Entwurfscheck, Aktenabgleich und Red Team
Vier Pflichtbausteine
- Ziel klären: Was soll entschieden, geprueft, entworfen, verbessert oder verhandelt werden?
- Kontext sichern: Rolle, Frist, Dokumente, Beteiligte, Vorgeschichte und Belege.
- Grenzen setzen: keine Blindzitate, keine erfundenen Tatsachen, keine ungewollten Zugestaendnisse.
- Ausgabeformat bestimmen: Memo, Tabelle, Schriftsatz, Brief, Beschluss, TOP, Checkliste oder Red-Team-Liste.
Workflow
- Material erfassen und sichtbar zwischen Tatsache, Behauptung und Bewertung trennen.
- Eilige Punkte vorziehen.
- Schwachstellen und Gegenargumente benennen.
- Passende Folge-Skills aus demselben Plugin vorschlagen.
- Einen verwendbaren Output liefern und offene Punkte mit
[noch klaeren]markieren.
Ausgabe
| Punkt | Befund | Risiko | Naechster Schritt |
|---|---|---|---|
| ... | ... | ... | ... |
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Qualitaetsgate
Ist die Antwort handlungsorientiert, knapp, respektvoll, belegnah und ohne erfundene Quellen? Sind Fristen und offene Tatsachen sichtbar? Ist der naechste Schritt eindeutig?
Pflicht-Checkliste vor Versand
- Aktenzeichen, Anschrift, Datum: richtig?
- Antrag bestimmt (§ 253 II Nr. 2 ZPO): wertmaessig und sachlich konkret?
- Anspruchsgrundlage genannt: Norm im Klartext (z. B. § 433 II BGB), nicht "der Vertrag"?
- Substantiierung (§ 138 I ZPO): wer, wann, wo, was, warum?
- Belege referenziert: Anlagen K1, K2 ...; Beweisangebot zu jedem streitigen Punkt?
- Rechtsmittelbelehrung / Fristen: Berufung 1 Monat (§ 517 ZPO), Berufungsbegruendung 2 Monate (§ 520 II ZPO)?
- Unterschrift / Postulationsfaehigkeit: Anwalt-Pflicht (§ 78 ZPO) eingehalten?
- Wortlautgrenze: keine ueberspitzten Tatsachenbehauptungen, keine unbegruendeten Werturteile?
- § 138 I ZPO Wahrheitspflicht: alle vorgetragenen Tatsachen wahr (zumindest erkundigt)?
- Berufsrecht § 43a BRAO: keine Mandantengeheimnisverletzung, keine unsachliche Aeusserung?
- KI-Halluzinationen suchen: jede zitierte Rspr. live verifiziert?
- Falle: Vorgaben des Mandanten ignoriert (z. B. Vergleichsangebot nicht erwaehnt) — Mandantenwillen explizit zu Aktennotiz nehmen.