Drei-Wochen-Liquiditätsvorschau (§ 17 InsO, wochenaktuell)
Zweck
Dieser Skill erstellt für eine GmbH/UG/AG/Einzelunternehmen eine wochenaktuelle Drei-Wochen-Liquiditätsvorschau und dokumentiert die insolvenzrechtliche Vorprüfung nach § 17 InsO. Rechtsprechung wird nur nach Live-Prüfung verwendet. Das Standardergebnis ist eine Excel-Tabelle nach der hinterlegten Vorlage (assets/excel/Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx) auf Wochenbasis (Freitag = Wochenstichtag). Zusätzlich auf Nutzerwunsch ein interaktives HTML-Padlet oder ein Markdown-Artefakt, das im Verlauf des Gesprächs fortlaufend gepflegt wird. Ein Memo wird nur auf ausdrückliche Anfrage erstellt.
Anwendungsfälle:
- Wöchentliche Geschäftsführer-Sitzung in einer KMU-GmbH mit angespannter Liquidität.
- Dauermandat des Steuerberaters mit Krisenfrüherkennungsauftrag.
- Vorprüfung vor dem Bankgespräch oder vor einer StaRUG-Anzeige.
- Erstindikation, ob ein Antragspflicht-Check nach § 15a InsO ausgelöst werden muss.
Eingaben — minimaler Datensatz
Der Skill fragt diese Felder strukturiert ab. Fehlt etwas, wird der Worst Case angesetzt und die Annahme im Padlet/Artefakt protokolliert.
- Unternehmen (Firma, Rechtsform).
- Stichtag: Montag der laufenden KW; Wochenende der Vorschau ist jeweils Freitag derselben Woche.
- Aktiva I (zum Stichtag): Bank (verfügbarer Saldo), Kasse, ungenutzter und zugesagter Kontokorrent. Gekündigte Linien zählen nicht, voll ausgeschöpfte Kontokorrents zählen nicht.
- Aktiva II (KW t bis t+2): erwartete Einzahlungen aus Debitoren, freie Kreditzusagen, schnell verwertbares Umlaufvermögen — je Woche.
- Passiva I (zum Stichtag): alle am Stichtag fälligen, eingeforderten und nicht echt gestundeten Verbindlichkeiten.
- Passiva II (KW t bis t+2): binnen drei Wochen fällig werdende Verbindlichkeiten je Woche, sortiert nach Buckets (Lohn/SV/Lohnsteuer/USt-VZ/Miete/Lieferanten kritisch/Zins+Tilgung/Sonstiges).
- Offene Forderungen gesamt (Nominal, davon binnen 3 Wochen erwartet, davon tituliert, davon zweifelhaft).
- Indizien § 17 Abs. 2 S. 2 InsO (Lohnsteuer-Rückstände, SV-Rückstände, Lastschriftrückläufer, Stundungsbitten, eingestellte Zahlungen FA/KK, Pfändungen, Insolvenzanträge, Wechselproteste).
Bezugsquellen der Eingabedaten
Bevor mit Schätzungen gearbeitet wird, dem Nutzer in dieser Reihenfolge konkret folgende Frage stellen:
Wie sollen die Bankdaten und offenen Posten einfließen — manuell, per Datei-Import (CAMT.053, MT940, CSV-Bankexport, DATEV-Export), oder über einen verbundenen Bankzugang (PSD2 / FinTS / vorhandener Connector)?
- Manuell: Nutzer trägt Werte direkt im Padlet, Markdown-Artefakt oder Chat ein. Stets zulässig.
- Datei-Import: Akzeptiert werden bankübliche Exporte (CAMT.053, MT940, CSV des Onlinebankings) und DATEV-OPOS-Exporte (Offene Posten Debitoren/Kreditoren). Der Skill liest sie ein und bucht sie in Aktiva I/II bzw. Passiva I/II nach Fälligkeitsdatum.
- Connector: Vor jedem Versuch
list_external_tools mit Suchbegriffen wie banking, psd2, fintap, gocardless aufrufen. Wenn ein Connector verfügbar ist, dem Nutzer die Verbindung und Datenherkunft transparent erläutern und die Aktiva I direkt aus den Salden, Aktiva II aus geplanten Eingängen, Passiva I/II aus offenen Posten ableiten. Wenn kein Connector verfügbar ist, höflich darauf hinweisen, dass der Skill selbst keinen Open-Banking-Zugang aufbaut, und auf die manuelle oder Datei-Import-Variante zurückfallen.
