Kanzleiprofil anpassen
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 305-310, AGBG (alt), EuGH zu Klauseltransparenz (z. B. C-26/13, C-186/16), VerbrG; §§ 305 ff. BGB, NDA, SaaS- — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Eingaben
- Die gewünschte Änderung in eigenen Worten: "Ändere meine Haftungsobergrenze
auf 6 Monate", "Neuer Eskalationsansprechpartner für Verträge über 500.000 €",
"Risikobereitschaft auf konservativ setzen"
- Optional: Abschnittsnamen aus dem Kanzleiprofil (Playbook, Eskalation,
Kanzleistil, Integrationen etc.)
Rechtlicher Rahmen
Kernvorschriften
Die zulässige Anpassungsspanne von Vertragsklauseln ist durch zwingendes Recht
begrenzt. Relevante Grenzen:
- § 307 BGB — Unangemessene Benachteiligung; Transparenzgebot. Klauseln,
die den Vertragspartner entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen
benachteiligen, sind unwirksam — auch im B2B-Bereich.
- § 308 Nr. 1, 2 BGB — Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit (Fristen,
Leistungsänderungsvorbehalte)
- § 309 Nr. 7 BGB — Klauselverbot ohne Wertungsmöglichkeit: Haftungsausschluss
für Körperverletzungen und grobe Fahrlässigkeit ist unwirksam und nicht
verhandelbar
- § 310 Abs. 1 BGB — Im unternehmerischen Verkehr gelten §§ 308, 309 BGB
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- §§ 438, 634a BGB — Gesetzliche Verjährungsfristen für Gewährleistung;
Verkürzung in AGB nur in Grenzen des § 309 Nr. 8 BGB
Leitentscheidungen
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(Zulässige Anpassung von Zinsklauseln; Transparenzgebot bei Änderungsvorbehalten)
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(Unwirksamkeit einer AGB-Klausel bei unangemessener Benachteiligung; § 307 BGB)
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(Unwirksamkeit verkürzter Verjährungsfristen in AGB bei versteckter Klausel)
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Ablauf
Schritt 1 — Profil lesen
Lies ~/.claude/plugins/config/klotzkette/vertragsrecht/CLAUDE.md.
Enthält es [PLATZHALTER]-Werte, sage:
Sie haben die Ersteinrichtung noch nicht abgeschlossen. Führen Sie zuerst
/vertragsrecht:vertragsrecht-kaltstart-interview aus — die Anpassungsfunktion setzt
ein vollständiges Profil voraus.
Schritt 2 — Anpassbare Bereiche zeigen
Zeige dem Nutzer, was im Profil änderbar ist, mit aktuellem Ist-Wert
(eine Zeile pro Einstellung):
- Kanzlei / Profil — Name, Branche, Jurisdiktion, Rechtsform, Setting
(Kanzlei/In-house), Mandatseite (Verwender/Kunden-Seite)
(Gemeinsames Profil — Änderungen wirken sich auf alle Plugins aus)
- Risikobereitschaft — konservativ / ausgewogen / risikobereit;
Auswirkung auf Fallback-Positionen und Eskalationsschwellen
- Personen — Eskalationskette, Genehmiger nach Schwellenwert und
Klauseltyp (GC, Partner, Geschäftsführung)
- Klauselpositionen (Playbook) — die substanziellen Vertragspositionen:
Haftungsbeschränkung, Gewährleistung, Datenschutz/AVV, Laufzeit/Kündigung,
AGB-Einbeziehung, Gerichtsstand, Fallback-Positionen zu jeder Klausel
- Spürbarkeit von Abweichungen — ab welcher Abweichung vom Standardmuster
wird eine Klausel als GELB oder ROT gekennzeichnet?
- Prüfungseinstellungen — Routing-Bestätigung, Erklärungstiefe,
Standard-Stakeholder-Zusammenfassung
- Kanzleistil — Ton in Gegenentwürfen, Länge von Zusammenfassungen,
Ablageort für Arbeitsergebnisse
- Ablauf — Mandatspfade, Fristen-Tracker-Takt
- Integrationen — Status Vertragsmanagement-System, E-Signatur, Slack,
Dokumentenablage
Schritt 3 — Änderung abfragen
Was möchten Sie anpassen? Nennen Sie einen Bereich oder beschreiben Sie
die Änderung in eigenen Worten.
Schritt 4 — Änderung durchführen
Zeigen Sie den aktuellen Wert, fragen Sie nach dem neuen Wert, erläutern
Sie, was sich downstream ändert, bestätigen Sie und schreiben Sie in das
Kanzleiprofil.
Beispiele:
- Haftungsobergrenze Fallback 12 Monate → 6 Monate:
"
/vertragsrecht:vertragsprüfung kennzeichnet künftig alles über 6 Monate als
Abweichung; bereits protokollierte Verhandlungsergebnisse bleiben unverändert."
