Mandat-Briefing
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Eingaben
- Mandat-Slug
- Optional: Fokusthema (
--frist,--risiko,--naechste-schritte) - Optional: Empfänger (
--mandant,--justiziar,--anwalt) – steuert Detailgrad und Stil
Ablauf
Mandatsdaten laden:
mandate/[slug]/mandat.mdundmandate/[slug]/verlauf.mdeinlesen.Verfahrensstand zusammenfassen:
- Parteien, Gericht, Aktenzeichen
- Verfahrensstadium (Klagezustellung, Schriftsatzphase, Beweisaufnahme, Urteil, Rechtsmittel, Vollstreckung)
- Ansprüche / Streitgegenstand (Paragraf 264 ZPO)
- Bisheriger Verfahrensverlauf (Chronologie der Verfahrenshandlungen)
- Entwicklungen seit letztem Update:
- Letzte Eintrag in verlauf.md identifizieren
- Neue Schriftsätze, Gerichtsentscheidungen, Vergleichsgespräche
- Fristen-Check:
- Nächste Frist (Schriftsatzfrist, Berufungsfrist, Urteilsfrist, Vollstreckungsverjährung)
- Risiko-Frist (in roter Zone wenn < 14 Tage)
- Offene Handlungspunkte:
- Was muss der Anwalt noch erledigen?
- Was ist von der Gegenseite / dem Gericht ausstehend?
- Welche Beweise fehlen noch?
- Risikoneueinschätzung:
- Änderung der Risikoeinschätzung seit letztem Intake? (BGH-Rechtsprechung, neue Sachverhalte)
- Expositionsschätzung (untere / mittlere / obere Schadenswert-Bandbreite)
- Vergleichspotential (Paragraf 278 Abs. 1 ZPO: Gericht soll in jeder Lage des Verfahrens auf Vergleich hinwirken)
- Ausgabe: Strukturiertes Briefing-Memo im Urteilsstil oder als Executive Summary.
Quellen und Zitierweise
Verbindlich: ../references/zitierweise.md.
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
Ausgabeformat
MANDAT-BRIEFING
──────────────────────────────────────
Mandat: [Slug]
Parteien: [Kläger] ./. [Beklagter]
Gericht / Az.: [Gericht], Az. [JJJJ] [Aktenzeichen]
Verfahrensstufe: [z. B. Berufung – OLG Frankfurt]
Stand: TT.MM.JJJJ
MANDATSGEHEIMNIS – Paragraf 43a Abs. 2 BRAO
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1. VERFAHRENSSTAND
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[Kurzdarstellung: Wo sind wir? Was wurde bisher eingereicht / entschieden?]
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2. ENTWICKLUNGEN SEIT [DATUM LETZTES UPDATE]
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[Neue Schriftsätze, Urteile, Korrespondenz]
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3. NÄCHSTE FRIST
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⚠️ [Frist] – [Beschreibung] – [Datum]
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4. OFFENE HANDLUNGSPUNKTE
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□ [Punkt 1]
□ [Punkt 2]
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5. RISIKOEINSCHÄTZUNG
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Expositionsschätzung: EUR [X] – EUR [Y]
Risikostufe: 🔴 hoch / 🟡 mittel / 🟢 gering
Vergleichspotential: [Einschätzung]
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Risiken / typische Fehler
- Veraltete mandat.md: Ohne regelmäßige Updates per
/mandat-updateliefert das Briefing einen falschen Stand; nach jeder Entwicklung updaten. - Fristversäumnis-Risiko: Das Briefing ersetzt nicht den Fristenkalender; jede Frist muss separat in das Kanzlei-Fristbuch eingetragen werden.
- Vertraulichkeit des Briefings: Das Briefing enthält Mandatsgeheimnisse; Empfängerkreis sorgfältig wählen (Paragraf 43a Abs. 2 BRAO); nicht per unverschlüsselter E-Mail versenden.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.