Matter File und Aktenstruktur
Fachlicher Anker
- Normen: §§ 3, §§ 76, §§ 105.
- Entscheidungs-/Quellenanker: Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
- Quellenhygiene:
references/quellenhygiene.md und references/zitierweise.md beachten.
Fachkern: Matter File und Aktenstruktur
- Corporate-Aufgabe (Matter File und Aktenstruktur): Anwalt benoetigt Dokument-Klassifizierung, Versionskontrolle, Zugriffsrechteverwaltung und Aufbewahrungsplanung.
- Norm-/Dealanker: GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
- Entscheidende Weiche: Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
- Arbeitsprodukt: Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.
Wann wird dieser Skill aufgerufen
Typische Auslöser:
- "Ich habe hier Matter File und Aktenstruktur und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
- "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
- "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
- "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"
Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter oder /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.
Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.
Benötigte Unterlagen:
- Mandats-/Gesellschaftsprofil, Organigramm, Rollenmatrix und Eskalationskette.
- Kommunikationskanäle, Vertraulichkeitsstufen, Review-Gates und Beschlusskalender.
- Vorlagen für Board Paper, Beschlussvorlage, Statusbericht und Billing Narrative.
Arbeite mit diesen Variablen: gesellschaft, rolle, organ, beschlussdatum, registerstand, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.
Workflow
- Corporate-Kontext fixieren. Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit
[Annahme - prüfen] weiter.
- Quellen inventarisieren. Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als
[Mandant], Register als [Register], Gerichts-/Behördenquellen als [Primärquelle] und Modellwissen als [Modellwissen - prüfen].
- Organ- und Kompetenzebene trennen. Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
- Materiality-Schwelle setzen. Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
- Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
- Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht
[zu verifizieren].
- Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
- Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
- Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
- Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
Pruefraster im Gutachtenstil
Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.
1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority. Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- BRAO § 43a, BORA § 3 und BRAO § 49b für Verschwiegenheit, Konflikt und Honorar.
- GwG §§ 10 ff. für Mandatsannahme und wirtschaftlich Berechtigte.
- DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32 für Datenminimierung, Rollen und Sicherheit.
- BGB §§ 611a, 675 und 280 für Beratungs- und Haftungsrahmen.
3. Organpflichten und Business Judgment. Bei Geschäftsleitungs-, Aufsichtsrats- oder Beiratsentscheidungen ist zu fragen, ob die Entscheidung auf angemessener Informationsgrundlage, ohne sachfremde Interessen und zum Wohl der Gesellschaft vorbereitet ist. Für Organverantwortung: BGH, 21.04.1997 - II ZR 175/95, ARAG/Garmenbeck, https://dejure.org/1997,161 [dejure.org].
4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder Beschlussfähigkeit ist § 16 GmbHG gesondert zu prüfen. Zur Legitimationswirkung der Gesellschafterliste: BGH, 20.11.2018 - II ZR 12/17, https://dejure.org/2018,47817 [BGH-Datenbank/dejure.org].
5. Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?
6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: § 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. § 46 GmbHG Zustimmung erforderlich? nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.
Zwischenergebnis: Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.
Output-Module
- Corporate-Vermerk: Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- Beschluss-/Board-Paper-Modul: Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
- Issue List: Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
- Information Request: konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
- Matter-Update: kurzer Eintrag für
history.md und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für fristen.yaml.
Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].
Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-deal-intake - wenn ein neues Corporate- oder Transaktionsmandat vollständig aufgenommen werden muss.
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter - wenn mehrere Corporate-Workstreams konkurrieren und der nächste Primärpfad neu bestimmt werden muss.
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-steps-plan-pmo - wenn Termine, Beschlüsse, CPs, Freigaben und Owner in einen belastbaren Plan müssen.
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-aufbau - wenn Dokumente, Datenraumlücken oder Clean-Room-Fragen der nächste Engpass sind.
Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
Matter File und Aktenstruktur
Triage — klaere vor Aufbau
- Welche Akte wird angelegt: neues Mandat, bestehende Akte erweiternd, Post-Closing-Archiv?
- Welche Workstreams haben eigene Unterakten: Legal, Tax, Financial, Regulatory?
- Zugriffsrechte: Need-to-know; Insider-Schutz; Partner-freigabe?
- Aufbewahrungsfristen: 6 Jahre (Handelsbriefe), 10 Jahre (steuerliche Unterlagen), oder laenger (Warranties)?
- Elektronisch oder physisch? (GoBD-konforme Archivierung bei elektronischer Akte)
Zentrale Normen
- § 50 BRAO — Aktenausgabe; Mandant hat Anspruch auf Herausgabe der für ihn erstellten Schriftstuecke
- §§ 257 f. HGB — Aufbewahrungspflicht Handelsbuecher 10 Jahre; Handelsbriefe 6 Jahre
- § 147 AO — Steuerliche Aufbewahrungspflicht bis 10 Jahre
- § 199 BGB — Verjährung; Warranty-Ansprueche; Fristen in Akte dokumentieren
- GoBD — unveraenderbare elektronische Archivierung; revisionssicher
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Matter-File-Struktur: Corporate M&A
MATTER: [DEAL-CODENAME] — Matter-Nr.: [NR.]
Aktenverantwortliche: [Partner Name]
ROOT
├── 01_Mandate & Compliance
│ ├── Mandatsvertrag
│ ├── Conflict-Check-Protokoll
│ ├── GwG-CDD-Bogen
│ └── Insider-Log
├── 02_Transaktionsdokumente
│ ├── Term Sheet / LOI
│ ├── NDA
│ ├── SPA / APA (Versionen)
│ └── Disclosure Letter
├── 03_Due Diligence
│ ├── IRL
│ ├── DD-Workstream-Reports (Legal, Tax, FIN, COM)
│ ├── Red-Flag-Memo
│ └── Q&A-Log
├── 04_Regulatory
│ ├── Kartellrecht (Anmeldung, Freigabe)
│ └── FDI (AWG/AWV-Korrespondenz)
├── 05_Closing
│ ├── CP-Tracker
│ ├── Closing-Checkliste
│ ├── Closing-Bible
│ └── Handelsregister-Anmeldungen
├── 06_Post-Closing
│ ├── PMI-Plan
│ ├── §613a-Informationsschreiben
│ └── Organschaft-Dokumente
└── 07_Korrespondenz
├── E-Mail-Archive (wichtige Threads)
└── Externe Berater-Korrespondenz
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Akte eroffnen — Matter-Nummer vergeben; Kanzlei-System anlegen; Zugriffsrechte setzen
- Grundstruktur anlegen — Unterordner wie oben; Zugriffsebenen festlegen
- Compliance-Docs ablegen — Conflict Check, GwG-CDD, NDA als erstes
- Versions-Disziplin einhalten — Dokumente nie ueberschreiben; v1, v2, FINAL, EXECUTION
- Zugriffsrechte pruefen — Need-to-know; Insider-Mitglieder bekommen nur ihre Unterordner
- Fristen-Kalender einpflegen — Warranty-Verjährung; Aufbewahrungsfristen; Organschaft-Fristen
- Archivierung post-Closing — GoBD-konform; revisionssicher; 10 Jahre Aufbewahrung
Output-Template Aktennotiz (kurz)
AKTENNOTIZ
Mandat: [DEAL-NAME]
Datum: [DATUM]
Erstellt von: [NAME]
Thema: [THEMA]
SACHVERHALT:
[Kurzbeschreibung des Sachverhalts / Gespraechs / Ereignisses]
RECHTLICHE EINSCHAETZUNG:
[Einschaetzung in 2-3 Saetzen]
EMPFEHLUNG / NAECHSTE SCHRITTE:
[Konkrete Handlung mit Owner und Datum]
VERTRAULICH — MANDATSGEHEIMNIS (§ 43a BRAO)
Rote Schwellen
- Akte ohne Versions-Disziplin → Unterschiede zwischen FINAL und EXECUTION unklar; Signing-Risiko
- Aufbewahrungsfrist unterschaetzt → § 199 BGB Warranty-Verjährung; nach 2-3 Jahren bereits Ansprueche
- Zugriffsrechte nicht gesetzt → Insider-Log-Verletzung; Vertraulichkeitsbruch
- GoBD-Archivierung nicht revisionssicher → steuerliche Pruefung scheitert
Quellen
- § 50 BRAO; §§ 257 f. HGB; § 147 AO; § 199 BGB; GoBD
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Literatur nur bei vom Nutzer bereitgestellter oder lizenziert live geprüfter Quelle; keine Kommentarblindzitate.
