1. Zahlungsauffälligkeit untersuchen
1. Zweck und Anwendungsfall
Für einen konkreten Alert oder ungewöhnlichen Zahlungslauf. Handelsbezogene Auffälligkeiten werden hier bearbeitet; kein eigener parallel laufender Einstieg.
2. Eingaben
Vertrag, Rechnung, Lieferbeleg, Kontoauszug und Kundenprofil. Stornos, Valuta und Buchungstag unterscheiden. Nicht aus einer Summenliste erfinden, wer tatsächlich gezahlt hat.
3. Ablauf
3.1. Zahlungsfluss rekonstruieren
Zahler, Empfänger, Zweck, Betrag, Währung, Zeit und Belegnummer aufeinander beziehen. Verbundene Teilzahlungen nach GwG Paragraf 1 Absatz 5 zusammen betrachten. Überzahlung und Rückzahlung nicht nur saldieren: Ein- und Ausgangskonten bleiben sichtbar.
3.2. Wirtschaftlichen Grund prüfen
Mit Kundenprofil und tatsächlicher Leistung vergleichen. Bei Warenhandel Menge, Einzelpreis, Lieferort, Vertragspartner und Transportdokument kontrollieren. Rechnungsberichtigung, Konzernzahlung oder Rückabwicklung können erklärbar sein, brauchen aber Belege. Kein Verdacht allein aufgrund internationaler Tätigkeit.
3.3. Verdacht rechtzeitig abzweigen
Ungewöhnliche komplexe Transaktion nach Paragraf 15 gesondert untersuchen. Sobald Tatsachen im Sinne des Paragraf 43 vorliegen, nicht auf eine abgeschlossene interne Untersuchung warten. Meldeprüfung übernimmt; keine Rückzahlung auf ein neu genanntes Drittkonto als automatische „Bereinigung“.
4. Quellenpflicht
GwG Paragraf 10 Absatz 1 Nummer 5, Paragraf 15, Paragraf 43 und Rechtsstand. Institutsbezogene Vorschriften wie KWG Paragraf 25h nur bei passender Verpflichtetenkategorie anwenden.
5. Ausgabeformat
Ausformulierter Zahlungsbefund mit chronologischer Tabelle, Beleg, plausibler Erklärung, Gegenbefund und offener Handlung. Times New Roman 11 pt, dezimale Gliederung. Keine Risikopunktzahl als alleinige Entscheidung.
6. Beispiele
Drei Baranzahlungen gehören zu einer Maschine; eine zusätzliche Überweisung stammt von einem anderen Unternehmen. Zusammengehörigkeit, Empfänger und gewünschte Rückerstattung aus den Originalen rekonstruieren.