- Neuer Eskalationsansprechpartner:
"Jeder Redline-Vorschlag, der Ihre Zeichnungsbefugnis übersteigt, wird
künftig an diesen Ansprechpartner gerichtet."
- Risikobereitschaft ausgewogen → konservativ:
"Ich kennzeichne Klauseln, die zuvor als akzeptabel galten, künftig früher
als Abweichung und verschiebe den Eskalationsschwellenwert nach unten."
- Spürbarkeit einer Abweichung ändern:
"Soll jede Verlängerung der Verjährungsfrist über 2 Jahre als GELB
(verhandelbar) oder als ROT (Eskalation) markiert werden?"
Schritt 5 — Gemeinsames Profil (mandantenübergreifend)
Für Änderungen an Kanzleiname, Branche, Jurisdiktion oder Rechtsform:
Schreibe in das gemeinsame Profil und weise darauf hin:
Diese Änderung betrifft das gemeinsame Kanzleiprofil und wirkt sich
auf alle Plugins aus, die dieses Profil lesen.
Schritt 6 — Abschluss
Erledigt. Ihre nächste Ausgabe spiegelt die Änderung wider. Weitere
Anpassungen? /vertragsrecht:vertragsrecht-anpassen ist jederzeit verfügbar.
Beispiel
Szenario: Der zuständige Partner als Eskalationspunkt hat gewechselt.
- Profil zeigt aktuell: "Eskalation an RA Müller, E-Mail"
- Nutzer sagt: "RA Müller ist ausgeschieden, bitte auf RA Meier ändern"
- Skill zeigt: Aktuell:
RA Müller (m.mueller@kanzlei.de) →
Neu: RA Meier (bitte E-Mail-Adresse bestätigen)
- Nach Bestätigung: Profil aktualisiert; Hinweis, dass
/vertragsrecht:vertragsprüfung
und Eskalationsvorschläge künftig RA Meier adressieren.
Risiken und typische Fehler
- Zwingende AGB-Grenzen nicht umgehen lassen. Wenn der Nutzer eine
Position eintragen will, die gegen § 309 Nr. 7 BGB oder andere zwingende
Vorschriften verstößt (z. B. vollständiger Haftungsausschluss auch für grobe
Fahrlässigkeit in AGB), darauf hinweisen und Eintragung verweigern oder
mit Warnung versehen.
- Interne Widersprüche im Profil flaggen. Wenn Risikobereitschaft auf
"konservativ" steht, aber jede Eskalation der GC-Genehmigung bedarf, ist
das ein Widerspruch — ansprechen, welche Einstellung gelten soll.
- Leitplanken-Abbau erklären. Wenn der Nutzer eine Schutzmarkierung
deaktivieren will (z. B.
[Prüfen]-Hinweis auf Klauseln, Quellenangaben
entfernen), den Zweck der Leitplanke erklären und Konsequenz benennen.
Die [Prüfen]-Markierung, Quellenangaben und [Verifizieren]-Hinweise
sind funktionstragende Elemente und sollen nicht entfernt werden.
- Gesamtinterview nicht auslösen. Diese Skill ändert einzelne
Einstellungen — sie stellt keine Fragen aus dem Erstgespräch neu.
Quellenpflicht
Wenn eine Klauselanpassung an zwingenden gesetzlichen Grenzen scheitert
oder eine Warnung ausgelöst wird, muss die Ausgabe belegen:
- Den einschlägigen Paragraphen (z. B. § 309 Nr. 7 BGB)
- Eine BGH-Entscheidung zur Grenze
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
§ 309 Rn. 48)
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.
Normen und Rechtsprechung
Kuratierte Normen-Bibliothek
- Art. 28 DSGVO
- § 203 StGB
- § 13 UWG
- § 15 AktG
- Art. 82 DSGVO
- § 2 HRG
- § 4 HRG
- § 7 HRG
- § 15 HRG
- § 16 HRG
- § 70 VwG
- § 123 VwG
Leitentscheidungen
1---2name: anpassen-23description: Wenn es um Kanzleiprofil anpassen in Vertragsrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.4---5
6# Kanzleiprofil anpassen
7
8## Arbeitsweg
9
10- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
11- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
12- Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 305-310, AGBG (alt), EuGH zu Klauseltransparenz (z. B. C-26/13, C-186/16), VerbrG; §§ 305 ff. BGB, NDA, SaaS- — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
13- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
14- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
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16## Eingaben
17
18- Die gewünschte Änderung in eigenen Worten: "Ändere meine Haftungsobergrenze
19 auf 6 Monate", "Neuer Eskalationsansprechpartner für Verträge über 500.000 €",
20 "Risikobereitschaft auf konservativ setzen"
21- Optional: Abschnittsnamen aus dem Kanzleiprofil (Playbook, Eskalation,
22 Kanzleistil, Integrationen etc.)
23
24## Rechtlicher Rahmen
25
26### Kernvorschriften
27
28Die zulässige Anpassungsspanne von Vertragsklauseln ist durch zwingendes Recht
29begrenzt. Relevante Grenzen:
30
31- § 307 BGB — Unangemessene Benachteiligung; Transparenzgebot. Klauseln,
32 die den Vertragspartner entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen
33 benachteiligen, sind unwirksam — auch im B2B-Bereich.
