Unterlagen- und Lückenliste
Aufgabe
Dieser Workflow-Skill erkennt fehlende Word-Bausteine, Versionen oder Anlagen und erstellt eine präzise Nachforderungsliste. Vermeidet pauschale "Bitte alles schicken"-Anfragen.
Lückenanalyse Word-Dokumente
- Vorhanden: Word-Datei (.docx) -- Version (Microsoft 365 / 2021 / 2019 / Mac).
- Fehlt typischerweise: Master-/Briefkopfvorlage, Schriftsatz-Vorlage der Kanzlei, Anlagenkonvolut (.pdf), Originale für Track Changes (.docx mit Markup), Versionshistorie.
- Bei Schriftsätzen: Anlagenverzeichnis (K1, K2 / B1, B2) -- jede Anlage mit kurzer Bezeichnung und Beweisthema (§ 130 ZPO).
- Bei Verträgen: Term Sheet, Definitions-Glossar, Mitsprache-Matrix, Anlagen mit Disclosure Letter.
- Bei Memos: Cover-Letter / Executive Summary, Quellenverzeichnis, Vorgutachten.
- Bei mehreren Versionen: alle Versionen mit Versionsstempel und Bearbeiterstatus.
Nachforderungsbausteine (Beispiel)
- "Bitte senden Sie uns die .docx-Datei mit Track Changes (nicht das PDF-Final), damit wir die Argumentationsgeschichte nachvollziehen können."
- "Bitte das vollständige Anlagenkonvolut nach Nummern (K1-K23) -- aktuell fehlen K4, K11, K17."
- "Welche Word-Version nutzen Sie? Manche Vorlagenfeatures sind versionsabhängig."
Anti-Muster
- "Bitte alle Unterlagen" -- ineffizient.
- Word-Datei ohne PDF-Final -- Druckbild-Kontrolle fehlt.
- PDF-Final ohne Word -- keine Bearbeitung möglich.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.