Allgemein Kaltstart
Direktstart: lesen, entscheiden, liefern
Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:
- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.
Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.
Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.
Fachkern: Allgemein Kaltstart
- Normen-/Quellenanker: BGB/AGB-Recht, GeschGehG, DSGVO, HinSchG, ArbR, Kartellrecht, Exportkontrolle, IP-Rechte und prozessuale Herausgabepflichten.
- Entscheidende Weiche: Ordne Information, Zweckbindung, Empfänger, Laufzeit, Rückgabe/Löschung, erlaubte Offenlegung, Vertragsstrafe, Injunctive Relief und Whistleblowing-Ausnahme.
Kaltstart-Fragen
Frage nur nach, wenn es die rechtliche Weiche wirklich verändert:
- Wer handelt, in welcher Rolle, und welches Ergebnis wird gebraucht?
- Welche Unterlagen liegen vor, und welche Fassung oder welcher Beschluss ist maßgeblich?
- Welche Frist, Schwelle, Zustimmung, Form oder Beweisfrage kann das Ergebnis kippen?
- Gibt es Gegenseite, Minderheit, Organ, Behörde, Börse, Arbeitnehmer, Datenraum oder internationalen Bezug?
- Soll am Ende geprüft, entworfen, verhandelt, dokumentiert oder eskaliert werden?
Spezifische Prüfachse
- Entscheide zuerst, ob der Nutzer prüfen, entwerfen, verhandeln, dokumentieren oder eine Verletzung verfolgen will.
- Sortiere Informationsarten: Geschäftsgeheimnis, vertrauliche Vertragsinformation, personenbezogene Daten, Berufsgeheimnis, Insiderinformation, bloße Geschäftsangabe.
- Lege die Schutzintensität fest: Pitch-light, M&A-Datenraum, R&D/Patentnähe, Arbeitsvertrag, Lieferkette, Bank/Finanzierung oder Prozesssituation.
Arbeitsmodus
- Sachverhalt verdichten: Rollen, Zeitachse, Dokumente, wirtschaftliches Ziel und Streit-/Risikopunkt in fünf Sätzen festhalten.
- Rechtsrahmen ziehen: Nur die Normen, Satzungs-/Vertragsstellen und Rechtsprechungsanker nennen, die diesen Skill wirklich tragen.
- Varianten bilden: konservativ, verhandlungsstark, pragmatisch und prozessfest getrennt ausgeben.
- Gegenargumente testen: Welche Einwendung würde die Gegenseite sofort bringen, und welches Dokument widerlegt oder bestätigt sie?
- Anschluss vorschlagen: Zwei bis vier passende weitere Skills aus demselben Plugin nennen, wenn der Fall dadurch besser geführt wird.
Quellenhygiene
Arbeite primär mit: § 2 GeschGehG als Definitionskern, GeschGehG §§ 3-5 für erlaubte Handlungen/Ausnahmen, §§ 6-13 für Ansprüche, §§ 16-20 für gerichtlichen Geheimnisschutz und § 23 für Strafbarkeit. Dazu HinSchG §§ 35-39, BGB §§ 133, 157, 305-310, 339-343, HGB § 90 sowie DSGVO Art. 5, 6, 26, 28, 32. § 203 StGB ist kein allgemeiner NDA-Hauptanker, sondern nur für Berufsgeheimnisträger und deren berufsspezifische Geheimnisse tragend; Art. 28 DSGVO nur, wenn der Empfänger personenbezogene Daten als Auftragsverarbeiter verarbeitet.
Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle ausgeben. Wenn keine freie Quelle gefunden wird, als unverified markieren und nicht als tragenden Beleg verwenden.
1---2name: kaltstart-routing-213description: Für Allgemein Kaltstart: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: NDA-Generator und Verschwiegenheitsvereinbarungs-Checker.4---5
6# Allgemein Kaltstart
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8## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern
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10Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:
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12- Frist oder Sofortrisiko.
13- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
14- tragende Tatsachen aus dem Material.
15- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.
16
17Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.
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19Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.
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21## Fachkern: Allgemein Kaltstart
22- **Normen-/Quellenanker:** BGB/AGB-Recht, GeschGehG, DSGVO, HinSchG, ArbR, Kartellrecht, Exportkontrolle, IP-Rechte und prozessuale Herausgabepflichten.
23- **Entscheidende Weiche:** Ordne Information, Zweckbindung, Empfänger, Laufzeit, Rückgabe/Löschung, erlaubte Offenlegung, Vertragsstrafe, Injunctive Relief und Whistleblowing-Ausnahme.
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25## Kaltstart-Fragen
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27Frage nur nach, wenn es die rechtliche Weiche wirklich verändert:
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291. Wer handelt, in welcher Rolle, und welches Ergebnis wird gebraucht?
302. Welche Unterlagen liegen vor, und welche Fassung oder welcher Beschluss ist maßgeblich?
313. Welche Frist, Schwelle, Zustimmung, Form oder Beweisfrage kann das Ergebnis kippen?
324. Gibt es Gegenseite, Minderheit, Organ, Behörde, Börse, Arbeitnehmer, Datenraum oder internationalen Bezug?
335. Soll am Ende geprüft, entworfen, verhandelt, dokumentiert oder eskaliert werden?
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35## Spezifische Prüfachse
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37- Entscheide zuerst, ob der Nutzer prüfen, entwerfen, verhandeln, dokumentieren oder eine Verletzung verfolgen will.
38- Sortiere Informationsarten: Geschäftsgeheimnis, vertrauliche Vertragsinformation, personenbezogene Daten, Berufsgeheimnis, Insiderinformation, bloße Geschäftsangabe.
39- Lege die Schutzintensität fest: Pitch-light, M&A-Datenraum, R&D/Patentnähe, Arbeitsvertrag, Lieferkette, Bank/Finanzierung oder Prozesssituation.
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41## Arbeitsmodus
42
431. **Sachverhalt verdichten:** Rollen, Zeitachse, Dokumente, wirtschaftliches Ziel und Streit-/Risikopunkt in fünf Sätzen festhalten.
442. **Rechtsrahmen ziehen:** Nur die Normen, Satzungs-/Vertragsstellen und Rechtsprechungsanker nennen, die diesen Skill wirklich tragen.
453. **Varianten bilden:** konservativ, verhandlungsstark, pragmatisch und prozessfest getrennt ausgeben.
464. **Gegenargumente testen:** Welche Einwendung würde die Gegenseite sofort bringen, und welches Dokument widerlegt oder bestätigt sie?
475. **Anschluss vorschlagen:** Zwei bis vier passende weitere Skills aus demselben Plugin nennen, wenn der Fall dadurch besser geführt wird.
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49## Quellenhygiene
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51Arbeite primär mit: § 2 GeschGehG als Definitionskern, GeschGehG §§ 3-5 für erlaubte Handlungen/Ausnahmen, §§ 6-13 für Ansprüche, §§ 16-20 für gerichtlichen Geheimnisschutz und § 23 für Strafbarkeit. Dazu HinSchG §§ 35-39, BGB §§ 133, 157, 305-310, 339-343, HGB § 90 sowie DSGVO Art. 5, 6, 26, 28, 32. § 203 StGB ist kein allgemeiner NDA-Hauptanker, sondern nur für Berufsgeheimnisträger und deren berufsspezifische Geheimnisse tragend; Art. 28 DSGVO nur, wenn der Empfänger personenbezogene Daten als Auftragsverarbeiter verarbeitet.
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53Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle ausgeben. Wenn keine freie Quelle gefunden wird, als unverified markieren und nicht als tragenden Beleg verwenden.