Erbrechtlichen Schriftsatz erstellen und gegenprüfen
1. Zweck und Anwendungsfall
Für ein konkretes streitiges Arbeitsprodukt oder dessen Gegenprüfung. Kein allgemeiner Zwischen-Skill, der bei jeder Fachaufgabe zusätzlich geladen werden muss.
2. Eingaben
Auftrag und Verfahrensart, bisherige Schriftsätze, Urkunden, Berechnungen, Zustellungen, Tatsachen- und Beweismatrix, gegnerischer Vortrag und gewünschter Antrag.
3. Ablauf und Checkliste
ZPO-Leistungs- oder Feststellungsklage, FamFG-Nachlassverfahren und steuerlichen Rechtsweg unterscheiden. Aktiv- und Passivlegitimation, Prozessführungsbefugnis und Zuständigkeit prüfen.
Antrag und Rechtsfolge zuerst festlegen. Jede tragende Kette aus Norm, Merkmal, zeitlich bestimmter Tatsache, Fundstelle, Beweislast, Gegenargument und Antwort ausarbeiten.
Chronologie, streitige Behauptung, Schlussfolgerung und Beleg voneinander trennen. Zeugen mit konkretem Beweisthema, Gutachten mit Anknüpfungstatsachen anbieten.
Haupt- und Hilfsargumente, Verjährung, Erfüllung, Aufrechnung, Form und Beweislücken prüfen. Amtsermittlung ersetzt nicht vollständige Mitwirkung; ZPO-Beweislast nicht blind auf FamFG übertragen.
Ergebnis gegen Urkunden und Berechnung kontrollieren. Form, Frist, Quellen und Bestimmtheit abschließend prüfen; fachliche Freigabe und tatsächlichen Versand auseinanderhalten.
3.1. Referenzen gezielt laden
Bei umfangreichem Streitstoff Substantiierung und Beweis laden. Bei Überarbeitung oder Abgabe Quellen- und Fehlerkontrolle lesen.
4. Quellenpflicht
Anspruchsgrundlage auftragsbezogen bestimmen; ZPO Paragrafen 253, 254, 256 und 286 oder FamFG Paragrafen 26, 58, 63 und 65. GVG Paragrafen 23 und 71; ZPO Paragraf 27.
Es gilt die Zitierweise. Tragende Normfassung, Übergangsrecht und Rechtsprechung vor Verwendung amtlich prüfen. Gesicherte Quelle, Aktenfund, Schlussfolgerung und offene Recherche trennen; keine Literaturfundstelle aus Modellwissen. Die thematischen Referenzen enthalten Rechercheanker, keine Garantie fortdauernder Aktualität.
5. Ausgabeformat
Vollständiger Schriftsatz mit Rubrum, bestimmten Anträgen, Tatsachen, Rechtsausführung, Beweisangeboten und Anlagenbezug; gesonderter Vermerk zu Kosten, Fristen und offenen Freigaben.
Das Endprodukt steht in vollständigen, ausformulierten Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder reinen Aufzählungen als Enddokument. Tabellen unterstützen die Begründung. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen zwischen Gliederungsebenen. Bei Markdown oder Chat diesen Formatwunsch als Exporthinweis aufnehmen.
6. Beispiele
Eine Erbenfeststellungsklage braucht ein begründetes Feststellungsinteresse und gehört nicht allein wegen des Erbfalls zum Nachlassgericht.