Pensionsmodelle — Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: BetrAVG § 1b Unverfallbarkeitsfrist 3 Jahre/21. Lebensjahr, § 16 Anpassungsprüfung 3 Jahre, EStG § 3 Nr. 63 Beitragsgrenze 8 % BBG, PSV-Beitrag jährlich.
- Tragende Normen verifizieren: BetrAVG §§ 1, 1a, 1b, 2, 3, 7, 9, 11, 16, 17, 17b, 18, EStG §§ 3 Nr. 63, 4d, 4e, 6a, 19 Abs. 2, KStG § 5 (Pensionsfonds), VAG (Pensionskassen), HGB § 246 Abs. 2 S. 2, IDW RS HFA 30 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Pensionskasse, Pensionsfonds, Versicherer, Versorgungsträger, PSVaG (Insolvenzsicherung), Versorgungsausgleichskasse, Betriebsrat (§ 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Versorgungsordnung, Pensionszusage, Entgeltumwandlungsvereinbarung, PSV-Anzeige, IFRS/HGB-Pensionsgutachten, versicherungsmathematisches Gutachten, Betriebsvereinbarung bAV — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachkern: Pensionsmodelle — Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung
- bAV-Problem: §§ 1 1b BetrAVG. Prüfraster: Direktzusage, Unterstuetzungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds - Vor- und Nachteile. Output: Durchführungsweg-Empfehlung. Abgrenzung: nicht steuerliche Behandlung § 6a EStG.
- Normenanker: BetrAVG, EStG/LSt, SGB IV, HGB/IFRS-Bilanzierung, InsO, ArbGG und arbeitsrechtliche Zusage-/Änderungsdogmatik je nach Durchführungsweg prüfen.
- Entscheidende Weiche: Zusageart, Durchführungsweg, Unverfallbarkeit, Anpassung, PSV-Schutz, Steuer-/SV-Folge und M&A-/Insolvenzrisiko getrennt ausweisen.
- Arbeitsprodukt: bAV-Entscheidungsvorlage mit Leistungsversprechen, Zahlenbasis, Risikoampel, HR-/Finance-To-dos und belastbarer Kommunikationslinie.
Rechtsgrundlagen
- §§ 1–6 BetrAVG (Grunddefinitionen, Unverfallbarkeit, Zusagearten)
- § 1b BetrAVG (gesetzliche Unverfallbarkeit nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit und Vollendung 21. Lebensjahr — seit 1.1.2018)
- § 7 BetrAVG (Insolvenzsicherung PSV)
- §§ 1–3 BetrAVG (Durchführungswege: § 1 Abs. 1 S. 2 BetrAVG — Direktzusage; § 1b Abs. 4 BetrAVG — Unterstützungskasse; § 1b Abs. 3 BetrAVG — Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds)
- § 6a EStG (Pensionsrückstellungen Direktzusage — steuerliche Voraussetzungen)
- § 4d EStG (Zuwendungen an Unterstützungskassen)
- §§ 236–242 VAG (Pensionsfonds-Aufsicht durch BaFin)
- §§ 232–235 VAG (Pensionskassen)
- IAS 19 (Employee Benefits — Defined Benefit Obligations, DBO, Service Cost)
- IORP II (EU-Richtlinie 2016/2341/EU — Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung)
- HGB § 246 Abs. 2 S. 2 (Saldierungsgebot bei CTA-Deckungsvermögen)
- BAG-Rechtsprechung zu Durchführungswegen, Unverfallbarkeit und Insolvenzsicherung: konkrete Aktenzeichen vor Versand in bundesarbeitsgericht.de oder dejure.org aufrufen.
- BSG-Rechtsprechung zu Sozialversicherungspflicht von bAV-Beiträgen: konkrete Aktenzeichen in bsg.bund.de oder dejure.org verifizieren.
- Stand Mai 2026: Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG) vom 27.12.2023, BGBl. I 2023 Nr. 397 — OECD Pillar 2 / GloBE-Regeln; 15 % Mindeststeuer ab 750 Mio. EUR Umsatz; Auswirkung auf Steuerwirkung von Pensionsrückstellungen § 6a EStG und Deferred Tax Assets im IFRS-Konzern. OECD GloBE Administrative Guidance (5. Tranche Januar 2025).
