist betroffen?
- Wurde das Geheimnis offenbart oder unbefugt zugänglich gemacht?
- Lag Vorsatz oder Fahrlässigkeit vor?
- Sind mitwirkende Personen nach § 203 Abs. 3 StGB beteiligt — Cloud-Anbieter, Praxisverwaltungssystem?
- Welche Schweigepflichtsentbindung der Betroffenen liegt vor?
- Was will der Mandant wirklich erreichen? (Strafbarkeitsrisiko vermeiden; Berufszulassung sichern)
Rechtsgrundlagen
- § 203 Abs. 1 StGB Verletzung von Privatgeheimnissen.
- § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB mitwirkende Personen.
- § 203 Abs. 4 StGB Offenbarungstatbestände.
- Art. 33 DSGVO Meldepflicht (zusätzlich zur strafrechtlichen Bewertung).
- § 43a Abs. 2 BRAO anwaltliche Verschwiegenheit.
Aktuelle Rechtsprechung
Nicht aus Modellwissen; insbesondere zur Reichweite des § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB bei IT-Dienstleistern vor Ausgabe verifizieren.
Zentrale Normen
§ 203 Abs. 1; § 203 Abs. 3; § 203 Abs. 4 StGB; Art. 33 DSGVO; § 43a Abs. 2 BRAO.
Praxisformulierung — Strafbarkeitsraster
Tathandlung: Offenbaren / unbefugt Zugänglichmachen.
Täterkreis: § 203 Abs. 1 StGB Katalog; § 203 Abs. 3 mitwirkende Personen.
Schuld: Vorsatz / Fahrlässigkeit (§ 203 Abs. 1 setzt Vorsatz voraus; fahrlässige Offenbarung nicht strafbar, aber berufsrechtlich relevant).
Berufsrecht: zusätzliche Meldung an Kammer; Disziplinarverfahren möglich.
Abgrenzung zu anderen Skills
dsv-aufnahme-statusinformation bildet die strukturierte Erstaufnahme; dieser Skill setzt darauf auf.
dsv-meldung-art-33-pflichtangaben deckt die Behördenmeldung ab; bei Bedarf zusätzlich ziehen.
dsv-benachrichtigung-art-34-betroffene deckt die Benachrichtigung Betroffener ab.
dsv-bussgeldverteidigung-art-83 und dsv-schadensersatz-art-82 decken die anwaltliche Nachbearbeitung ab.
dsv-art-9-besondere-kategorien deckt sensible Daten ab.
dsv-sozialdaten-sgb deckt Sozialdaten ab.
1---2name: dsv-paragraf-203-stgb-berufsgeheimnis3description: Für Bewertet einen Datenschutzvorfall bei Berufsgeheimnisträgern nach Paragraf 203 StGB: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.4---56# Bewertet einen Datenschutzvorfall bei Berufsgeheimnisträgern nach § 203 StGB789## Arbeitsweg1011- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?12- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.13- Tragende Normen verifizieren: DSGVO Art. 5, 6, 7, 9, 12-22, 25, 28, 30, 32, 33-34, 35, 51-58, 77-83, BDSG §§ 22-25, 26, 30; DSGVO; BDSG; TTDSG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.14- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).15- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.1617**Fokus:** Bewertet einen Datenschutzvorfall bei Berufsgeheimnisträgern nach § 203 StGB. Behandelt: Ärzte; Rechtsanwälte; Steuerberater; Wirtschaftsprüfer; Psychotherapeuten; Sozialarbeiter; berufsmäßige Gehilfen; mitwirkende Personen nach § 203 Abs. 3 StGB; Reichweite der Schweigepflicht; Verhältnis zur DSGVO; Anzeige- und Benachrichtigungspflichten; Risiken bei Cloud-Auslagerung; berufsrechtliche Folgen. Output: Memo zu Strafbarkeitsrisiko und Pflichten. Abgrenzung: keine berufsrechtliche Verteidigung; keine Strafanzeige.1819### § 203 StGB Berufsgeheimnis im Datenschutzvorfall2021## Triage — kläre vor der Bearbeitung22231. Welcher Berufsgeheimnisträger ist betroffen?242. Wurde das Geheimnis offenbart oder unbefugt zugänglich gemacht?253. Lag Vorsatz oder Fahrlässigkeit vor?264. Sind mitwirkende Personen nach § 203 Abs. 3 StGB beteiligt — Cloud-Anbieter, Praxisverwaltungssystem?275. Welche Schweigepflichtsentbindung der Betroffenen liegt vor?28- Was will der Mandant wirklich erreichen? (Strafbarkeitsrisiko vermeiden; Berufszulassung sichern)2930## Rechtsgrundlagen3132- **§ 203 Abs. 1 StGB** Verletzung von Privatgeheimnissen.33- **§ 203 Abs. 3 Satz 2 StGB** mitwirkende Personen.34- **§ 203 Abs. 4 StGB** Offenbarungstatbestände.35- **Art. 33 DSGVO** Meldepflicht (zusätzlich zur strafrechtlichen Bewertung).36- **§ 43a Abs. 2 BRAO** anwaltliche Verschwiegenheit.3738## Aktuelle Rechtsprechung3940Nicht aus Modellwissen; insbesondere zur Reichweite des § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB bei IT-Dienstleistern vor Ausgabe verifizieren.4142## Zentrale Normen4344§ 203 Abs. 1; § 203 Abs. 3; § 203 Abs. 4 StGB; Art. 33 DSGVO; § 43a Abs. 2 BRAO.4546## Praxisformulierung — Strafbarkeitsraster4748Tathandlung: Offenbaren / unbefugt Zugänglichmachen.4950Täterkreis: § 203 Abs. 1 StGB Katalog; § 203 Abs. 3 mitwirkende Personen.5152Schuld: Vorsatz / Fahrlässigkeit (§ 203 Abs. 1 setzt Vorsatz voraus; fahrlässige Offenbarung nicht strafbar, aber berufsrechtlich relevant).5354Berufsrecht: zusätzliche Meldung an Kammer; Disziplinarverfahren möglich.5556## Abgrenzung zu anderen Skills5758- `dsv-aufnahme-statusinformation` bildet die strukturierte Erstaufnahme; dieser Skill setzt darauf auf.59- `dsv-meldung-art-33-pflichtangaben` deckt die Behördenmeldung ab; bei Bedarf zusätzlich ziehen.60- `dsv-benachrichtigung-art-34-betroffene` deckt die Benachrichtigung Betroffener ab.61- `dsv-bussgeldverteidigung-art-83` und `dsv-schadensersatz-art-82` decken die anwaltliche Nachbearbeitung ab.6263- `dsv-art-9-besondere-kategorien` deckt sensible Daten ab.64- `dsv-sozialdaten-sgb` deckt Sozialdaten ab.