34- § 308 Nr. 1, 2 BGB — Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit (Fristen,
35 Leistungsänderungsvorbehalte)
36- § 309 Nr. 7 BGB — Klauselverbot ohne Wertungsmöglichkeit: Haftungsausschluss
37 für Körperverletzungen und grobe Fahrlässigkeit ist unwirksam und nicht
38 verhandelbar
39- § 310 Abs. 1 BGB — Im unternehmerischen Verkehr gelten §§ 308, 309 BGB
40 Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
41- §§ 438, 634a BGB — Gesetzliche Verjährungsfristen für Gewährleistung;
42 Verkürzung in AGB nur in Grenzen des § 309 Nr. 8 BGB
43
44### Leitentscheidungen
45
46- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
47 (Zulässige Anpassung von Zinsklauseln; Transparenzgebot bei Änderungsvorbehalten)
48- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
49 (Unwirksamkeit einer AGB-Klausel bei unangemessener Benachteiligung; § 307 BGB)
50- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
51 (Unwirksamkeit verkürzter Verjährungsfristen in AGB bei versteckter Klausel)
52
53### Quellenregel
54
55Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
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57## Ablauf
58
59### Schritt 1 — Profil lesen
60
61Lies `~/.claude/plugins/config/klotzkette/vertragsrecht/CLAUDE.md`.
62Enthält es `[PLATZHALTER]`-Werte, sage:
63
64> Sie haben die Ersteinrichtung noch nicht abgeschlossen. Führen Sie zuerst
65> `/vertragsrecht:vertragsrecht-kaltstart-interview` aus — die Anpassungsfunktion setzt
66> ein vollständiges Profil voraus.
67
68### Schritt 2 — Anpassbare Bereiche zeigen
69
70Zeige dem Nutzer, was im Profil änderbar ist, mit aktuellem Ist-Wert
71(eine Zeile pro Einstellung):
72
73- **Kanzlei / Profil** — Name, Branche, Jurisdiktion, Rechtsform, Setting
74 (Kanzlei/In-house), Mandatseite (Verwender/Kunden-Seite)
75 *(Gemeinsames Profil — Änderungen wirken sich auf alle Plugins aus)*
76- **Risikobereitschaft** — konservativ / ausgewogen / risikobereit;
77 Auswirkung auf Fallback-Positionen und Eskalationsschwellen
78- **Personen** — Eskalationskette, Genehmiger nach Schwellenwert und
79 Klauseltyp (GC, Partner, Geschäftsführung)
80- **Klauselpositionen (Playbook)** — die substanziellen Vertragspositionen:
81 Haftungsbeschränkung, Gewährleistung, Datenschutz/AVV, Laufzeit/Kündigung,
82 AGB-Einbeziehung, Gerichtsstand, Fallback-Positionen zu jeder Klausel
83- **Spürbarkeit von Abweichungen** — ab welcher Abweichung vom Standardmuster
84 wird eine Klausel als GELB oder ROT gekennzeichnet?
85- **Prüfungseinstellungen** — Routing-Bestätigung, Erklärungstiefe,
86 Standard-Stakeholder-Zusammenfassung
87- **Kanzleistil** — Ton in Gegenentwürfen, Länge von Zusammenfassungen,
88 Ablageort für Arbeitsergebnisse
89- **Ablauf** — Mandatspfade, Fristen-Tracker-Takt
90- **Integrationen** — Status Vertragsmanagement-System, E-Signatur, Slack,
91 Dokumentenablage
92
93### Schritt 3 — Änderung abfragen
94
95> Was möchten Sie anpassen? Nennen Sie einen Bereich oder beschreiben Sie
96> die Änderung in eigenen Worten.
97
98### Schritt 4 — Änderung durchführen
99
100Zeigen Sie den aktuellen Wert, fragen Sie nach dem neuen Wert, erläutern
101Sie, was sich downstream ändert, bestätigen Sie und schreiben Sie in das
102Kanzleiprofil.