- Beitragsbemessungsgrenze 2025: erstmals einheitliche BBG West/Ost (alle Werte vor Versand auf bundesfinanzministerium.de oder deutsche-rentenversicherung.de prüfen).
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Vorgehen
Schritt 1: Bestandsaufnahme und Ausgangslage
fachliche Leitung eröffnet die Mandatsbearbeitung stets mit einem strukturierten Fragebogen (→ Checkliste unten). Erfasst werden:
- Anzahl aktiver Anwärter, Rentner, unverfallbar Ausgeschiedener (getrennt nach Gesellschaften)
- Bestehende Zusagearten (Leistungs-, Beitrags-, beitragsorientierte Leistungszusage gem. § 1 Abs. 2 BetrAVG)
- Derzeitiger Durchführungsweg und etwaige Mischstrukturen
- Bilanzierungspflicht (HGB-Konzernabschluss, IFRS-Konzernabschluss, beides)
- Sanierungsbedarf Unterdeckung (Pensionskassen §§ 232 ff. VAG)
- Tarifbindung und kollektivrechtliche Einschränkungen
Schritt 2: Analyse der fünf Durchführungswege
2.1 Direktzusage (Pensionsrückstellung)
Rechtsform: Unmittelbare Verpflichtung des Arbeitgebers.
Steuer: Rückstellungsbildung gem. § 6a EStG; Teilwert-Methode; steuerlicher Rechnungszins 6 % (steuerpolitisch kontrovers, verfassungsrechtlich noch nicht abschließend geklärt — BVerfG-Vorlage ausstehend).
Handelsrecht: Pflichtansatz gem. § 249 Abs. 1 HGB; Abzinsungszinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB (10-Jahres-Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank, aktuell ca. 1,8 %).
IFRS: IAS 19 — DBO (Defined Benefit Obligation) nach PUC-Methode (Projected Unit Credit); Service Cost, Interest Cost, Remeasurements in OCI.
PSV-Pflicht: Ja, gem. § 7 BetrAVG.
Vorteile:
- Maximale Flexibilität bei Leistungsgestaltung
- Kein aufsichtsrechtlicher Rahmen
- Steuerliche Abzugsfähigkeit der Zuführungen
Nachteile:
- Volle Bilanzbelastung (IFRS und HGB)
- Finanzierungsrisiko liegt beim Arbeitgeber
- PSV-Beiträge
2.2 Unterstützungskasse
Rechtsform: Rechtlich selbständige Einrichtung (e.V., GmbH, Stiftung); kein Rechtsanspruch des Begünstigten auf Leistung gem. § 1b Abs. 4 BetrAVG.
Steuer: Zuwendungen abzugsfähig gem. § 4d EStG (bei Rentnern sofort, bei Anwärtern nach Tabellenwert-Methode begrenzt); Kasse selbst körperschaftsteuerfrei.
Handelsrecht/IFRS: Rückdeckungsversicherung bei Saldierung gem. HGB § 246 Abs. 2 S. 2 / IAS 19 plan asset möglich.
PSV-Pflicht: Ja.
Vorteile:
- Eigenständige Vermögensverwaltung möglich
- Flexibilität bei Kapitalanlage
- Steuerliche Vorteile bei Rückdeckungsgestaltung
Nachteile:
- Kein Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber Kasse (nur gegenüber Arbeitgeber)
- Komplexe Verwaltung
- § 4d EStG-Beschränkungen
2.3 Pensionskasse
Rechtsform: VAG-beaufsichtigtes VVaG oder AG; Arbeitnehmer hat Rechtsanspruch gegen Kasse.
Aufsicht: BaFin gem. §§ 232–235 VAG; Bedeckungspflicht (Solvency I-analoges Regime für kleine Kassen, IORP II für EbAV).
PSV-Pflicht: Nur für Kassen, die nicht der Sicherungseinrichtung gem. § 8 BetrAVG angeschlossen sind.
Handelsrecht/IFRS: Bei ausreichender Dotierung ggf. keine HGB-Rückstellung (§ 249 Abs. 1 S. 3 HGB a.F. — beachte aktuelle Rechtsprechungsentwicklung); IAS 19 plan asset.
