Pflichtteilsergänzung aus Schenkungen berechnen
1. Zweck und Anwendungsfall
Für Ergänzung aus lebzeitigen Schenkungen. Nicht mit der Bindungsabwehr nach BGB Paragraf 2287 oder Ausgleichung unter Miterben gleichsetzen.
2. Eingaben
Erbfall und Pflichtteilsquote, Nachlassrechnung, Schenkungsverträge und Vollzug, Empfänger, Gegenleistungen, Nutzungs- und Rückforderungsrechte, Eheende, Wertnachweise und Eigengeschenke.
3. Ablauf und Checkliste
Jede Zuwendung mit Vertrags- und Leistungsdatum, Gegenstand, Empfänger und unentgeltlichem Anteil erfassen. Grundstück, Konto, Versicherung und Gesellschaftsanteil benötigen ihren jeweiligen Vollzugsnachweis.
Wirtschaftliche Ausgliederung prüfen. Uneingeschränkter Nießbrauch kann den Fristbeginn verhindern; Wohnungsrecht verlangt eine konkrete Prüfung von Umfang und Genussverlust.
Ehegattenregel und vollständig verstrichene Jahresabschnitte anwenden. Keine Kalendermonats- oder Jahreszahldifferenz als Ersatz für Stichtagsrechnung.
Verbrauchbare Sachen und andere Gegenstände bei der Bewertung trennen. Kaufkraftausgleich, Niederstwert, Gegenleistung und Nutzungsrecht ohne Doppelabzug berechnen.
Ergänzung, Eigengeschenke, eigene Erbteile und Haftungseinwendungen berücksichtigen. Anspruch gegen Erben und subsidiäre Beschenktenhaftung mit gesonderter Verjährung und Reihenfolge prüfen.
3.1. Referenzen gezielt laden
Bei jeder Ergänzungsrechnung Schenkungsbewertung und Abschmelzung laden. Bei unzureichender Erbenhaftung oder Verjährungsdruck Anspruch gegen Beschenkte lesen.
4. Quellenpflicht
BGB Paragrafen 2325 bis 2329, 2330, 2332; Paragrafen 195, 199 und 200; bei Nutzungsrechten Paragrafen 1030 und 1093.
Es gilt die Zitierweise. Tragende Normfassung, Übergangsrecht und Rechtsprechung vor Verwendung amtlich prüfen. Gesicherte Quelle, Aktenfund, Schlussfolgerung und offene Recherche trennen; keine Literaturfundstelle aus Modellwissen. Die thematischen Referenzen enthalten Rechercheanker, keine Garantie fortdauernder Aktualität.
5. Ausgabeformat
Schenkungschronologie, Nutzungsrechts- und Fristmatrix, reale und fiktive Nachlassrechnung sowie beziffertes oder gestuftes Begehren je Gegner. Jede Rechengröße erhält einen Beleg oder eine offene Annahme.
Das Endprodukt steht in vollständigen, ausformulierten Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder reinen Aufzählungen als Enddokument. Tabellen unterstützen die Begründung. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen zwischen Gliederungsebenen. Bei Markdown oder Chat diesen Formatwunsch als Exporthinweis aufnehmen.
6. Beispiele
Nach sechs vollständig verstrichenen Jahren werden grundsätzlich vier Zehntel angesetzt. Bei 500.000 EUR relevanter Schenkung und Quote ein Viertel sind das 50.000 EUR vor weiteren Korrekturen.