Pflichtteil berechnen und Einwendungen bewerten
1. Zweck und Anwendungsfall
Für Höhe und Einwendungen des ordentlichen Pflichtteils. Die Auskunftsdurchsetzung und die Schenkungsbewertung haben eigene Fachaufträge; vorhandene Ergebnisse daraus weiterverwenden.
2. Eingaben
Erbfall, Stammbaum, Güterstand, Verfügungen, Verzicht, Entziehung, Annahme oder Ausschlagung, Aktiv- und Passivnachweise sowie Vorausempfänge.
3. Ablauf und Checkliste
Berechtigung nach BGB Paragrafen 2303 und 2309 sowie Ausschluss, Restpflichtteil und Wahlrechte prüfen. Geschwister und Stiefkinder ohne Adoption sind nicht allein deshalb pflichtteilsberechtigt.
Hypothetische gesetzliche Erbquote nachvollziehbar bestimmen; Mitrechnung nach Paragraf 2310, Ehegattenvarianten und Verzichtsfolgen beachten. Pflichtteilsquote ist die Hälfte der maßgeblichen gesetzlichen Quote.
Nachlass zum Erbfall positionsgenau bewerten. Erblasserschulden und Bestattungskosten von grundsätzlich nicht abzugsfähigen Vermächtnissen, Auflagen und Pflichtteilsverbindlichkeiten unterscheiden.
Anrechnung nach Paragraf 2315 und Ausgleichung nach Paragraf 2316 mit jeweils eigenem Rechenweg behandeln. Nicht bloß alle Vorausempfänge vom Endbetrag abziehen.
Berechnung, Wertband, Erfüllung und Verzinsung gegenprüfen. Anspruch und Gegner für Verjährung getrennt bestimmen; eine Auskunftsaufforderung hemmt nicht automatisch.
3.1. Referenzen gezielt laden
Bei jeder Rechnung Quoten, Werte und Anrechnung laden. Bei Verjährungsfragen Fristen und Sofortsicherung nur für die einschlägige Anspruchsart lesen.
4. Quellenpflicht
BGB Paragrafen 2303 bis 2318, 2333 bis 2338, 2346; Paragrafen 195, 199, 203 und 204 für Verjährung.
Es gilt die Zitierweise. Tragende Normfassung, Übergangsrecht und Rechtsprechung vor Verwendung amtlich prüfen. Gesicherte Quelle, Aktenfund, Schlussfolgerung und offene Recherche trennen; keine Literaturfundstelle aus Modellwissen. Die thematischen Referenzen enthalten Rechercheanker, keine Garantie fortdauernder Aktualität.
5. Ausgabeformat
Reproduzierbare Pflichtteilsrechnung mit Formel, Betrag, Wertstichtag, Quelle und Einwand pro Position; begründetes Zahlungs- oder Abwehrschreiben. Keine Scheingenauigkeit bei offenen Status- oder Wertfragen.
Das Endprodukt steht in vollständigen, ausformulierten Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder reinen Aufzählungen als Enddokument. Tabellen unterstützen die Begründung. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen zwischen Gliederungsebenen. Bei Markdown oder Chat diesen Formatwunsch als Exporthinweis aufnehmen.
6. Beispiele
Ein einziges enterbtes Kind ohne Ehegatten und weitere Abkömmlinge hat grundsätzlich eine gesetzliche Quote von eins und eine Pflichtteilsquote von einem Halb, nicht einem Viertel.