Vorteile:
- Risikotransfer auf Kasse
- Steuerliche Förderung (§ 3 Nr. 63 EStG bis EUR 7.248 steuerfrei — 2024)
- Arbeitnehmer hat direkten Rechtsanspruch
Nachteile:
- Haftung für Sanierungsbeiträge (§ 233 Abs. 1 VAG i.V.m. Satzung) kann zurückfallen
- Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Eingeschränkte Kapitalanlage-Flexibilität
2.4 Pensionsfonds
Rechtsform: Rechtsfähige Versorgungseinrichtung gem. § 236 VAG; kapitalmarktnäher Durchführungsweg.
Aufsicht: BaFin gem. §§ 236–242 VAG; IORP II; MaRisk entsprechend.
PSV-Pflicht: Ja, aber eingeschränkt wenn Leistungsplan (§ 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 BetrAVG).
Steuer: § 4e EStG — Beiträge sofort abzugsfähig (kein § 6a-Tabellenschema).
IFRS: IAS 19 plan asset bei ausreichender Saldierbarkeit.
Vorteile:
- Hohe Kapitalanlage-Flexibilität
- Sofortige steuerliche Abzugsfähigkeit
- Für große Konzerne: eigener Pensionsfonds möglich
- Beste Möglichkeit zur Bilanzentlastung (IFRS plan asset)
Nachteile:
- Komplex und kostenintensiv zu etablieren
- Aufsichtsrechtliches Regime (BaFin)
- Bei Unterdeckung: Arbeitgeber muss leisten
2.5 Direktversicherung
Rechtsform: Lebensversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers; Versicherungsnehmer = Arbeitgeber oder Arbeitnehmer (nach Übertragung gem. § 4 BetrAVG).
PSV-Pflicht: Nein (wenn unwiderrufliches Bezugsrecht, § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 BetrAVG).
Steuer: § 3 Nr. 63 EStG bis EUR 7.248 p.a. steuerfrei (2024); Pauschalversteuerung § 40b EStG a.F. (Altverträge).
IFRS: Bei Qualifying Insurance Policy: plan asset gem. IAS 19.8.
Vorteile:
- Einfachste Administration
- Kein PSV
- Portabilität bei § 4 BetrAVG-Übertragung
Nachteile:
- Kapitalanlage-Flexibilität begrenzt durch Versicherungsprodukt
- Bei Kündigung: Rückkaufswert ggf. unter Prämienvolumen
Schritt 3: Entscheidungsmatrix
| Kriterium |
Direktzusage |
Unterstützungskasse |
Pensionskasse |
Pensionsfonds |
Direktversicherung |
| HGB-Bilanzbelastung |
Hoch |
Mittel (bei Rückdeckung) |
Niedrig |
Niedrig |
Keine |
| IFRS plan asset |
Nur mit CTA |
Ja (mit CTA) |
Ja |
Ja |
Ja (qualifying) |
| PSV-Pflicht |
Ja |
Ja |
Ggf. Nein |
Ja (begrenzt) |
Nein |
| Flexibilität Leistung |
Sehr hoch |
Hoch |
Mittel |
Mittel |
Niedrig |
| Kapitalanlage-Freiheit |
Hoch (CTA) |
Hoch |
Begrenzt |
Hoch |
Niedrig |
| Steuerliche Effizienz |
Mittel |
Mittel |
Hoch |
Hoch |
Hoch |
| Admin-Aufwand |
Mittel |
Hoch |
Mittel |
Hoch |
Niedrig |
| Geeignet für |
Groß-/Konzern |
Groß-/Konzern |
Mittelstand |
Großkonzern |
KMU/individuelle |
Schritt 4: Empfehlungs-Framework bAV-Projektteam
Regel 1 — IFRS-Bilanzentlastung priorisieren: Bei IFRS-Abschluss sollte stets geprüft werden, ob ein CTA (→ Skill cta-contractual-trust-arrangement-strukturierung) oder ein ausfinanzierter Pensionsfonds die DBO auf Nettobasis darstellen kann.
Regel 2 — PSV-Kosten minimieren: Bei Pensionskassen mit eigener Sicherungseinrichtung und Direktversicherungen mit unwiderruflichem Bezugsrecht entfällt der PSV-Beitrag (Beitragssatz zuletzt ca. 3,4 ‰ auf Beitragsbemessungsgrundlage).
Regel 3 — Kollektivrechtliche Bindungen prüfen: Tarifliche BAV-Ansprüche (z.B. ATV, ATV-K) können Durchführungsweg vorgeben.