Datenschutz: Bei Mandantendaten auf das Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO) hinweisen. Bei Banking-Daten zusätzlich auf Drittlandtransfer-Risiken (DSGVO Art. 44 ff.) und auf die Notwendigkeit einer eigenen DSFA hinweisen, sofern eine vorliegt.
Ablauf
Schritt 1 — Format und Padlet-Wahl
Erst genau eine Rückfrage:
Ergebnisformat: nur Excel-Tabelle (Standard), Excel + interaktives HTML-Padlet zur fortlaufenden Pflege, oder Excel + Markdown-Artefakt? Memo erst auf Anfrage.
Die Antwort merken und nicht erneut nachfragen. Default bei Schweigen ist Excel + HTML-Padlet.
Schritt 2 — Datenquelle
Banking-Frage nach Abschnitt Bezugsquellen der Eingabedaten stellen. Erst danach Eingaben einsammeln.
Schritt 3 — Stichtag und Wochenraster
- Stichtag = Montag der laufenden KW t.
- Wochenraster: KW t, t+1, t+2 mit Freitag als Wochenstichtag. Die Vorschau zeigt für jede Woche: Liquidität Wochenanfang (Montag), Σ Einnahmen, Σ Ausgaben, Cashflow, Liquidität Wochenende (Freitag).
- Spaltenformat wie in der Vorlage
Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx: Kategorien-Zeilen × KW-Spalten, keine andere Anordnung.
Schritt 4 — BGH-Test § 17 InsO (Liquiditätsbilanz)
- Aktiva I = Bank + Kasse + freier zugesagter Kontokorrent (zum Stichtag).
- Aktiva II = Σ Einnahmen KW t bis t+2.
- Passiva I = am Stichtag fällig, eingefordert, nicht echt gestundet (überwiegend in KW t aufgeführt).
- Passiva II = binnen 3 Wochen fällig werdend (KW t+1 + KW t+2 und gegebenenfalls Resterfüllung der Passiva I).
- Σ Liquide = Aktiva I + Aktiva II.
- Σ Fällig = Passiva I + Passiva II.
- Liquiditätslücke (absolut) = max(0, Σ Fällig − Σ Liquide).
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Schritt 5 — Ampel und 3-Wochen-Schließbarkeit
- 🟢 Grün: Liquiditätsquote < 10 % und am Ende von t+2 ist die Liquidität nicht negativ und weniger als zwei Indizien gesetzt.
- 🟡 Gelb: Liquiditätsquote ≥ 10 %, am Ende von t+2 aber Liquidität ≥ 0 (Lücke binnen drei Wochen schließbar) und weniger als zwei Indizien.
- 🔴 Rot: Liquiditätsquote ≥ 10 % und Liquidität am Ende von t+2 negativ (nicht binnen drei Wochen schließbar) oder zwei und mehr Indizien gesetzt — Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO indiziert.
Schritt 6 — Verhältnis zu offenen Forderungen
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Schritt 7 — Ergebnis ausliefern
- Immer: Excel-Datei
Liquiditaetsplan-<Firma>-KW<t>.xlsx aus der Vorlage befüllen. Sheet Liquiditätsplan (Werte und Wochenraster) und Sheet BGH-Schema (Erläuterungs-Sheet) unverändert lassen.
- Wenn HTML-Padlet gewählt: zusätzlich
liquiditaets-padlet-<Firma>-KW<t>.html aus assets/padlet/liquiditaets-padlet.html ableiten, in localStorage werden die Eingaben gespeichert und die Datei kann offline genutzt werden.
- Wenn Markdown-Artefakt gewählt:
liquiditaets-artefakt-<Firma>-KW<t>.md auf Basis von assets/markdown/liquiditaets-artefakt-vorlage.md ausfüllen.
- Bei jeder Folgemeldung des Nutzers (weitere Belege, Beträge, Korrekturen, neue Indizien) das gewählte Artefakt-Format aktualisieren und die neue Version unter demselben Asset-Namen liefern.
Schritt 8 — Memo (nur auf Anfrage)
Erst nach Auslieferung der Vorschau anbieten:
Soll ich zusätzlich ein Kurz-Memo im Gutachtenstil mit Subsumtion nach § 17 InsO erstellen?
