Anwalt will überblicken welche Normen und Mandate das Migrationsrecht umfasst oder Fachanwaltschaft vorbereiten
Direktstart: lesen, entscheiden, liefern
Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:
- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.
Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.
Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: AufenthG §§ 4, 5, 7, 8, 9, 16a-16g, 18a-18g, 19c, 25, 27-36, 50, 53-55, 58, 60, 60a-60d, 81, 84, 95; AsylG §§ 13, 24-30, 34-38, 71, 74, 77; FreizügG/EU §§ 2-5; StAG §§ 4, 5, 8-10, 12a, 25, 30; AsylbLG §§ 1, 3, 6; VwGO §§ 74, 80, 123; Dublin-III-VO Art. 3, 17, 21-29; einschlägige EU-Richtlinien/GEAS-Normstand live prüfen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Anwalt will überblicken welche Normen und Mandate das Migrationsrecht umfasst oder Fachanwaltschaft vorbereiten. Orientierung AufenthG AsylG GFK Genfer Fluechtlingskonvention 1951 Dublin-VO EU-Verfahrens-RL Qualifikations-RL 2011/95 StAG Einbuergerung. Notfristen § 36 AsylG ein-Wochen-Frist bei ablehnenden BAMF-Bescheiden § 74 AsylG zwei-Wochen-Klagefrist. FAO-Voraussetzungen Normen typische Mandate verifizierbare Quellen. Output Orientierungs-Übersicht mit Norm-Landkarte und Routing zu Fachmodule. Abgrenzung: mandat-triage-migrationsrecht für konkreten Mandats-Einstieg.
Fachanwalt für Migrationsrecht — Orientierung
FAO-Voraussetzungen
- Lehrgang 120 Stunden + drei Klausuren.
- 50 Fälle in den letzten drei Jahren, davon mindestens 30 streitige Verfahren.
Wichtige Normen
| Bereich |
Norm |
| Aufenthaltsrecht |
AufenthG §§ 1 ff. (Aufenthaltstitel) § 60 (Abschiebungsverbote) § 25 (humanitaer) § 81 (Antragstellung Fiktionswirkung) |
| Asylrecht |
AsylG §§ 3 ff. (Fluechtlingsstatus) § 4 (subsidiaerer Schutz) § 36 (beschleunigtes Verfahren) § 74 (Klagefrist) |
| Genfer Konvention |
GFK 1951 Art. 1A (Fluechtlingsbegriff) Art. 33 Refoulementverbot |
| EU-Recht |
Dublin III VO (EU 604/2013) Qualifikations-RL 2011/95 Verfahrens-RL 2013/32 Aufnahme-RL 2013/33 Rückführungs-RL 2008/115 |
| Staatsangehoerigkeit |
StAG (Einbürgerung Anspruchseinbürgerung Ermessenseinbürgerung) |
| Beschäftigungsmigration |
Beschäftigungsverordnung BeschV Fachkraefteeinwanderungsgesetz |
| Verfahrensrecht |
VwGO (Klage gegen BAMF / Ausländerbehörde) AsylG (Sonderverfahren) |
Typische Mandate
- Asylantrag und Asylklage
- Aufenthaltstitel-Verlängerung und -Versagung
- Abschiebungsverfahren Eilrechtsschutz § 80 Abs. 5 VwGO / § 123 VwGO
- Familiennachzug §§ 27 ff. AufenthG
- Einbürgerung StAG §§ 10 ff. (acht Jahre / verkürzbar)
- Aufenthaltsverfestigung (Niederlassungserlaubnis Daueraufenthalt EU)
- Duldung § 60a AufenthG
- Ausländerrecht und Strafrecht (Ausweisung nach Straftat)
- Dublin-Verfahren Überstellung in anderen EU-Mitgliedstaat
Notfristen
- Klagefrist § 36 AsylG-Bescheid — eine Woche ab Bekanntgabe.
- Klagefrist sonstiger Asyl-Bescheid zwei Wochen oder ein Monat je nach Bescheidart.
- Klage Ausländerbehörde ein Monat (§ 74 VwGO).