Templates
Template A: Entscheidungsprotokoll Durchführungsweg (Muster)
TREUENFELS YAMAMOTO RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT mbB
Königsalle 92 · 40212 Düsseldorf
INTERNES ARBEITSPROTOKOLL — VERTRAULICH
Mandant: [Fiktive Konzern GmbH & Co. KG]
Projekt: Auswahl Durchführungsweg BAV
Datum: [Datum]
Federführung: fachliche Leitung, LL.M. (Oxford)
Mitarbeit: [Senior Associate Name], [Associate Name]
1. AUSGANGSSACHVERHALT
Anwärter aktiv: [Anzahl]
Rentner: [Anzahl]
DBO (IFRS, aktuariell): EUR [Betrag]
Bestand Direktzusagen: EUR [Betrag] Rückstellungen (HGB)
2. ANALYSEERGEBNIS DURCHFÜHRUNGSWEGE
[Tabelle Vor-/Nachteile je Durchführungsweg — mandantenspezifisch]
3. EMPFEHLUNG
Empfohlener Durchführungsweg: [...]
Begründung: [...]
Erforderliche Maßnahmen: [...]
4. NÄCHSTE SCHRITTE
□ Abstimmung mit Wirtschaftsprüfer (Bilanzierungseffekte)
□ Abstimmung mit Betriebsrat (§ 87 Abs. 1 Nr. 8 BetrVG)
□ Aktuarielle Bestätigung
□ BaFin-Konzession prüfen (sofern Pensionsfonds/Pensionskasse)
Template B: Mandats-Checkliste Durchführungsweg-Analyse
CHECKLISTE — INFORMATIONSANFORDERUNG BAV-DURCHFÜHRUNGSWEG
bAV-Projektteam · fachliche Leitung
□ Vollständige Liste aller bestehenden Versorgungsordnungen (VOs)
□ Aktuelle Mitarbeiterliste mit Eintrittsdatum, Geburtsdatum, Zusagedatum
□ Letzter versicherungsmathematischer Gutachten-Bericht
□ Jahresabschlüsse letzter drei Geschäftsjahre (HGB und ggf. IFRS)
□ PSV-Beitragsbescheide letzter zwei Jahre
□ Bestehende Treuhandverträge / CTA-Dokumentation
□ Gesellschaftsvertrag / Satzung der Versorgungseinrichtung (sofern vorhanden)
□ Alle Betriebsvereinbarungen mit BAV-Bezug
□ Kollektivverträge / Tarifverträge mit Versorgungsregelungen
□ Rückdeckungsversicherungs-Policen
Fallstricke
§ 6a EStG-Steuerstundungseffekt überschätzen: Der Teilwert-Ansatz mit 6 % Rechnungszins führt zur erheblichen Divergenz zwischen steuerlicher Rückstellung und HGB-Rückstellung. Mandanten überschätzen häufig die steuerliche Entlastungswirkung.
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
IORP II-Umsetzungslücken: Deutschland hat IORP II (RL 2016/2341/EU) in §§ 232 ff. VAG umgesetzt. Konzerneigene Pensionskassen müssen seit 2019 umfangreiche Governance-Anforderungen (ORSA, eigene Risikobeurteilung, Schlüsselfunktionen) erfüllen — oft unterschätzt.
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Sozialversicherungsrechtliche Fallgruben: § 1 Abs. 2 Nr. 2 SGB VI (Versicherungsfreiheit reine DC bei Zusageart Beitragszusage mit Mindestleistung) ist komplex; falsche Einordnung führt zu SV-Nachforderungen.