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Schritt 9 — Eskalation
Bei 🔴: ausdrücklich auf die Skills zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso und antragspflicht-15a-inso aus dem Plugin insolvenzrecht hinweisen und — falls Steuerberatermandat — den Hinweis nach § 102 StaRUG textbausteinartig formulieren. Die 3-Wochen-Frist § 15a InsO läuft ab tatsächlichem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, nicht ab Erstellung des Plans.
Rechtlicher Rahmen
Primärnormen
- § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit.
- § 18 InsO drohende Zahlungsunfähigkeit (24-Monats-Prognose, Hinweisfunktion).
- § 15a InsO Antragspflicht (3 Wochen).
- § 1 StaRUG Krisenfrüherkennungspflicht der Geschäftsleitung.
- § 102 StaRUG Hinweispflicht beratender Berufe.
Leitentscheidungen (Volltexte im Plugin: references/rechtsprechung/)
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Zitierweise: Pinpoint mit Randnummer; Reihenfolge BGH-Datum (jüngere zuerst), keine US-stare-decisis-Logik, keine pretrial discovery.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Berufsständischer Hintergrund (nicht im Vordergrund zitieren)
- IDW S 11 (Stand 12.08.2021), Tz. 16 f., 31–37 — Beurteilung des Eröffnungsgrundes der Zahlungsunfähigkeit.
- IDW S 6 — Anforderungen an Sanierungskonzepte und integrierte Planung (hier nur Hintergrundmaßstab).
Ausgabeformat
- Excel auf Basis der Vorlage
assets/excel/Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx: Wochenraster KW t…t+15 in Spalten (Vorgabe beibehalten), BGH-Block ab Zeile 42 mit Aktiva I/II, Passiva I/II, Lücke abs., Lücke %, Ampel; Block "Offene Forderungen" und Hinweise zur BGH-Rechtsprechung. Datei wird unter dem Namen Liquiditaetsplan-<Firma>-KW<t>.xlsx zurückgegeben.
- HTML-Padlet (auf Wunsch): autarke single-file HTML aus
assets/padlet/liquiditaets-padlet.html, das im Browser lebt, im localStorage speichert und auf JSON exportiert/importiert werden kann. Editierbare Felder rechnen die Ampel live nach BGH-Schema. KW-Header werden aus der eingegebenen KW abgeleitet.
- Markdown-Artefakt (auf Wunsch): Vorlage
assets/markdown/liquiditaets-artefakt-vorlage.md, mit Tabellen, Indizienliste und Kurzfazit, das bei jeder Folgemeldung neu geschrieben wird.
- Memo (nur auf Anfrage): Kurz-Gutachten im Gutachtenstil, höchstens zwei Seiten, DOCX oder Markdown nach Wahl.
Beispiel
Sachverhalt: Edelholz Manufaktur Berlin GmbH, Stichtag Mo 18.05.2026, Bank 18.500 €, Kasse 0 €, Kontokorrent 150.000 € zu 92 % ausgeschöpft (12.000 € frei). Fällig KW 21: Lohn + AG-SV 42.000 €, Lieferant kritisch 19.500 €. KW 22: SV-Beitrag 14.800 €, Miete 7.200 €. KW 23: USt-VZ 14.200 €, Leasing 3.400 €. Erwartete Eingänge: KW 22 18.000 € (Skonto-Sicherheit 80 % = 14.400 €), KW 23 9.500 €.
Auswertung:
- Aktiva I = 30.500 €. Aktiva II = 23.900 €. Σ Liquide = 54.400 €.
- Passiva I (KW 21) = 61.500 €. Passiva II (KW 22 + KW 23) = 39.600 €. Σ Fällig = 101.100 €.
- Liquiditätslücke absolut = 46.700 €. Quote = 46,2 %.
- Liquidität Wochenende KW 23: Start 30.500 € − Σ CF (− 61.500 + 14.400 − 21.500 + 9.500 − 17.600) = −46.200 €.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Handlung: Übergabe an antragspflicht-15a-inso und zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso. Bei Steuerberatermandat Hinweis nach § 102 StaRUG dokumentieren. Die 3-Wochen-Frist § 15a InsO läuft ab tatsächlichem Eintritt.