- Eilrechtsschutz sofort bei drohender Abschiebung.
- Wiedereinsetzung § 60 VwGO zwei Wochen.
Hauptgerichte
- Verwaltungsgericht — Asyl- und Ausländerrecht.
- OVG / VGH — Berufung Berufungszulassung.
- BVerwG Leipzig — Revision.
- EuGH — Vorabentscheidung bei EU-rechtlichen Fragen.
- EGMR — Strassburg bei Konventionsverletzungen.
Berufsverband
- ARGE Migrationsrecht DAV.
- Pro Asyl als Fachöffentlichkeit.
Schnittstellen
- rechtsberatungsstelle bei pro-bono-Beratungsstellen.
- fachanwalt-verwaltungsrecht bei VG-Verfahren.
- kanzlei-allgemein Notfristen Versand.
- fachanwalt-strafrecht bei Ausweisung nach Straftat.
Vertiefung: Rechtsprechung und Leitsaetze
Rechtsprechung im Mandat live verifizieren. Aktuelle Linien zur Orientierung (Stand 05/2026):
- EuGH, Urt. v. 05.03.2026 — C-458/24 (Daraa) — Zuständigkeitsübergang nach Dublin III, wenn der ersuchende Mitgliedstaat die Überstellung binnen 6 Monaten nicht durchführt; einseitige Erklärung Italiens ohne Rücküberstellungsfähigkeit nicht ausreichend für automatischen Übergang. Verifikation über curia.europa.eu.
- GEAS-Reform: Asylverfahrensverordnung (EU) 2024/1348, Grenzverfahrensverordnung (EU) 2024/1349, Asyl- und Migrationsmanagementverordnung (EU) 2024/1351, Screening-VO (EU) 2024/1356, Qualifikations-VO (EU) 2024/1347, EURODAC-VO (EU) 2024/1358, Krisen-VO (EU) 2024/1359. Anwendbarkeit ab 12.06.2026. Stichtagsregelung: Verfahrensrecht (Art. 79 Abs. 3 AVV-VO) gilt für ab dem 12.06.2026 eingereichte Anträge; materielles Statusrecht (Qualifikations-VO) gilt mangels Übergangsregelung ab 12.06.2026 auch in laufenden Altverfahren.
- BVerfG, Beschluss vom 14.11.2024 — 1 BvL 3/22 (PolG NRW Observation) — Spillover ins Migrationsrecht relevant bei Datenverarbeitung über Schutzsuchende.
Normen-Kette Migrationsrecht
- AsylG §§ 3, 3a, 3b, 4 — Fluchtlingsstatus, Verfolgungshandlungen/-gruende, subsidiaerer Schutz
- AufenthG §§ 25, 60, 60a, 81 — Humanitaere Aufenthaltstitel, Abschiebungsverbote, Duldung, Fiktionswirkung Antrag
- §§ 74 AsylG, 74 VwGO, 36 AsylG — Klagefristen (1 Woche / 2 Wochen / 1 Monat)
- VwGO §§ 80 Abs. 5, 123 — Eilrechtsschutz aufschiebende Wirkung und einstweilige Anordnung
- Dublin III-VO (EU) 604/2013 Art. 3 Abs. 2 — systemische Maengel; Art. 17 — Selbsteintrittsrecht
- GFK 1951 Art. 1A Fluechtlingsbegriff; Art. 33 Refoulementverbot
Triage vor Bearbeitung
Bevor losgelegt wird, klaere:
- Akute Frist — §-36-AsylG-1-Woche-Frist bereits angelaufen? Wenn ja: Sofort-Eilantrag.
- Mandantenstatus exakt — Aufenthaltsgestattung, Duldung, bestehender Titel, EU-Buerger?
- Besteht bereits Bescheid — BAMF oder Ausländerbehoerde?
- Familienangehoerige in Deutschland mit Titel — Relevant für Art. 6 GG / § 60a AufenthG?
- Gesundheitszustand Mandant — Attests-Bedarf für Reiseunfaehigkeit / psych. Erkrankung?