1---2name: matter-file3description: Transaktionsakte strukturieren und verwalten für Corporate/M&A-Mandate: Anwalt benoetigt Dokument-Klassifizierung, Versionskontrolle, Zugriffsrechteverwaltung und Aufbewahrungsplanung. Normen: §§ 257 HGB, 147 AO (Aufbewahrungspflichten), BRAO § 50 (Aktenaufbewahrung). Prüfraster: Dokumententypen, Versionierung, Vernichtungsfristen, DSGVO-Archivierung. Output Matter-File-Struktur, Versionierungsprotokoll, Aufbewahrungskalender. Abgrenzung: Closing Bible am Ende siehe closing-bible-archiv; Datenraum-Aufbau siehe datenraum-aufbau.4---5
6# Matter File und Aktenstruktur
7
8## Fachlicher Anker
9
10- **Normen:** §§ 3, §§ 76, §§ 105.
11- **Entscheidungs-/Quellenanker:** Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
12- **Quellenhygiene:** `references/quellenhygiene.md` und `references/zitierweise.md` beachten.
13
14## Fachkern: Matter File und Aktenstruktur
15
16- **Corporate-Aufgabe (Matter File und Aktenstruktur):** Anwalt benoetigt Dokument-Klassifizierung, Versionskontrolle, Zugriffsrechteverwaltung und Aufbewahrungsplanung.
17- **Norm-/Dealanker:** GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
18- **Entscheidende Weiche:** Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
19- **Arbeitsprodukt:** Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.
20
21## Wann wird dieser Skill aufgerufen
22Typische Auslöser:
23- "Ich habe hier Matter File und Aktenstruktur und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
24- "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
25- "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
26- "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"
27
28Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter` oder `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file`. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.
29
30## Voraussetzungen und Kontext laden
31Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter `~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/`: `mandat.md`, `history.md`, `chronologie.md`, `fristen.yaml` und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.
32
33Benötigte Unterlagen:
34- Mandats-/Gesellschaftsprofil, Organigramm, Rollenmatrix und Eskalationskette.
35- Kommunikationskanäle, Vertraulichkeitsstufen, Review-Gates und Beschlusskalender.
36- Vorlagen für Board Paper, Beschlussvorlage, Statusbericht und Billing Narrative.
37
38Arbeite mit diesen Variablen: `gesellschaft`, `rolle`, `organ`, `beschlussdatum`, `registerstand`, `frist_oder_closing`, `materiality_threshold`, `owner`, `source_tag`.
39
40## Workflow
411. **Corporate-Kontext fixieren.** Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit `[Annahme - prüfen]` weiter.
422. **Quellen inventarisieren.** Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als `[Mandant]`, Register als `[Register]`, Gerichts-/Behördenquellen als `[Primärquelle]` und Modellwissen als `[Modellwissen - prüfen]`.
433. **Organ- und Kompetenzebene trennen.** Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
444. **Materiality-Schwelle setzen.** Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
455. **Normenprüfung durchführen.** Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
466. **Belegkette bauen.** Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht `[zu verifizieren]`.