Typische Fehler
- Voll ausgeschöpften Kontokorrent als Liquidität ansetzen: Nur ungenutzter, zugesagter und ziehungsfähiger Teil zählt.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Großeingänge zu 100 % ansetzen: Realistische Ausfall- und Skontoquote, im Zweifel Worst Case.
- 3-Wochen-Frist statisch ab Planerstellung rechnen: Sie läuft ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit.
- SV- und Lohnsteuer-Rückstände kleinreden: Starke Indizien und persönlich haftungsauslösend.
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Vorlage verändern: Die Excel-Vorlage hat eine vorgegebene Form (Kategorien-Zeilen × KW-Spalten). Nicht in ein anderes Layout umbauen.
Quellenpflicht
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Übergabe
Bei 🔴 sofort:
zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso (Plugin insolvenzrecht) — formales Prüfgutachten und gerichtsfester Liquiditätsstatus.
antragspflicht-15a-inso (Plugin insolvenzrecht) — Fristenlauf, Haftung Geschäftsleiter, § 15b InsO Zahlungsverbote.
liquiditaetsvorschau-insolvenzrechtlich (dieses Plugin) — Liquiditätsbilanz als Beweismittel mit IDW-S-11-Würdigung.
Für die mittel- und langfristige Sicht: Schwester-Skill liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate (dieses Plugin).
Triage — Liquiditaetsvorschau Einordnung
Bevor losgelegt wird, klaere:
- Zweck der Vorschau? ZU-Pruefung § 17 InsO (3-Wochen-Fenster) → insolvenzrechtliche Vorschau; Fortbestehensprognose § 19 InsO (12 Monate); Glaeubigernachweis (13-Wochen-Vorschau); Bankverhandlung (24 Monate)?
- Methode? Direkte Methode (Cash-In / Cash-Out) fuer insolvenzrechtliche Zwecke; indirekte Methode (EBIT-Ableitung) fuer langfristige Unternehmensplanung.
- Datenbasis? OPOS (offene Posten), Kontoauszuege, Steuer- und SV-Verbindlichkeiten — alle aktuell?
- Stichtag? Fuer InsO-Beurteilung tag-genau festlegen; fuer Prognose ab aktuellem Tag.
- Sanierungsmassnahmen einbeziehen? Stundungen, Zuschuss, neue Kreditlinie — nur wenn verbindlich zugesagt.
Output-Template 13-Wochen-Liquiditaetsvorschau
Adressat: Insolvenzgericht / Glaeubigerausschuss / Bank — Tonfall: sachlich-betriebswirtschaftlich
13-WOCHEN-LIQUIDITAETSVORSCHAU (direkte Methode)
Gesellschaft: [FIRMA] Erstellt: [DATUM] Ersteller: [NAME]
Woche | Anfangsbestand | Einzahlungen | Auszahlungen | Endbestand | Kreditlinie | Freie Liqui
1 | EUR [XXX] | EUR [YYY] | EUR [ZZZ] | EUR [AAA] | EUR [BBB] | EUR [CCC]
2 | ... | ... | ... | ... | ... | ...
13 | ... | ... | ... | ... | ... | ...
AMPEL-STATUS:
Wochen 1-4 (kurzfristig): [GRUEN / GELB / ROT]
Wochen 5-9 (mittelfristig): [...]
Wochen 10-13 (langfristig): [...]
ENGPAESSE: [Beschreibung kritischer Wochen und Gegenmassnahmen]
ANNAHMEN: [Auflistung der Schluesselannahmen]
1---2name: liquiditaetsvorschau-3wochen3description: Drei-Wochen-Liquiditaetsvorschau nach § 17 InsO mit Wochenraster, Excel-Export, Quote/Luecken-Ampel und Dokumentation. Rechtsprechung nur nach Live-Pruefung.4---5
6# Drei-Wochen-Liquiditätsvorschau (§ 17 InsO, wochenaktuell)
7
8## Zweck
9
10Dieser Skill erstellt für eine GmbH/UG/AG/Einzelunternehmen eine **wochenaktuelle Drei-Wochen-Liquiditätsvorschau** und dokumentiert die insolvenzrechtliche Vorprüfung nach § 17 InsO. Rechtsprechung wird nur nach Live-Prüfung verwendet. Das Standardergebnis ist eine **Excel-Tabelle nach der hinterlegten Vorlage** (`assets/excel/Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx`) auf Wochenbasis (Freitag = Wochenstichtag). Zusätzlich auf Nutzerwunsch ein **interaktives HTML-Padlet** oder ein **Markdown-Artefakt**, das im Verlauf des Gesprächs fortlaufend gepflegt wird. Ein Memo wird **nur auf ausdrückliche Anfrage** erstellt.