Output-Template: Orientierungs-Memo Migrationsrecht
Adressat: Mandant (zur persönlichen Erklaerung) oder internes Kanzlei-Memo
Tonfall: Verstaendlich-erklaerend
ORIENTIERUNGS-MEMO MIGRATIONSRECHT
Kanzlei: [KANZLEI]
Mandant: [NAME, GEBURTSDATUM, NATIONALITAET]
Datum: [DATUM]
1. AKTUELLER STATUS
Aufenthaltsstatus: [Gestattung / Duldung / AE § ... / NE]
Laufendes Verfahren: [BAMF-Az. / VG-Az.]
2. MOEGLICHE ANSPRUECHE / ROUTEN
a) Asylrechtliche Route: [Erstantrag / Folgeantrag § 71 AsylG / Klage]
b) Humanitaerer Aufenthaltstitel: [§ 25 Abs. ... AufenthG]
c) Abschiebungsschutz: [§ 60 Abs. 5 / Abs. 7 AufenthG / § 60a]
d) Familiennachzug: [§§ 27 ff. AufenthG — Grundvoraussetzungen gegeben?]
3. NAECHSTE SCHRITTE
- [Schritt 1 mit Frist und Verantwortlichem]
- [Schritt 2]
4. FRISTEN
Naechste Klagefrist: [DATUM]
Titelablauf: [DATUM]
5. KOSTEN
PKH-Antrag: [gestellt / noch nicht gestellt / nicht erforderlich]
Beratungshilfe: [ja / nein]
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
1---2name: orientierung-fachanwaltschaft-mandat-33description: Für Orientierung Fachanwaltschaft Mandat: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fachanwalt Migrationsrecht.4---5
6# Anwalt will überblicken welche Normen und Mandate das Migrationsrecht umfasst oder Fachanwaltschaft vorbereiten
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9## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern
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11Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:
12
13- Frist oder Sofortrisiko.
14- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
15- tragende Tatsachen aus dem Material.
16- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.
17
18Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.
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20Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.
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22## Arbeitsweg
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24- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
25- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
26- Tragende Normen verifizieren: AufenthG §§ 4, 5, 7, 8, 9, 16a-16g, 18a-18g, 19c, 25, 27-36, 50, 53-55, 58, 60, 60a-60d, 81, 84, 95; AsylG §§ 13, 24-30, 34-38, 71, 74, 77; FreizügG/EU §§ 2-5; StAG §§ 4, 5, 8-10, 12a, 25, 30; AsylbLG §§ 1, 3, 6; VwGO §§ 74, 80, 123; Dublin-III-VO Art. 3, 17, 21-29; einschlägige EU-Richtlinien/GEAS-Normstand live prüfen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate.
27- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
28- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
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30**Fokus:** Anwalt will überblicken welche Normen und Mandate das Migrationsrecht umfasst oder Fachanwaltschaft vorbereiten. Orientierung AufenthG AsylG GFK Genfer Fluechtlingskonvention 1951 Dublin-VO EU-Verfahrens-RL Qualifikations-RL 2011/95 StAG Einbuergerung. Notfristen § 36 AsylG ein-Wochen-Frist bei ablehnenden BAMF-Bescheiden § 74 AsylG zwei-Wochen-Klagefrist. FAO-Voraussetzungen Normen typische Mandate verifizierbare Quellen. Output Orientierungs-Übersicht mit Norm-Landkarte und Routing zu Fachmodule. Abgrenzung: mandat-triage-migrationsrecht für konkreten Mandats-Einstieg.
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32### Fachanwalt für Migrationsrecht — Orientierung
33
34## FAO-Voraussetzungen
35
36- Lehrgang 120 Stunden + drei Klausuren.
37- 50 Fälle in den letzten drei Jahren, davon mindestens 30 streitige Verfahren.