Querverweise zu anderen Skills
- →
cta-contractual-trust-arrangement-strukturierung — für Bilanzentlastung via Doppeltreuhand
- →
governance-und-anpassungsmechanismen — für Pension Committee und Trustee-Board-Governance
- →
drei-stufen-theorie-eingriffsanalyse — bei Umstellung bestehender Zusagen
- →
versorgungsordnung-und-betriebsvereinbarung-drafting — für VO/BV-Templates je Durchführungsweg
1---2name: pensionsmodelle-fuenf-bav-cta-pensionsfond3description: Für Pensionsmodelle — die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.4---56# Pensionsmodelle — Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung78## Arbeitsweg910- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?11- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: BetrAVG § 1b Unverfallbarkeitsfrist 3 Jahre/21. Lebensjahr, § 16 Anpassungsprüfung 3 Jahre, EStG § 3 Nr. 63 Beitragsgrenze 8 % BBG, PSV-Beitrag jährlich.12- Tragende Normen verifizieren: BetrAVG §§ 1, 1a, 1b, 2, 3, 7, 9, 11, 16, 17, 17b, 18, EStG §§ 3 Nr. 63, 4d, 4e, 6a, 19 Abs. 2, KStG § 5 (Pensionsfonds), VAG (Pensionskassen), HGB § 246 Abs. 2 S. 2, IDW RS HFA 30 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.13- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Pensionskasse, Pensionsfonds, Versicherer, Versorgungsträger, PSVaG (Insolvenzsicherung), Versorgungsausgleichskasse, Betriebsrat (§ 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG).14- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Versorgungsordnung, Pensionszusage, Entgeltumwandlungsvereinbarung, PSV-Anzeige, IFRS/HGB-Pensionsgutachten, versicherungsmathematisches Gutachten, Betriebsvereinbarung bAV — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.1516## Fachkern: Pensionsmodelle — Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung1718- **bAV-Problem:** §§ 1 1b BetrAVG. Prüfraster: Direktzusage, Unterstuetzungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds - Vor- und Nachteile. Output: Durchführungsweg-Empfehlung. Abgrenzung: nicht steuerliche Behandlung § 6a EStG.19- **Normenanker:** BetrAVG, EStG/LSt, SGB IV, HGB/IFRS-Bilanzierung, InsO, ArbGG und arbeitsrechtliche Zusage-/Änderungsdogmatik je nach Durchführungsweg prüfen.20- **Entscheidende Weiche:** Zusageart, Durchführungsweg, Unverfallbarkeit, Anpassung, PSV-Schutz, Steuer-/SV-Folge und M&A-/Insolvenzrisiko getrennt ausweisen.21- **Arbeitsprodukt:** bAV-Entscheidungsvorlage mit Leistungsversprechen, Zahlenbasis, Risikoampel, HR-/Finance-To-dos und belastbarer Kommunikationslinie.2223## Rechtsgrundlagen2425- §§ 1–6 BetrAVG (Grunddefinitionen, Unverfallbarkeit, Zusagearten)26- § 1b BetrAVG (gesetzliche Unverfallbarkeit nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit und Vollendung 21. Lebensjahr — seit 1.1.2018)27- § 7 BetrAVG (Insolvenzsicherung PSV)28- §§ 1–3 BetrAVG (Durchführungswege: § 1 Abs. 1 S. 2 BetrAVG — Direktzusage; § 1b Abs. 4 BetrAVG — Unterstützungskasse; § 1b Abs. 3 BetrAVG — Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds)29- § 6a EStG (Pensionsrückstellungen Direktzusage — steuerliche Voraussetzungen)30- § 4d EStG (Zuwendungen an Unterstützungskassen)31- §§ 236–242 VAG (Pensionsfonds-Aufsicht durch BaFin)32- §§ 232–235 VAG (Pensionskassen)33- IAS 19 (Employee Benefits — Defined Benefit Obligations, DBO, Service Cost)34- IORP II (EU-Richtlinie 2016/2341/EU — Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung)35- HGB § 246 Abs. 2 S. 2 (Saldierungsgebot bei CTA-Deckungsvermögen)36- BAG-Rechtsprechung zu Durchführungswegen, Unverfallbarkeit und Insolvenzsicherung: konkrete Aktenzeichen vor