Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
Routing-Weichen Fortbestehensprognose
- Anlass?
- Überschuldungsprüfung § 19 InsO: Fortbestehensprognose ist Tatbestandsmerkmal (zweistufige Prüfung — rechnerische Überschuldung plus negative Fortbestehensprognose). Prognosezeitraum 12 Monate (§ 19 Abs. 2 S. 1 InsO seit SanInsFoG 2021).
- Drohende Zahlungsunfähigkeit § 18 InsO: Prognosezeitraum 24 Monate — Eintrittstor für StaRUG.
- Going-Concern-Prämisse im Jahresabschluss (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB): nimmt Fortführung des Unternehmens an, wenn keine tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen.
- IDW EPS 11 (Beurteilung Insolvenzgründe) und IDW S6 (Sanierungskonzept): definieren Methodik.
- Mandantenrolle?
- Geschäftsführer/Vorstand prüft eigenes Haftungsrisiko § 15a InsO (Antragspflicht) und § 15b InsO (Zahlungsverbot).
- Steuerberater/Wirtschaftsprüfer: Auftrag zur eigenständigen Prognose oder Plausibilisierung.
- Sanierungsberater: integrierte Fortbestehensprognose im IDW S6-Konzept.
- Insolvenzverwalter: nachträgliche Prüfung im Verfahren oder im Haftungsprozess.
- Datenlage?
- Vorhanden: integrierte Unternehmensplanung (GuV, Bilanz, Liquidität, 3 Jahre) — dann Plausibilisierung.
- Nicht vorhanden: ggf. 13-Wochen-Liquidität als Notbehelf, danach zwingend integrierte Planung erstellen.
Eilige Trigger
- Zahlungsunfähigkeit ist eingetreten (§ 17 InsO) → keine Fortbestehensprognose mehr nötig, Antragspflicht greift unmittelbar.
- Geschäftsführer ist sich unsicher → Schriftliches Gutachten oder Bescheinigung beauftragen, datieren, archivieren (Haftungsabschirmung).
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-313description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fortbestehensprognose.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Output-Standard26- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.27- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.28- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.29- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.3031## Quellenregel32- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.33- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.34- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.35- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.3637## Routing-Weichen Fortbestehensprognose38- **Anlass?**39 - Überschuldungsprüfung § 19 InsO: Fortbestehensprognose ist Tatbestandsmerkmal (zweistufige Prüfung — rechnerische Überschuldung plus negative Fortbestehensprognose). **Prognosezeitraum 12 Monate** (§ 19 Abs. 2 S. 1 InsO seit SanInsFoG 2021).40 - Drohende Zahlungsunfähigkeit § 18 InsO: **Prognosezeitraum 24 Monate** — Eintrittstor für StaRUG.41 - Going-Concern-Prämisse im Jahresabschluss (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB): nimmt Fortführung des Unternehmens an, wenn keine tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen.42 - IDW EPS 11 (Beurteilung Insolvenzgründe) und IDW S6 (Sanierungskonzept): definieren Methodik.43- **Mandantenrolle?**44 - Geschäftsführer/Vorstand prüft eigenes Haftungsrisiko § 15a InsO (Antragspflicht) und § 15b InsO (Zahlungsverbot).45 - Steuerberater/Wirtschaftsprüfer: Auftrag zur eigenständigen Prognose oder Plausibilisierung.46 - Sanierungsberater: integrierte Fortbestehensprognose im IDW S6-Konzept.47 - Insolvenzverwalter: nachträgliche Prüfung im Verfahren oder im Haftungsprozess.48- **Datenlage?**49 - Vorhanden: integrierte Unternehmensplanung (GuV, Bilanz, Liquidität, 3 Jahre) — dann Plausibilisierung.50 - Nicht vorhanden: ggf. 13-Wochen-Liquidität als Notbehelf, danach zwingend integrierte Planung erstellen.5152## Eilige Trigger53- Zahlungsunfähigkeit ist eingetreten (§ 17 InsO) → keine Fortbestehensprognose mehr nötig, Antragspflicht greift unmittelbar.54- Geschäftsführer ist sich unsicher → Schriftliches Gutachten oder Bescheinigung beauftragen, datieren, archivieren (Haftungsabschirmung).