11
12Anwendungsfälle:
13
14- Wöchentliche Geschäftsführer-Sitzung in einer KMU-GmbH mit angespannter Liquidität.
15- Dauermandat des Steuerberaters mit Krisenfrüherkennungsauftrag.
16- Vorprüfung vor dem Bankgespräch oder vor einer StaRUG-Anzeige.
17- Erstindikation, ob ein Antragspflicht-Check nach § 15a InsO ausgelöst werden muss.
18
19## Eingaben — minimaler Datensatz
20
21Der Skill fragt diese Felder strukturiert ab. Fehlt etwas, wird der Worst Case angesetzt und die Annahme im Padlet/Artefakt protokolliert.
22
23- **Unternehmen** (Firma, Rechtsform).
24- **Stichtag**: Montag der laufenden KW; Wochenende der Vorschau ist jeweils Freitag derselben Woche.
25- **Aktiva I (zum Stichtag)**: Bank (verfügbarer Saldo), Kasse, ungenutzter und zugesagter Kontokorrent. Gekündigte Linien zählen nicht, voll ausgeschöpfte Kontokorrents zählen nicht.
26- **Aktiva II (KW *t* bis *t+2*)**: erwartete Einzahlungen aus Debitoren, freie Kreditzusagen, schnell verwertbares Umlaufvermögen — je Woche.
27- **Passiva I (zum Stichtag)**: alle am Stichtag fälligen, eingeforderten und nicht echt gestundeten Verbindlichkeiten.
28- **Passiva II (KW *t* bis *t+2*)**: binnen drei Wochen fällig werdende Verbindlichkeiten je Woche, sortiert nach Buckets (Lohn/SV/Lohnsteuer/USt-VZ/Miete/Lieferanten kritisch/Zins+Tilgung/Sonstiges).
29- **Offene Forderungen gesamt** (Nominal, davon binnen 3 Wochen erwartet, davon tituliert, davon zweifelhaft).
30- **Indizien** § 17 Abs. 2 S. 2 InsO (Lohnsteuer-Rückstände, SV-Rückstände, Lastschriftrückläufer, Stundungsbitten, eingestellte Zahlungen FA/KK, Pfändungen, Insolvenzanträge, Wechselproteste).
31
32## Bezugsquellen der Eingabedaten
33
34Bevor mit Schätzungen gearbeitet wird, dem Nutzer in dieser Reihenfolge konkret folgende Frage stellen:
35
36> Wie sollen die Bankdaten und offenen Posten einfließen — manuell, per Datei-Import (CAMT.053, MT940, CSV-Bankexport, DATEV-Export), oder über einen verbundenen Bankzugang (PSD2 / FinTS / vorhandener Connector)?
37
38- **Manuell**: Nutzer trägt Werte direkt im Padlet, Markdown-Artefakt oder Chat ein. Stets zulässig.
39- **Datei-Import**: Akzeptiert werden bankübliche Exporte (CAMT.053, MT940, CSV des Onlinebankings) und DATEV-OPOS-Exporte (Offene Posten Debitoren/Kreditoren). Der Skill liest sie ein und bucht sie in Aktiva I/II bzw. Passiva I/II nach Fälligkeitsdatum.
40- **Connector**: Vor jedem Versuch `list_external_tools` mit Suchbegriffen wie `banking`, `psd2`, `fintap`, `gocardless` aufrufen. Wenn ein Connector verfügbar ist, dem Nutzer die Verbindung und Datenherkunft transparent erläutern und die Aktiva I direkt aus den Salden, Aktiva II aus geplanten Eingängen, Passiva I/II aus offenen Posten ableiten. Wenn kein Connector verfügbar ist, höflich darauf hinweisen, dass der Skill selbst keinen Open-Banking-Zugang aufbaut, und auf die manuelle oder Datei-Import-Variante zurückfallen.
41
42Datenschutz: Bei Mandantendaten auf das Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO) hinweisen. Bei Banking-Daten zusätzlich auf Drittlandtransfer-Risiken (DSGVO Art. 44 ff.) und auf die Notwendigkeit einer eigenen DSFA hinweisen, sofern eine vorliegt.
