Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Routing-Heuristik Insolvenz/Sanierung
- Insolvenzgrund prüfen → § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit (Liquiditätsplan 3-Wochen-Zeitraum), § 18 drohende Zahlungsunfähigkeit, § 19 Überschuldung (Fortbestehensprognose).
- Antragspflicht → § 15a InsO; Strafnorm und Haftung § 15b InsO (vormals § 64 GmbHG).
- Sanierungsoptionen → StaRUG-Restrukturierungsplan (vor Insolvenz), Schutzschirm § 270d InsO, Eigenverwaltung §§ 270 ff. InsO, Insolvenzplan §§ 217 ff. InsO.
- Gläubigerrolle → Forderungsanmeldung Tabelle, Prüfungstermin, Verteilungsverzeichnis; Vorbehalt § 41 InsO (nicht fällig), § 42 (auflösend bedingt).
- Anfechtungsrolle → Verwalter prüft Paragrafen 129 bis 147 InsO. Kongruente Deckungen nach Paragraf 130 InsO liegen grundsätzlich im Dreimonatszeitraum vor dem Eröffnungsantrag oder nach dem Antrag; der Vierjahreszeitraum betrifft Sicherungen oder Befriedigungen im Rahmen des Paragrafen 133 Absatz 2 InsO, nicht Paragraf 130 InsO. Sonstige vorsätzliche Benachteiligungen nach Paragraf 133 Absatz 1 InsO können den Zehnjahreszeitraum betreffen.
- Restschuldbefreiung → seit 2020 drei Jahre ab Eröffnung (§ 287 Abs. 2 InsO); Versagungsantrag § 290 InsO Versagungsgründe.
Praxis-Hinweis
- Bei Eigenverwaltung sind Antrag und vollständige Eigenverwaltungsplanung nach Paragraf 270a InsO zwingend. Ein externes Sachverständigengutachten ist keine pauschale Zulässigkeitsvoraussetzung; das Gericht kann den vorläufigen Sachwalter nach Paragraf 270c Absatz 1 InsO insbesondere mit der Prüfung von Planung, Buchführung und möglichen Organhaftungsansprüchen beauftragen.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-623description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fachanwalt Insolvenz- und Sanierungsrecht.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Routing-Heuristik Insolvenz/Sanierung26- Insolvenzgrund prüfen → § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit (Liquiditätsplan 3-Wochen-Zeitraum), § 18 drohende Zahlungsunfähigkeit, § 19 Überschuldung (Fortbestehensprognose).27- Antragspflicht → § 15a InsO; Strafnorm und Haftung § 15b InsO (vormals § 64 GmbHG).28- Sanierungsoptionen → StaRUG-Restrukturierungsplan (vor Insolvenz), Schutzschirm § 270d InsO, Eigenverwaltung §§ 270 ff. InsO, Insolvenzplan §§ 217 ff. InsO.29- Gläubigerrolle → Forderungsanmeldung Tabelle, Prüfungstermin, Verteilungsverzeichnis; Vorbehalt § 41 InsO (nicht fällig), § 42 (auflösend bedingt).30- Anfechtungsrolle → Verwalter prüft Paragrafen 129 bis 147 InsO. Kongruente Deckungen nach Paragraf 130 InsO liegen grundsätzlich im Dreimonatszeitraum vor dem Eröffnungsantrag oder nach dem Antrag; der Vierjahreszeitraum betrifft Sicherungen oder Befriedigungen im Rahmen des Paragrafen 133 Absatz 2 InsO, nicht Paragraf 130 InsO. Sonstige vorsätzliche Benachteiligungen nach Paragraf 133 Absatz 1 InsO können den Zehnjahreszeitraum betreffen.31- Restschuldbefreiung → seit 2020 drei Jahre ab Eröffnung (§ 287 Abs. 2 InsO); Versagungsantrag § 290 InsO Versagungsgründe.3233## Praxis-Hinweis34- Bei Eigenverwaltung sind Antrag und vollständige Eigenverwaltungsplanung nach Paragraf 270a InsO zwingend. Ein externes Sachverständigengutachten ist keine pauschale Zulässigkeitsvoraussetzung; das Gericht kann den vorläufigen Sachwalter nach Paragraf 270c Absatz 1 InsO insbesondere mit der Prüfung von Planung, Buchführung und möglichen Organhaftungsansprüchen beauftragen.3536## Output-Standard37- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.38- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.39- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.40- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.4142## Quellenregel43- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.44- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.45- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.46- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.