Versand in bundesarbeitsgericht.de oder dejure.org aufrufen.37- BSG-Rechtsprechung zu Sozialversicherungspflicht von bAV-Beiträgen: konkrete Aktenzeichen in bsg.bund.de oder dejure.org verifizieren.38- **Stand Mai 2026: Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG)** vom 27.12.2023, BGBl. I 2023 Nr. 397 — OECD Pillar 2 / GloBE-Regeln; 15 % Mindeststeuer ab 750 Mio. EUR Umsatz; Auswirkung auf Steuerwirkung von Pensionsrückstellungen § 6a EStG und Deferred Tax Assets im IFRS-Konzern. OECD GloBE Administrative Guidance (5. Tranche Januar 2025).39- **Beitragsbemessungsgrenze 2025**: erstmals einheitliche BBG West/Ost (alle Werte vor Versand auf bundesfinanzministerium.de oder deutsche-rentenversicherung.de prüfen).4041### Quellenregel4243Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.4445## Vorgehen4647### Schritt 1: Bestandsaufnahme und Ausgangslage4849fachliche Leitung eröffnet die Mandatsbearbeitung stets mit einem strukturierten Fragebogen (→ Checkliste unten). Erfasst werden:501. Anzahl aktiver Anwärter, Rentner, unverfallbar Ausgeschiedener (getrennt nach Gesellschaften)512. Bestehende Zusagearten (Leistungs-, Beitrags-, beitragsorientierte Leistungszusage gem. § 1 Abs. 2 BetrAVG)523. Derzeitiger Durchführungsweg und etwaige Mischstrukturen534. Bilanzierungspflicht (HGB-Konzernabschluss, IFRS-Konzernabschluss, beides)545. Sanierungsbedarf Unterdeckung (Pensionskassen §§ 232 ff. VAG)556. Tarifbindung und kollektivrechtliche Einschränkungen5657### Schritt 2: Analyse der fünf Durchführungswege5859#### 2.1 Direktzusage (Pensionsrückstellung)6061**Rechtsform:** Unmittelbare Verpflichtung des Arbeitgebers.6263**Steuer:** Rückstellungsbildung gem. § 6a EStG; Teilwert-Methode; steuerlicher Rechnungszins 6 % (steuerpolitisch kontrovers, verfassungsrechtlich noch nicht abschließend geklärt — BVerfG-Vorlage ausstehend).6465**Handelsrecht:** Pflichtansatz gem. § 249 Abs. 1 HGB; Abzinsungszinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB (10-Jahres-Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank, aktuell ca. 1,8 %).6667**IFRS:** IAS 19 — DBO (Defined Benefit Obligation) nach PUC-Methode (Projected Unit Credit); Service Cost, Interest Cost, Remeasurements in OCI.6869**PSV-Pflicht:** Ja, gem. § 7 BetrAVG.7071**Vorteile:**72- Maximale Flexibilität bei Leistungsgestaltung73- Kein aufsichtsrechtlicher Rahmen74- Steuerliche Abzugsfähigkeit der Zuführungen7576**Nachteile:**77- Volle Bilanzbelastung (IFRS und HGB)78- Finanzierungsrisiko liegt beim Arbeitgeber79- PSV-Beiträge8081#### 2.2 Unterstützungskasse8283**Rechtsform:** Rechtlich selbständige Einrichtung (e.V., GmbH, Stiftung); kein Rechtsanspruch des Begünstigten auf Leistung gem. § 1b Abs. 4 BetrAVG.8485**Steuer:** Zuwendungen abzugsfähig gem. § 4d EStG (bei Rentnern sofort, bei Anwärtern nach Tabellenwert-Methode begrenzt); Kasse selbst körperschaftsteuerfrei.8687**Handelsrecht/IFRS:** Rückdeckungsversicherung bei Saldierung gem. HGB § 246 Abs. 2 S. 2 / IAS 19 plan asset möglich.8889**PSV-Pflicht:** Ja.9091**Vorteile:**92- Eigenständige Vermögensverwaltung möglich93- Flexibilität bei Kapitalanlage94- Steuerliche Vorteile bei Rückdeckungsgestaltung9596**Nachteile:**97- Kein Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber Kasse (nur gegenüber Arbeitgeber)98- Komplexe Verwaltung99- § 4d EStG-Beschränkungen100101#### 2.3 Pensionskasse102103**Rechtsform:** VAG-beaufsichtigtes VVaG oder AG; Arbeitnehmer hat Rechtsanspruch gegen Kasse.104105**Aufsicht:** BaFin gem. §§ 232–235 VAG; Bedeckungspflicht (Solvency I-analoges Regime für kleine Kassen, IORP II für