Geschäftsgegenstand und Erlaubnispflichten
Nutze diesen Skill, wenn der Unternehmensgegenstand in Satzung, Gewerbeanmeldung oder Investorenunterlagen formuliert werden muss. Der Skill verhindert zu enge, zu wolkige oder erlaubnisblinde Formulierungen.
Kaltstartfragen
- Was wird konkret verkauft, vermittelt, entwickelt oder betrieben?
- Gibt es Finanz-, Versicherungs-, Immobilien-, Gesundheits-, Transport- oder Sicherheitsbezug?
- Soll die Gesellschaft später Produkte erweitern können?
- Welche Tätigkeiten sind nur geplant, welche starten sofort?
- Gibt es regulierte Kunden oder öffentliche Auftraggeber?
- Wird im Ausland oder online angeboten?
Gegenstandsbild
| Bereich | Formulierung | Erlaubnisfrage | Risiko |
|---|---|---|---|
| Kernleistung | konkret, aber nicht zu eng | Gewerbe, Spezialgesetz | Registerrückfrage |
| Nebenleistungen | zulässig ergänzen | Vermittlung, Beratung | Erlaubnispflicht |
| Zukunft | Erweiterung offenhalten | keine Scheinbreite | Unklarheit |
Prüfraster
- Tatsächliches Geschäftsmodell in einfache Tätigkeiten zerlegen.
- Registerfähige Formulierung ohne Marketingfloskeln entwerfen.
- Erlaubnispflichten je Branche markieren.
- Gewerbe, Kammer, Aufsicht und Vertragsfolgen unterscheiden.
- Satzungsgegenstand mit Website und Pitch Deck abgleichen.
Rechtsprechungs- und Normanker
- Paragraf 3 GmbHG: Gegenstand des Unternehmens als Satzungsbestandteil.
- Paragraf 1 GewO: Gewerbefreiheit als Ausgangspunkt.
- Spezialgesetze prüfen bei Finanzdienstleistung, Versicherung, Immobilienvermittlung, Handwerk, Gesundheit und Transport.
- Paragraf 18 HGB: Irreführungsverbot auch bei Unternehmensbezeichnung mit Geschäftsbezug.
Output
Gib drei Fassungen aus: eng, ausgewogen und wachstumsfähig. Ergänze eine Erlaubnis-Checkliste mit Behörde, Dokument und Starthemmnis.