43
44## Ablauf
45
46**Schritt 1 — Format und Padlet-Wahl**
47Erst genau eine Rückfrage:
48
49> Ergebnisformat: nur Excel-Tabelle (Standard), Excel + interaktives HTML-Padlet zur fortlaufenden Pflege, oder Excel + Markdown-Artefakt? Memo erst auf Anfrage.
50
51Die Antwort merken und nicht erneut nachfragen. Default bei Schweigen ist Excel + HTML-Padlet.
52
53**Schritt 2 — Datenquelle**
54Banking-Frage nach Abschnitt *Bezugsquellen der Eingabedaten* stellen. Erst danach Eingaben einsammeln.
55
56**Schritt 3 — Stichtag und Wochenraster**
57- Stichtag = Montag der laufenden KW *t*.
58- Wochenraster: KW *t*, *t+1*, *t+2* mit Freitag als Wochenstichtag. Die Vorschau zeigt für jede Woche: Liquidität Wochenanfang (Montag), Σ Einnahmen, Σ Ausgaben, Cashflow, Liquidität Wochenende (Freitag).
59- Spaltenformat wie in der Vorlage `Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx`: Kategorien-Zeilen × KW-Spalten, keine andere Anordnung.
60
61**Schritt 4 — BGH-Test § 17 InsO (Liquiditätsbilanz)**
62- Aktiva I = Bank + Kasse + freier zugesagter Kontokorrent (zum Stichtag).
63- Aktiva II = Σ Einnahmen KW *t* bis *t+2*.
64- Passiva I = am Stichtag fällig, eingefordert, nicht echt gestundet (überwiegend in KW *t* aufgeführt).
65- Passiva II = binnen 3 Wochen fällig werdend (KW *t+1* + KW *t+2* und gegebenenfalls Resterfüllung der Passiva I).
66- Σ Liquide = Aktiva I + Aktiva II.
67- Σ Fällig = Passiva I + Passiva II.
68- **Liquiditätslücke (absolut) = max(0, Σ Fällig − Σ Liquide)**.
69- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
70
71**Schritt 5 — Ampel und 3-Wochen-Schließbarkeit**
72- 🟢 **Grün**: Liquiditätsquote < 10 % und am Ende von *t+2* ist die Liquidität nicht negativ und weniger als zwei Indizien gesetzt.
73- 🟡 **Gelb**: Liquiditätsquote ≥ 10 %, am Ende von *t+2* aber Liquidität ≥ 0 (Lücke binnen drei Wochen schließbar) und weniger als zwei Indizien.
74- 🔴 **Rot**: Liquiditätsquote ≥ 10 % **und** Liquidität am Ende von *t+2* negativ (nicht binnen drei Wochen schließbar) **oder** zwei und mehr Indizien gesetzt — Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO indiziert.
75
76**Schritt 6 — Verhältnis zu offenen Forderungen**
77Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
78
79**Schritt 7 — Ergebnis ausliefern**
80- **Immer**: Excel-Datei `Liquiditaetsplan-<Firma>-KW<t>.xlsx` aus der Vorlage befüllen. Sheet `Liquiditätsplan` (Werte und Wochenraster) und Sheet `BGH-Schema` (Erläuterungs-Sheet) unverändert lassen.
81- **Wenn HTML-Padlet gewählt**: zusätzlich `liquiditaets-padlet-<Firma>-KW<t>.html` aus `assets/padlet/liquiditaets-padlet.html` ableiten, in `localStorage` werden die Eingaben gespeichert und die Datei kann offline genutzt werden.
82- **Wenn Markdown-Artefakt gewählt**: `liquiditaets-artefakt-<Firma>-KW<t>.md` auf Basis von `assets/markdown/liquiditaets-artefakt-vorlage.md` ausfüllen.
83- Bei jeder Folgemeldung des Nutzers (weitere Belege, Beträge, Korrekturen, neue Indizien) das gewählte Artefakt-Format aktualisieren und die neue Version unter demselben Asset-Namen liefern.
84
85**Schritt 8 — Memo (nur auf Anfrage)**
86Erst nach Auslieferung der Vorschau anbieten:
87
88> Soll ich zusätzlich ein Kurz-Memo im Gutachtenstil mit Subsumtion nach § 17 InsO erstellen?