EbAV).106107**PSV-Pflicht:** Nur für Kassen, die nicht der Sicherungseinrichtung gem. § 8 BetrAVG angeschlossen sind.108109**Handelsrecht/IFRS:** Bei ausreichender Dotierung ggf. keine HGB-Rückstellung (§ 249 Abs. 1 S. 3 HGB a.F. — beachte aktuelle Rechtsprechungsentwicklung); IAS 19 plan asset.110111**Vorteile:**112- Risikotransfer auf Kasse113- Steuerliche Förderung (§ 3 Nr. 63 EStG bis EUR 7.248 steuerfrei — 2024)114- Arbeitnehmer hat direkten Rechtsanspruch115116**Nachteile:**117- Haftung für Sanierungsbeiträge (§ 233 Abs. 1 VAG i.V.m. Satzung) kann zurückfallen118- Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.119- Eingeschränkte Kapitalanlage-Flexibilität120121#### 2.4 Pensionsfonds122123**Rechtsform:** Rechtsfähige Versorgungseinrichtung gem. § 236 VAG; kapitalmarktnäher Durchführungsweg.124125**Aufsicht:** BaFin gem. §§ 236–242 VAG; IORP II; MaRisk entsprechend.126127**PSV-Pflicht:** Ja, aber eingeschränkt wenn Leistungsplan (§ 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 BetrAVG).128129**Steuer:** § 4e EStG — Beiträge sofort abzugsfähig (kein § 6a-Tabellenschema).130131**IFRS:** IAS 19 plan asset bei ausreichender Saldierbarkeit.132133**Vorteile:**134- Hohe Kapitalanlage-Flexibilität135- Sofortige steuerliche Abzugsfähigkeit136- Für große Konzerne: eigener Pensionsfonds möglich137- Beste Möglichkeit zur Bilanzentlastung (IFRS plan asset)138139**Nachteile:**140- Komplex und kostenintensiv zu etablieren141- Aufsichtsrechtliches Regime (BaFin)142- Bei Unterdeckung: Arbeitgeber muss leisten143144#### 2.5 Direktversicherung145146**Rechtsform:** Lebensversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers; Versicherungsnehmer = Arbeitgeber oder Arbeitnehmer (nach Übertragung gem. § 4 BetrAVG).147148**PSV-Pflicht:** Nein (wenn unwiderrufliches Bezugsrecht, § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 BetrAVG).149150**Steuer:** § 3 Nr. 63 EStG bis EUR 7.248 p.a. steuerfrei (2024); Pauschalversteuerung § 40b EStG a.F. (Altverträge).151152**IFRS:** Bei Qualifying Insurance Policy: plan asset gem. IAS 19.8.153154**Vorteile:**155- Einfachste Administration156- Kein PSV157- Portabilität bei § 4 BetrAVG-Übertragung158159**Nachteile:**160- Kapitalanlage-Flexibilität begrenzt durch Versicherungsprodukt161- Bei Kündigung: Rückkaufswert ggf. unter Prämienvolumen162163### Schritt 3: Entscheidungsmatrix164165| Kriterium | Direktzusage | Unterstützungskasse | Pensionskasse | Pensionsfonds | Direktversicherung |166|-----------|-------------|-------------------|---------------|---------------|--------------------|167| HGB-Bilanzbelastung | Hoch | Mittel (bei Rückdeckung) | Niedrig | Niedrig | Keine |168| IFRS plan asset | Nur mit CTA | Ja (mit CTA) | Ja | Ja | Ja (qualifying) |169| PSV-Pflicht | Ja | Ja | Ggf. Nein | Ja (begrenzt) | Nein |170| Flexibilität Leistung | Sehr hoch | Hoch | Mittel | Mittel | Niedrig |171| Kapitalanlage-Freiheit | Hoch (CTA) | Hoch | Begrenzt | Hoch | Niedrig |172| Steuerliche Effizienz | Mittel | Mittel | Hoch | Hoch | Hoch |173| Admin-Aufwand | Mittel | Hoch | Mittel | Hoch | Niedrig |174| Geeignet für | Groß-/Konzern | Groß-/Konzern | Mittelstand | Großkonzern | KMU/individuelle |175176### Schritt 4: Empfehlungs-Framework bAV-Projektteam177178**Regel 1 — IFRS-Bilanzentlastung priorisieren:** Bei IFRS-Abschluss sollte stets geprüft werden, ob ein CTA (→ Skill `cta-contractual-trust-arrangement-strukturierung`) oder ein ausfinanzierter Pensionsfonds die DBO auf Nettobasis darstellen kann.179180**Regel 2 — PSV-Kosten minimieren:** Bei Pensionskassen mit eigener Sicherungseinrichtung