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39## Wichtige Normen
40
41| Bereich | Norm |
42|---|---|
43| Aufenthaltsrecht | AufenthG §§ 1 ff. (Aufenthaltstitel) § 60 (Abschiebungsverbote) § 25 (humanitaer) § 81 (Antragstellung Fiktionswirkung) |
44| Asylrecht | AsylG §§ 3 ff. (Fluechtlingsstatus) § 4 (subsidiaerer Schutz) § 36 (beschleunigtes Verfahren) § 74 (Klagefrist) |
45| Genfer Konvention | GFK 1951 Art. 1A (Fluechtlingsbegriff) Art. 33 Refoulementverbot |
46| EU-Recht | Dublin III VO (EU 604/2013) Qualifikations-RL 2011/95 Verfahrens-RL 2013/32 Aufnahme-RL 2013/33 Rückführungs-RL 2008/115 |
47| Staatsangehoerigkeit | StAG (Einbürgerung Anspruchseinbürgerung Ermessenseinbürgerung) |
48| Beschäftigungsmigration | Beschäftigungsverordnung BeschV Fachkraefteeinwanderungsgesetz |
49| Verfahrensrecht | VwGO (Klage gegen BAMF / Ausländerbehörde) AsylG (Sonderverfahren) |
50
51## Typische Mandate
52
53- Asylantrag und Asylklage
54- Aufenthaltstitel-Verlängerung und -Versagung
55- Abschiebungsverfahren Eilrechtsschutz § 80 Abs. 5 VwGO / § 123 VwGO
56- Familiennachzug §§ 27 ff. AufenthG
57- Einbürgerung StAG §§ 10 ff. (acht Jahre / verkürzbar)
58- Aufenthaltsverfestigung (Niederlassungserlaubnis Daueraufenthalt EU)
59- Duldung § 60a AufenthG
60- Ausländerrecht und Strafrecht (Ausweisung nach Straftat)
61- Dublin-Verfahren Überstellung in anderen EU-Mitgliedstaat
62
63## Notfristen
64
65- **Klagefrist § 36 AsylG-Bescheid** — **eine Woche** ab Bekanntgabe.
66- **Klagefrist sonstiger Asyl-Bescheid** zwei Wochen oder ein Monat je nach Bescheidart.
67- **Klage Ausländerbehörde** ein Monat (§ 74 VwGO).
68- **Eilrechtsschutz** sofort bei drohender Abschiebung.
69- **Wiedereinsetzung** § 60 VwGO zwei Wochen.
70
71## Hauptgerichte
72
73- Verwaltungsgericht — Asyl- und Ausländerrecht.
74- OVG / VGH — Berufung Berufungszulassung.
75- BVerwG Leipzig — Revision.
76- EuGH — Vorabentscheidung bei EU-rechtlichen Fragen.
77- EGMR — Strassburg bei Konventionsverletzungen.
78
79## Berufsverband
80
81- ARGE Migrationsrecht DAV.
82- Pro Asyl als Fachöffentlichkeit.
83
84## Schnittstellen
85
86- **rechtsberatungsstelle** bei pro-bono-Beratungsstellen.
87- **fachanwalt-verwaltungsrecht** bei VG-Verfahren.
88- **kanzlei-allgemein** Notfristen Versand.
89- **fachanwalt-strafrecht** bei Ausweisung nach Straftat.
90
91## Vertiefung: Rechtsprechung und Leitsaetze
92
93Rechtsprechung im Mandat live verifizieren. Aktuelle Linien zur Orientierung (Stand 05/2026):
94
95- EuGH, Urt. v. 05.03.2026 — C-458/24 (Daraa) — Zuständigkeitsübergang nach Dublin III, wenn der ersuchende Mitgliedstaat die Überstellung binnen 6 Monaten nicht durchführt; einseitige Erklärung Italiens ohne Rücküberstellungsfähigkeit nicht ausreichend für automatischen Übergang. Verifikation über [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu/).
