Versorgungsauskünfte und Anrechtswerte prüfen
1. Zweck und Anwendungsfall
Für einen unvollständigen Fragebogen, eine fehlende Trägerantwort, widersprüchliche Werte oder die rechnerische Anrechtsaufbereitung. Dies ist die Sachverhalts- und Bewertungsprüfung, nicht bereits die Wahl der Teilungsform oder eine Beschwerde.
2. Eingaben
Gerichtlicher Fragebogen, Heirat und Zustellung, Erwerbsbiografie, Versicherungsnummern, Verträge, Rentenbescheide, Trägerantworten samt Berechnung und Teilungsordnung. Alte und neue Auskunftsversionen nebeneinander erhalten.
3. Ablauf
- Bei Fragebogen, unbekanntem Träger oder fehlender Antwort Fragebogen und Auskunftsabgleich laden. Diese Referenz ordnet Beschäftigung, Dienstzeiten, private Vorsorge und Auslandszeiten konkreten Anrechten zu und enthält die Erläuterungsanforderung nach Paragraf 220 FamFG.
- Bei Zahlenprüfung Anrechtsmatrix und Bewertung laden. Ehezeitanteil, Ausgleichswert und korrespondierenden Kapitalwert in getrennten Spalten führen; Rentenbetrag, Entgeltpunkt und Kapital niemals addieren.
- Quelle, Stichtag, Einheit, Rechenweg und Differenz zur Vorversion je Anrecht prüfen. Das Attribut dynamisch oder statisch ersetzt weder Teilungsordnung noch versicherungsmathematische Berechnung.
- Unklare Werte nicht mit eigenen Pauschalfaktoren ersetzen. Fordere den fehlenden Rechenschritt und seine Wirkung auf das Ergebnis an. Bei tatsächlichem Streit über systembezogene Bewertung den einschlägigen Trägerskill hinzunehmen.
- Für weitere Sachentscheidung
versorgungsteilung-und-zielversorgung-pruefennutzen. Ist bereits ein Beschluss bekanntgegeben, Beschwerdefrist separat sichern; eine Rückfrage an den Träger hemmt sie nicht automatisch.
4. Quellenpflicht
Paragrafen 5 und 47 VersAusglG sowie Paragraf 220 FamFG nach den geprüften Rechtsankern. Tatsachen- und Rechenbelege nach references/zitierweise.md dokumentieren. Systemrecht und konkrete Teilungsordnung nicht durch allgemeine Familienrechtsnormen ersetzen.
5. Ausgabeformat
Prüffähige Tabelle mit unveränderten Ausgangswerten, eigener Kontrolle, Differenz und Beleg. Dazu eine ausformulierte Stellungnahme oder Nachforderung. Ausformulierungspflicht: keine bloße Stichwortsammlung als Endprodukt. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, dezimale Gliederung mit Leerzeilen; Tabellen dürfen aus Lesbarkeitsgründen ein abweichendes Tabellenlayout erhalten. Bei Markdown Exporthinweis.
6. Beispiele
Eine Rentenauskunft verwendet den Zustellungsmonat statt des Vormonats: Abweichung zeigen und neue Ehezeitberechnung anfordern. Ein Kapitalwert fehlt, obwohl der Ausgleichswert in Entgeltpunkten angegeben ist: Trägerermittlung verlangen, nicht mit dem aktuellen Rentenwert improvisieren.