Ex-ante-Vermerk zur Erforderlichkeit
Kern
Erforderlichkeit meint nicht: "Könnte man theoretisch ohne KI arbeiten?" Maßgeblich ist, ob der Zugang zu Berufsgeheimnissen für die konkret beauftragte Dienstleistung in der gewählten, vertretbar organisierten Kanzleiumgebung benötigt wird. Genau das muss vor dem Einsatz dokumentiert werden.
Vermerkstruktur
- Tool und Zweck: Dokumentenanalyse, Recherche, Zusammenfassung, Übersetzung, Diktat, Fristenassistenz, Chatbot, RAG.
- Datenklassen: Welche Aktenbestandteile sind nötig, welche bleiben draußen?
- Alternativen: anonymisierte Nutzung, lokales Tool, manuelle Bearbeitung, anderes Enterprise-Angebot.
- Datenminimierung: Redaction, Mandantentrennung, Rollenrechte, keine Vollakte ohne Zweck.
- Vertragliche Grundlage: Textform, Verschwiegenheit, Belehrung, Subunternehmer, No-Training.
- Drittstaat: Hosting, Support, Muttergesellschaft, Zugriffsmöglichkeiten, zusätzliche Schutzmaßnahmen.
- Mandatsbezug: Kanzleiinfrastruktur oder Einzelmandat mit zusätzlicher Mandantenentscheidung?
- Endkontrolle: Wer prüft Output, Quellen, Fristen und taktische Aussage?
Musterentscheidung
Nutze diese Logik, ohne Scheinsicherheit:
- "Freigegeben für anonymisierte und interne Kanzleidaten."
- "Freigegeben für Mandatsdaten der Klasse X nach Toolfreigabe und §-43e-Vertrag."
- "Nur nach Mandanteninformation/Einwilligung."
- "Nicht freigegeben, weil Training/Telemetrie/Subunternehmer/Drittstaat ungeklärt."
1---2name: ki-erforderlichkeit-ex-ante-vermerk3description: Für Ex-ante-Vermerk zur Erforderlichkeit: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: anwaltlichem Berufsrecht und Vertragsprüfung. Route: ki-erforderlichkeit-ex-ante-vermerk.4---56# Ex-ante-Vermerk zur Erforderlichkeit78## Kern910Erforderlichkeit meint nicht: "Könnte man theoretisch ohne KI arbeiten?" Maßgeblich ist, ob der Zugang zu Berufsgeheimnissen für die konkret beauftragte Dienstleistung in der gewählten, vertretbar organisierten Kanzleiumgebung benötigt wird. Genau das muss vor dem Einsatz dokumentiert werden.1112## Vermerkstruktur13141. **Tool und Zweck:** Dokumentenanalyse, Recherche, Zusammenfassung, Übersetzung, Diktat, Fristenassistenz, Chatbot, RAG.152. **Datenklassen:** Welche Aktenbestandteile sind nötig, welche bleiben draußen?163. **Alternativen:** anonymisierte Nutzung, lokales Tool, manuelle Bearbeitung, anderes Enterprise-Angebot.174. **Datenminimierung:** Redaction, Mandantentrennung, Rollenrechte, keine Vollakte ohne Zweck.185. **Vertragliche Grundlage:** Textform, Verschwiegenheit, Belehrung, Subunternehmer, No-Training.196. **Drittstaat:** Hosting, Support, Muttergesellschaft, Zugriffsmöglichkeiten, zusätzliche Schutzmaßnahmen.207. **Mandatsbezug:** Kanzleiinfrastruktur oder Einzelmandat mit zusätzlicher Mandantenentscheidung?218. **Endkontrolle:** Wer prüft Output, Quellen, Fristen und taktische Aussage?2223## Musterentscheidung2425Nutze diese Logik, ohne Scheinsicherheit:2627- "Freigegeben für anonymisierte und interne Kanzleidaten."28- "Freigegeben für Mandatsdaten der Klasse X nach Toolfreigabe und §-43e-Vertrag."29- "Nur nach Mandanteninformation/Einwilligung."30- "Nicht freigegeben, weil Training/Telemetrie/Subunternehmer/Drittstaat ungeklärt."