96- GEAS-Reform: Asylverfahrensverordnung (EU) 2024/1348, Grenzverfahrensverordnung (EU) 2024/1349, Asyl- und Migrationsmanagementverordnung (EU) 2024/1351, Screening-VO (EU) 2024/1356, Qualifikations-VO (EU) 2024/1347, EURODAC-VO (EU) 2024/1358, Krisen-VO (EU) 2024/1359. **Anwendbarkeit ab 12.06.2026.** Stichtagsregelung: Verfahrensrecht (Art. 79 Abs. 3 AVV-VO) gilt für ab dem 12.06.2026 eingereichte Anträge; materielles Statusrecht (Qualifikations-VO) gilt mangels Übergangsregelung ab 12.06.2026 auch in laufenden Altverfahren.
97- BVerfG, Beschluss vom 14.11.2024 — 1 BvL 3/22 (PolG NRW Observation) — Spillover ins Migrationsrecht relevant bei Datenverarbeitung über Schutzsuchende.
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99## Normen-Kette Migrationsrecht
100
101- **AsylG §§ 3, 3a, 3b, 4** — Fluchtlingsstatus, Verfolgungshandlungen/-gruende, subsidiaerer Schutz
102- **AufenthG §§ 25, 60, 60a, 81** — Humanitaere Aufenthaltstitel, Abschiebungsverbote, Duldung, Fiktionswirkung Antrag
103- **§§ 74 AsylG, 74 VwGO, 36 AsylG** — Klagefristen (1 Woche / 2 Wochen / 1 Monat)
104- **VwGO §§ 80 Abs. 5, 123** — Eilrechtsschutz aufschiebende Wirkung und einstweilige Anordnung
105- **Dublin III-VO (EU) 604/2013** Art. 3 Abs. 2 — systemische Maengel; Art. 17 — Selbsteintrittsrecht
106- **GFK 1951** Art. 1A Fluechtlingsbegriff; Art. 33 Refoulementverbot
107
108## Triage vor Bearbeitung
109
110Bevor losgelegt wird, klaere:
1111. Akute Frist — §-36-AsylG-1-Woche-Frist bereits angelaufen? Wenn ja: Sofort-Eilantrag.
1122. Mandantenstatus exakt — Aufenthaltsgestattung, Duldung, bestehender Titel, EU-Buerger?
1133. Besteht bereits Bescheid — BAMF oder Ausländerbehoerde?
1144. Familienangehoerige in Deutschland mit Titel — Relevant für Art. 6 GG / § 60a AufenthG?
1155. Gesundheitszustand Mandant — Attests-Bedarf für Reiseunfaehigkeit / psych. Erkrankung?
116
117## Output-Template: Orientierungs-Memo Migrationsrecht
118
119**Adressat:** Mandant (zur persönlichen Erklaerung) oder internes Kanzlei-Memo
120**Tonfall:** Verstaendlich-erklaerend
121
122```
123ORIENTIERUNGS-MEMO MIGRATIONSRECHT
124Kanzlei: [KANZLEI]
125Mandant: [NAME, GEBURTSDATUM, NATIONALITAET]
126Datum: [DATUM]
127
1281. AKTUELLER STATUS
129 Aufenthaltsstatus: [Gestattung / Duldung / AE § ... / NE]
130 Laufendes Verfahren: [BAMF-Az. / VG-Az.]
131
1322. MOEGLICHE ANSPRUECHE / ROUTEN
133 a) Asylrechtliche Route: [Erstantrag / Folgeantrag § 71 AsylG / Klage]
134 b) Humanitaerer Aufenthaltstitel: [§ 25 Abs. ... AufenthG]
135 c) Abschiebungsschutz: [§ 60 Abs. 5 / Abs. 7 AufenthG / § 60a]
136 d) Familiennachzug: [§§ 27 ff. AufenthG — Grundvoraussetzungen gegeben?]
137
1383. NAECHSTE SCHRITTE
139 - [Schritt 1 mit Frist und Verantwortlichem]
140 - [Schritt 2]
141
1424. FRISTEN
143 Naechste Klagefrist: [DATUM]
144 Titelablauf: [DATUM]
145
1465. KOSTEN
147 PKH-Antrag: [gestellt / noch nicht gestellt / nicht erforderlich]
148 Beratungshilfe: [ja / nein]
149```
150
151
152<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
153> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
154>
155> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
156>
157> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
158<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
159