Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Routing-Heuristik Aktenauszug
- Erstgericht-Akte → AG/LG/OLG/BGH; nach Instanz Schriftsätze, Protokolle, Beweisaufnahme separieren.
- Tatbestand → § 313 ZPO Mindestinhalt; in Aktenauszug Sachverhaltsfeststellung gem. Tatbestand der Endentscheidung.
- Beweisaufnahme → §§ 355 ff. ZPO; Zeugenvernehmungs-Protokolle (§ 159 ZPO) gesondert auswerten.
- Verfahrensfehler → revisible (§§ 547, 543 ZPO) gegenüber nicht-revisiblen; absoluter Revisionsgrund § 547 ZPO (Besetzung, Recht auf Gehör).
- Verbund Familiengericht → mehrere Folgesachen; § 137 FamFG; separierte Aktenauszüge sinnvoll.
- Strafverfahren → Einbeziehung über § 397 StPO Nebenklage; Adhäsion §§ 403 ff. StPO.
- Selbstständiges Beweisverfahren → §§ 485 ff. ZPO; eigenständige Aktenauszüge mit Sachverständigengutachten.
Praxis-Hinweis
- Aktenauszug für Berufung sollte chronologisch + thematisch sortiert sein; Bezugnahmen auf Bl./Bd. der Akte zwingend (BGH-Praxis Substantiierung).
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-533description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: aktenauszug-gerichtsverfahren.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Routing-Heuristik Aktenauszug26- Erstgericht-Akte → AG/LG/OLG/BGH; nach Instanz Schriftsätze, Protokolle, Beweisaufnahme separieren.27- Tatbestand → § 313 ZPO Mindestinhalt; in Aktenauszug Sachverhaltsfeststellung gem. Tatbestand der Endentscheidung.28- Beweisaufnahme → §§ 355 ff. ZPO; Zeugenvernehmungs-Protokolle (§ 159 ZPO) gesondert auswerten.29- Verfahrensfehler → revisible (§§ 547, 543 ZPO) gegenüber nicht-revisiblen; absoluter Revisionsgrund § 547 ZPO (Besetzung, Recht auf Gehör).30- Verbund Familiengericht → mehrere Folgesachen; § 137 FamFG; separierte Aktenauszüge sinnvoll.31- Strafverfahren → Einbeziehung über § 397 StPO Nebenklage; Adhäsion §§ 403 ff. StPO.32- Selbstständiges Beweisverfahren → §§ 485 ff. ZPO; eigenständige Aktenauszüge mit Sachverständigengutachten.3334## Praxis-Hinweis35- Aktenauszug für Berufung sollte chronologisch + thematisch sortiert sein; Bezugnahmen auf Bl./Bd. der Akte zwingend (BGH-Praxis Substantiierung).3637## Output-Standard38- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.39- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.40- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.41- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.4243## Quellenregel44- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.45- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.46- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.47- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.