89
90Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
91
92**Schritt 9 — Eskalation**
93Bei 🔴: ausdrücklich auf die Skills `zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso` und `antragspflicht-15a-inso` aus dem Plugin `insolvenzrecht` hinweisen und — falls Steuerberatermandat — den Hinweis nach § 102 StaRUG textbausteinartig formulieren. Die 3-Wochen-Frist § 15a InsO läuft ab tatsächlichem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, nicht ab Erstellung des Plans.
94
95## Rechtlicher Rahmen
96
97### Primärnormen
98
99- **§ 17 InsO** Zahlungsunfähigkeit.
100- **§ 18 InsO** drohende Zahlungsunfähigkeit (24-Monats-Prognose, Hinweisfunktion).
101- **§ 15a InsO** Antragspflicht (3 Wochen).
102- **§ 1 StaRUG** Krisenfrüherkennungspflicht der Geschäftsleitung.
103- **§ 102 StaRUG** Hinweispflicht beratender Berufe.
104
105### Leitentscheidungen (Volltexte im Plugin: `references/rechtsprechung/`)
106
1071. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1082. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1093. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1104. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1115. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1126. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
1137. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
114
115Zitierweise: Pinpoint mit Randnummer; Reihenfolge BGH-Datum (jüngere zuerst), keine US-stare-decisis-Logik, keine pretrial discovery.
116
117### Quellenregel
118
119Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
120### Berufsständischer Hintergrund (nicht im Vordergrund zitieren)
121
122- **IDW S 11** (Stand 12.08.2021), Tz. 16 f., 31–37 — Beurteilung des Eröffnungsgrundes der Zahlungsunfähigkeit.
123- **IDW S 6** — Anforderungen an Sanierungskonzepte und integrierte Planung (hier nur Hintergrundmaßstab).
124
125## Ausgabeformat
126
1271. **Excel** auf Basis der Vorlage `assets/excel/Liquiditaetsplan-Wochenbasis.xlsx`: Wochenraster KW *t*…*t+15* in Spalten (Vorgabe beibehalten), BGH-Block ab Zeile 42 mit Aktiva I/II, Passiva I/II, Lücke abs., Lücke %, Ampel; Block "Offene Forderungen" und Hinweise zur BGH-Rechtsprechung. Datei wird unter dem Namen `Liquiditaetsplan-<Firma>-KW<t>.xlsx` zurückgegeben.
1282. **HTML-Padlet** (auf Wunsch): autarke single-file HTML aus `assets/padlet/liquiditaets-padlet.html`, das im Browser lebt, im `localStorage` speichert und auf JSON exportiert/importiert werden kann. Editierbare Felder rechnen die Ampel live nach BGH-Schema. KW-Header werden aus der eingegebenen KW abgeleitet.
1293. **Markdown-Artefakt** (auf Wunsch): Vorlage `assets/markdown/liquiditaets-artefakt-vorlage.md`, mit Tabellen, Indizienliste und Kurzfazit, das bei jeder Folgemeldung neu geschrieben wird.
1304. **Memo** (nur auf Anfrage): Kurz-Gutachten im Gutachtenstil, höchstens zwei Seiten, DOCX oder Markdown nach Wahl.
131
132## Beispiel
133
134**Sachverhalt**: Edelholz Manufaktur Berlin GmbH, Stichtag Mo 18.05.2026, Bank 18.500 €, Kasse 0 €, Kontokorrent 150.000 € zu 92 % ausgeschöpft (12.000 € frei). Fällig KW 21: Lohn + AG-SV 42.000 €, Lieferant kritisch 19.500 €. KW 22: SV-Beitrag 14.800 €, Miete 7.200 €. KW 23: USt-VZ 14.200 €, Leasing 3.400 €. Erwartete Eingänge: KW 22 18.000 € (Skonto-Sicherheit 80 % = 14.400 €), KW 23 9.500 €.
135
136**Auswertung**:
137- Aktiva I = 30.500 €. Aktiva II = 23.900 €. Σ Liquide = 54.400 €.
138- Passiva I (KW 21) = 61.500 €. Passiva II (KW 22 + KW 23) = 39.600 €. Σ Fällig = 101.100 €.
139- Liquiditätslücke absolut = 46.700 €. Quote = 46,2 %.
