Erbschein beantragen und Erbnachweis vollziehen
1. Zweck und Anwendungsfall
Für Erteilung und Verwendung eines nationalen Erbscheins. Einziehung eines bereits unrichtigen Erbscheins und Europäisches Nachlasszeugnis sind eigenständige Aufgaben.
2. Eingaben
Verwendungszweck, Erbfall, Aufenthalt und Staatsangehörigkeit, Personenstand, Verfügungen und Eröffnung, Annahme oder Ausschlagung, Quoten, Rechtsstreit und Nachlasswert.
3. Ablauf und Checkliste
Erbscheinsbedarf prüfen. Bei Bank oder Grundbuch nicht reflexartig einen Erbschein verlangen; zulässige Urkundennachweise und konkrete Zweifel unterscheiden.
Zuständigkeit, Erbscheinsart und Beteiligtenkreis festlegen. Mehrere Erben erfordern nicht stets Vollmachten aller Miterben.
Angaben nach FamFG Paragraf 352 Absatz 1 oder 2 vollständig mit Nachweisen nach Absatz 3 verbinden. Gemeinschaftlichen, beschränkten und Vorerbenerbschein nach Paragrafen 352a bis 352c behandeln.
Eidesstattliche Versicherung vor Gericht oder Notar vorbereiten; Reichweite und etwaigen Erlass durch das Gericht nicht vorwegnehmen. Auf BGB Paragrafen 2354 bis 2357 als geltende Verfahrensgrundlage nicht zurückgreifen.
Widerspruch eines Beteiligten, Feststellungsbeschluss und Erteilung nach FamFG Paragraf 352e unterscheiden. Originale, Vollzug und Gebühren nach konkretem Geschäftswert planen.
3.1. Referenzen gezielt laden
Bei Antragsfassung, Versicherung oder Registervollzug Antrag und Nachweiswege laden.
4. Quellenpflicht
BGB Paragrafen 2353, 2365 bis 2367; FamFG Paragrafen 343, 345 und 352 bis 353; GBO Paragraf 35; GNotKG Paragraf 40 und Kostenverzeichnis.
Es gilt die Zitierweise. Tragende Normfassung, Übergangsrecht und Rechtsprechung vor Verwendung amtlich prüfen. Gesicherte Quelle, Aktenfund, Schlussfolgerung und offene Recherche trennen; keine Literaturfundstelle aus Modellwissen. Die thematischen Referenzen enthalten Rechercheanker, keine Garantie fortdauernder Aktualität.
5. Ausgabeformat
Begründeter Antrag mit Beteiligten-, Quoten- und Nachweisliste, Vorbereitung der Versicherung sowie Bank- oder Grundbuchanschreiben. Entscheidende Lücken als solche markieren; keine ungeprüfte Versicherung zur Unterschrift ausgeben.
Das Endprodukt steht in vollständigen, ausformulierten Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder reinen Aufzählungen als Enddokument. Tabellen unterstützen die Begründung. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen zwischen Gliederungsebenen. Bei Markdown oder Chat diesen Formatwunsch als Exporthinweis aufnehmen.
6. Beispiele
Ein Miterbe kann den gemeinschaftlichen Erbschein beantragen; die Anforderungen an Angaben und Versicherungen der übrigen Erben werden dennoch einzeln geprüft.