Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Legistisches Routing (Weichen für die nächste Stufe)
- Gesetzentwurf vs. Rechtsverordnung vs. Verwaltungsvorschrift:
- Gesetz: wesentliche Materie (Parlamentsvorbehalt, Art. 20 Abs. 3 GG); Grundrechtsintensivität.
- Verordnung: nur auf Grundlage einer gesetzlichen Ermächtigung (Art. 80 GG: Inhalt, Zweck, Ausmaß bestimmt).
- VwV: Binnenrecht der Verwaltung; keine Außenwirkung gegenüber Bürger (Ausnahme: Selbstbindung über Art. 3 GG).
- Initiativrecht: Bundesregierung (Mehrheit erforderlich), Bundesrat, BT-Fraktion oder 5 % der MdB (Art. 76 GG); Eilverfahren bei der Bundesregierung möglich.
- Bundeskompetenz prüfen: Art. 70 ff. GG (ausschließlich/konkurrierend/Rahmen); bei konkurrierender Gesetzgebung Art. 72 GG-Schranke (Erforderlichkeit/Wahrungsklausel).
- Verfassungs- und unionsrechtskonform: Bundesregierung muss Vereinbarkeit mit GG, EU-Recht und EMRK prüfen (§ 43 Abs. 1 GGO).
- Begründung Pflicht: Allgemeiner Teil (Ziel, Notwendigkeit, Alternativen, Erfüllungsaufwand) und Besonderer Teil (Norm-für-Norm); HdR-konforme Sprache.
- Folgenabschätzung: Erfüllungsaufwand für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung (NKR-Prüfung); Gleichstellungsfolgenabschätzung; Demografiefolgen.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-203description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Legistik-Werkstatt.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Legistisches Routing (Weichen für die nächste Stufe)2627- **Gesetzentwurf vs. Rechtsverordnung vs. Verwaltungsvorschrift:**28 - Gesetz: wesentliche Materie (Parlamentsvorbehalt, Art. 20 Abs. 3 GG); Grundrechtsintensivität.29 - Verordnung: nur auf Grundlage einer gesetzlichen Ermächtigung (Art. 80 GG: Inhalt, Zweck, Ausmaß bestimmt).30 - VwV: Binnenrecht der Verwaltung; keine Außenwirkung gegenüber Bürger (Ausnahme: Selbstbindung über Art. 3 GG).31- **Initiativrecht:** Bundesregierung (Mehrheit erforderlich), Bundesrat, BT-Fraktion oder 5 % der MdB (Art. 76 GG); Eilverfahren bei der Bundesregierung möglich.32- **Bundeskompetenz prüfen:** Art. 70 ff. GG (ausschließlich/konkurrierend/Rahmen); bei konkurrierender Gesetzgebung Art. 72 GG-Schranke (Erforderlichkeit/Wahrungsklausel).33- **Verfassungs- und unionsrechtskonform:** Bundesregierung muss Vereinbarkeit mit GG, EU-Recht und EMRK prüfen (§ 43 Abs. 1 GGO).34- **Begründung Pflicht:** Allgemeiner Teil (Ziel, Notwendigkeit, Alternativen, Erfüllungsaufwand) und Besonderer Teil (Norm-für-Norm); HdR-konforme Sprache.35- **Folgenabschätzung:** Erfüllungsaufwand für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung (NKR-Prüfung); Gleichstellungsfolgenabschätzung; Demografiefolgen.3637## Output-Standard38- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.39- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.40- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.41- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.4243## Quellenregel44- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.45- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.46- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.47- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.