140- Liquidität Wochenende KW 23: Start 30.500 € − Σ CF (− 61.500 + 14.400 − 21.500 + 9.500 − 17.600) = −46.200 €.
141- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
142
143**Handlung**: Übergabe an `antragspflicht-15a-inso` und `zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso`. Bei Steuerberatermandat Hinweis nach § 102 StaRUG dokumentieren. Die 3-Wochen-Frist § 15a InsO läuft ab tatsächlichem Eintritt.
144
145## Typische Fehler
146
147- **Voll ausgeschöpften Kontokorrent als Liquidität ansetzen**: Nur ungenutzter, zugesagter und ziehungsfähiger Teil zählt.
148- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
149- **Großeingänge zu 100 % ansetzen**: Realistische Ausfall- und Skontoquote, im Zweifel Worst Case.
150- **3-Wochen-Frist statisch ab Planerstellung rechnen**: Sie läuft ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit.
151- **SV- und Lohnsteuer-Rückstände kleinreden**: Starke Indizien und persönlich haftungsauslösend.
152- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
153- **Vorlage verändern**: Die Excel-Vorlage hat eine vorgegebene Form (Kategorien-Zeilen × KW-Spalten). Nicht in ein anderes Layout umbauen.
154
155## Quellenpflicht
156
157Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
158
159## Übergabe
160
161Bei 🔴 sofort:
162
163- `zahlungsunfaehigkeit-pruefung-17-inso` (Plugin `insolvenzrecht`) — formales Prüfgutachten und gerichtsfester Liquiditätsstatus.
164- `antragspflicht-15a-inso` (Plugin `insolvenzrecht`) — Fristenlauf, Haftung Geschäftsleiter, § 15b InsO Zahlungsverbote.
165- `liquiditaetsvorschau-insolvenzrechtlich` (dieses Plugin) — Liquiditätsbilanz als Beweismittel mit IDW-S-11-Würdigung.
166
167Für die mittel- und langfristige Sicht: Schwester-Skill `liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate` (dieses Plugin).
168
169
170## Triage — Liquiditaetsvorschau Einordnung
171
172Bevor losgelegt wird, klaere:
173
1741. **Zweck der Vorschau?** ZU-Pruefung § 17 InsO (3-Wochen-Fenster) → insolvenzrechtliche Vorschau; Fortbestehensprognose § 19 InsO (12 Monate); Glaeubigernachweis (13-Wochen-Vorschau); Bankverhandlung (24 Monate)?
1752. **Methode?** Direkte Methode (Cash-In / Cash-Out) fuer insolvenzrechtliche Zwecke; indirekte Methode (EBIT-Ableitung) fuer langfristige Unternehmensplanung.
1763. **Datenbasis?** OPOS (offene Posten), Kontoauszuege, Steuer- und SV-Verbindlichkeiten — alle aktuell?
1774. **Stichtag?** Fuer InsO-Beurteilung tag-genau festlegen; fuer Prognose ab aktuellem Tag.
1785. **Sanierungsmassnahmen einbeziehen?** Stundungen, Zuschuss, neue Kreditlinie — nur wenn verbindlich zugesagt.
179
180## Output-Template 13-Wochen-Liquiditaetsvorschau
181
182**Adressat:** Insolvenzgericht / Glaeubigerausschuss / Bank — Tonfall: sachlich-betriebswirtschaftlich
183
184```
18513-WOCHEN-LIQUIDITAETSVORSCHAU (direkte Methode)
186Gesellschaft: [FIRMA] Erstellt: [DATUM] Ersteller: [NAME]
187
188Woche | Anfangsbestand | Einzahlungen | Auszahlungen | Endbestand | Kreditlinie | Freie Liqui
189 1 | EUR [XXX] | EUR [YYY] | EUR [ZZZ] | EUR [AAA] | EUR [BBB] | EUR [CCC]
190 2 | ... | ... | ... | ... | ... | ...
191 13 | ... | ... | ... | ... | ... | ...
192
193AMPEL-STATUS:
194Wochen 1-4 (kurzfristig): [GRUEN / GELB / ROT]
195Wochen 5-9 (mittelfristig): [...]
196Wochen 10-13 (langfristig): [...]
197
198ENGPAESSE: [Beschreibung kritischer Wochen und Gegenmassnahmen]
199ANNAHMEN: [Auflistung der Schluesselannahmen]
200```