und Direktversicherungen mit unwiderruflichem Bezugsrecht entfällt der PSV-Beitrag (Beitragssatz zuletzt ca. 3,4 ‰ auf Beitragsbemessungsgrundlage).181182**Regel 3 — Kollektivrechtliche Bindungen prüfen:** Tarifliche BAV-Ansprüche (z.B. ATV, ATV-K) können Durchführungsweg vorgeben.183184---185186## Templates187188### Template A: Entscheidungsprotokoll Durchführungsweg (Muster)189190```191TREUENFELS YAMAMOTO RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT mbB192Königsalle 92 · 40212 Düsseldorf193194INTERNES ARBEITSPROTOKOLL — VERTRAULICH195196Mandant: [Fiktive Konzern GmbH & Co. KG]197Projekt: Auswahl Durchführungsweg BAV198Datum: [Datum]199Federführung: fachliche Leitung, LL.M. (Oxford)200Mitarbeit: [Senior Associate Name], [Associate Name]2012021. AUSGANGSSACHVERHALT203 Anwärter aktiv: [Anzahl]204 Rentner: [Anzahl]205 DBO (IFRS, aktuariell): EUR [Betrag]206 Bestand Direktzusagen: EUR [Betrag] Rückstellungen (HGB)2072082. ANALYSEERGEBNIS DURCHFÜHRUNGSWEGE209 [Tabelle Vor-/Nachteile je Durchführungsweg — mandantenspezifisch]2102113. EMPFEHLUNG212 Empfohlener Durchführungsweg: [...]213 Begründung: [...]214 Erforderliche Maßnahmen: [...]2152164. NÄCHSTE SCHRITTE217 □ Abstimmung mit Wirtschaftsprüfer (Bilanzierungseffekte)218 □ Abstimmung mit Betriebsrat (§ 87 Abs. 1 Nr. 8 BetrVG)219 □ Aktuarielle Bestätigung220 □ BaFin-Konzession prüfen (sofern Pensionsfonds/Pensionskasse)221```222223### Template B: Mandats-Checkliste Durchführungsweg-Analyse224225```226CHECKLISTE — INFORMATIONSANFORDERUNG BAV-DURCHFÜHRUNGSWEG227bAV-Projektteam · fachliche Leitung228229□ Vollständige Liste aller bestehenden Versorgungsordnungen (VOs)230□ Aktuelle Mitarbeiterliste mit Eintrittsdatum, Geburtsdatum, Zusagedatum231□ Letzter versicherungsmathematischer Gutachten-Bericht232□ Jahresabschlüsse letzter drei Geschäftsjahre (HGB und ggf. IFRS)233□ PSV-Beitragsbescheide letzter zwei Jahre234□ Bestehende Treuhandverträge / CTA-Dokumentation235□ Gesellschaftsvertrag / Satzung der Versorgungseinrichtung (sofern vorhanden)236□ Alle Betriebsvereinbarungen mit BAV-Bezug237□ Kollektivverträge / Tarifverträge mit Versorgungsregelungen238□ Rückdeckungsversicherungs-Policen239```240241---242243## Fallstricke2442451. **§ 6a EStG-Steuerstundungseffekt überschätzen:** Der Teilwert-Ansatz mit 6 % Rechnungszins führt zur erheblichen Divergenz zwischen steuerlicher Rückstellung und HGB-Rückstellung. Mandanten überschätzen häufig die steuerliche Entlastungswirkung.2462471. Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.2482493. **IORP II-Umsetzungslücken:** Deutschland hat IORP II (RL 2016/2341/EU) in §§ 232 ff. VAG umgesetzt. Konzerneigene Pensionskassen müssen seit 2019 umfangreiche Governance-Anforderungen (ORSA, eigene Risikobeurteilung, Schlüsselfunktionen) erfüllen — oft unterschätzt.2502514. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.2522535. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.2542556. **Sozialversicherungsrechtliche Fallgruben:** § 1 Abs. 2 Nr. 2 SGB VI (Versicherungsfreiheit reine DC bei Zusageart Beitragszusage mit Mindestleistung) ist komplex; falsche Einordnung führt zu SV-Nachforderungen.256257---258259## Querverweise zu anderen Skills260261- → `cta-contractual-trust-arrangement-strukturierung` — für Bilanzentlastung via Doppeltreuhand262- → `governance-und-anpassungsmechanismen` — für Pension Committee und Trustee-Board-Governance263- → `drei-stufen-theorie-eingriffsanalyse` — bei Umstellung bestehender Zusagen264- → `versorgungsordnung-und-betriebsvereinbarung-drafting` — für VO/BV-Templates je Durchführungsweg