Insolvenzgerichtliche Versandmappe endfertigen
1. Verfahrensweg trennen
Lies Antrag oder Klage, Forderungsunterlagen, Titel, Vollstreckungsnachweise, Liquiditätsstatus, Registerauszug und gerichtliche Vorgaben. Trenne:
- Eröffnungsantrag beim Insolvenzgericht,
- Forderungsanmeldung beim Verwalter,
- Feststellungs-, Anfechtungs- oder Haftungsprozess vor dem Prozessgericht.
Die Wege erhalten getrennte Versandordner und eigene Anlagenlogik.
2. Insolvenzgericht
Prüfe Antragsberechtigung, Schuldneridentität, Insolvenzgrund, Forderung, Rechtsschutzinteresse und Glaubhaftmachung. Bei vorgeschriebenen Formularen bleibt das Formular führend. Verwende neutrale Anlagenbezeichnungen oder den gerichtlichen Standard; erfinde kein K-/B-Schema.
3. Streitiger Prozess
Bei Anfechtungs-, Feststellungs- oder Haftungsklage gelten K und B entsprechend Parteirolle. Ordne Vertrag, Rechnung, Fälligkeit, Zahlung, Kenntnisindizien, Insolvenzeröffnung und Verwalterbestellung den Behauptungen zu. Replik und Duplik führen die Nummern fort.
4. Technik und Freigabe
Hauptdokument und Anlagen werden getrennte PDFs, jede Anlagenseite wird bezeichnet. Gerichtshinweis geht vor; sonst kurze ASCII-Unterstrich-Dateien. Prüfe ZPO Paragraf 4 InsO-Verweisung und die konkret einschlägige elektronische Formnorm, qES oder persönlichen Versand und Eingangsbestätigung.
Liefere getrennte Ordner, Antrags- oder Anspruchsmatrix, Einzelanlagen, Manifest und Eingangskontrolle. Stoppe bei vermischten Verfahrenswegen, fehlender Glaubhaftmachung, unklarem Insolvenzgrund, falschem Formular oder nicht fortgeführtem Anlagenkreis.