103
104**Beispiele:**
105
106- *Haftungsobergrenze Fallback 12 Monate → 6 Monate:*
107 "`/vertragsrecht:vertragsprüfung` kennzeichnet künftig alles über 6 Monate als
108 Abweichung; bereits protokollierte Verhandlungsergebnisse bleiben unverändert."
109- *Neuer Eskalationsansprechpartner:*
110 "Jeder Redline-Vorschlag, der Ihre Zeichnungsbefugnis übersteigt, wird
111 künftig an diesen Ansprechpartner gerichtet."
112- *Risikobereitschaft ausgewogen → konservativ:*
113 "Ich kennzeichne Klauseln, die zuvor als akzeptabel galten, künftig früher
114 als Abweichung und verschiebe den Eskalationsschwellenwert nach unten."
115- *Spürbarkeit einer Abweichung ändern:*
116 "Soll jede Verlängerung der Verjährungsfrist über 2 Jahre als GELB
117 (verhandelbar) oder als ROT (Eskalation) markiert werden?"
118
119### Schritt 5 — Gemeinsames Profil (mandantenübergreifend)
120
121Für Änderungen an Kanzleiname, Branche, Jurisdiktion oder Rechtsform:
122Schreibe in das gemeinsame Profil und weise darauf hin:
123
124> Diese Änderung betrifft das gemeinsame Kanzleiprofil und wirkt sich
125> auf alle Plugins aus, die dieses Profil lesen.
126
127### Schritt 6 — Abschluss
128
129> Erledigt. Ihre nächste Ausgabe spiegelt die Änderung wider. Weitere
130> Anpassungen? `/vertragsrecht:vertragsrecht-anpassen` ist jederzeit verfügbar.
131
132## Beispiel
133
134**Szenario:** Der zuständige Partner als Eskalationspunkt hat gewechselt.
135
1361. Profil zeigt aktuell: "Eskalation an RA Müller, E-Mail"
1372. Nutzer sagt: "RA Müller ist ausgeschieden, bitte auf RA Meier ändern"
1383. Skill zeigt: Aktuell: `RA Müller (m.mueller@kanzlei.de)` →
139 Neu: `RA Meier` (bitte E-Mail-Adresse bestätigen)
1404. Nach Bestätigung: Profil aktualisiert; Hinweis, dass `/vertragsrecht:vertragsprüfung`
141 und Eskalationsvorschläge künftig RA Meier adressieren.
142
143## Risiken und typische Fehler
144
145- **Zwingende AGB-Grenzen nicht umgehen lassen.** Wenn der Nutzer eine
146 Position eintragen will, die gegen § 309 Nr. 7 BGB oder andere zwingende
147 Vorschriften verstößt (z. B. vollständiger Haftungsausschluss auch für grobe
148 Fahrlässigkeit in AGB), darauf hinweisen und Eintragung verweigern oder
149 mit Warnung versehen.
150- **Interne Widersprüche im Profil flaggen.** Wenn Risikobereitschaft auf
151 "konservativ" steht, aber jede Eskalation der GC-Genehmigung bedarf, ist
152 das ein Widerspruch — ansprechen, welche Einstellung gelten soll.
153- **Leitplanken-Abbau erklären.** Wenn der Nutzer eine Schutzmarkierung
154 deaktivieren will (z. B. `[Prüfen]`-Hinweis auf Klauseln, Quellenangaben
155 entfernen), den Zweck der Leitplanke erklären und Konsequenz benennen.
156 Die `[Prüfen]`-Markierung, Quellenangaben und `[Verifizieren]`-Hinweise
157 sind funktionstragende Elemente und sollen nicht entfernt werden.
158- **Gesamtinterview nicht auslösen.** Diese Skill ändert einzelne
159 Einstellungen — sie stellt keine Fragen aus dem Erstgespräch neu.
160
161## Quellenpflicht
162
163Wenn eine Klauselanpassung an zwingenden gesetzlichen Grenzen scheitert
164oder eine Warnung ausgelöst wird, muss die Ausgabe belegen:
165- Den einschlägigen Paragraphen (z. B. § 309 Nr. 7 BGB)
166- Eine BGH-Entscheidung zur Grenze
167- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
168 § 309 Rn. 48)
169
170Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.
171
172---
173
174<!-- AUDIT 27.05.2026
175Quelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.11.2016&Aktenzeichen=XII+ZR+153%2F15
176Bundle: bundle_047.json
177-->
178
179## Normen und Rechtsprechung
180
181### Kuratierte Normen-Bibliothek
182
183- Art. 28 DSGVO
184- § 203 StGB
185- § 13 UWG
186- § 15 AktG
187- Art. 82 DSGVO
188- § 2 HRG
189- § 4 HRG
190- § 7 HRG
191- § 15 HRG
192- § 16 HRG
193- § 70 VwG
194- § 123 VwG
195
196### Leitentscheidungen
197
198- EuGH C-249/21