477. **Risikomatrix erstellen.** Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
488. **Draft oder Review-Gate wählen.** Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
499. **Hand-off vorbereiten.** Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
5010. **Abschlusskontrolle.** Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
51
52## Pruefraster im Gutachtenstil
53**Obersatz:** Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.
54
55**1. Mandats- und Rollenrahmen.** Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
56
57**2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority.** Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
58- BRAO § 43a, BORA § 3 und BRAO § 49b für Verschwiegenheit, Konflikt und Honorar.
59- GwG §§ 10 ff. für Mandatsannahme und wirtschaftlich Berechtigte.
60- DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32 für Datenminimierung, Rollen und Sicherheit.
61- BGB §§ 611a, 675 und 280 für Beratungs- und Haftungsrahmen.
62
63**3. Organpflichten und Business Judgment.** Bei Geschäftsleitungs-, Aufsichtsrats- oder Beiratsentscheidungen ist zu fragen, ob die Entscheidung auf angemessener Informationsgrundlage, ohne sachfremde Interessen und zum Wohl der Gesellschaft vorbereitet ist. Für Organverantwortung: BGH, 21.04.1997 - II ZR 175/95, ARAG/Garmenbeck, https://dejure.org/1997,161 `[dejure.org]`.
64
65**4. Register- und Gesellschafterlistenlogik.** Bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder Beschlussfähigkeit ist § 16 GmbHG gesondert zu prüfen. Zur Legitimationswirkung der Gesellschafterliste: BGH, 20.11.2018 - II ZR 12/17, https://dejure.org/2018,47817 `[BGH-Datenbank/dejure.org]`.
66
67**5. Vollzugshindernisse.** Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?
68
69**6. Subsumtion.** Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: `§ 15 GmbHG notarielle Form erfüllt?` nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. `§ 46 GmbHG Zustimmung erforderlich?` nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.
70
71**Zwischenergebnis:** Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.
72
73## Output-Module
74- **Corporate-Vermerk:** Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
75- **Beschluss-/Board-Paper-Modul:** Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
76- **Issue List:** Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
77- **Information Request:** konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
78- **Matter-Update:** kurzer Eintrag für `history.md` und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für `fristen.yaml`.
79
80## Quellen und Zitierregel
81Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf `dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu` oder `eur-lex.europa.eu`. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: `[Mandant]`, `[Register]`, `[BGH-Datenbank]`, `[dejure.org]`, `[EUR-Lex]`, `[Web-Recherche - prüfen]`, `[Modellwissen - prüfen]`.
82
83## Hand-Off zu anderen Skills
84Nach diesem Skill weiter mit:
85- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-deal-intake` - wenn ein neues Corporate- oder Transaktionsmandat vollständig aufgenommen werden muss.
86- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter` - wenn mehrere Corporate-Workstreams konkurrieren und der nächste Primärpfad neu bestimmt werden muss.
87- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-steps-plan-pmo` - wenn Termine, Beschlüsse, CPs, Freigaben und Owner in einen belastbaren Plan müssen.
88- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-aufbau` - wenn Dokumente, Datenraumlücken oder Clean-Room-Fragen der nächste Engpass sind.
89
90## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
91- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
92- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
93- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
94- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
95- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
96- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
97
98## Berufsrechtliche Hinweise
99Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
100
101## Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
102
103### Matter File und Aktenstruktur
104
105## Triage — klaere vor Aufbau
106
1071. Welche Akte wird angelegt: neues Mandat, bestehende Akte erweiternd, Post-Closing-Archiv?
1082. Welche Workstreams haben eigene Unterakten: Legal, Tax, Financial, Regulatory?
1093. Zugriffsrechte: Need-to-know; Insider-Schutz; Partner-freigabe?
1104. Aufbewahrungsfristen: 6 Jahre (Handelsbriefe), 10 Jahre (steuerliche Unterlagen), oder laenger (Warranties)?
1115. Elektronisch oder physisch? (GoBD-konforme Archivierung bei elektronischer Akte)
112
113## Zentrale Normen
114
115- **§ 50 BRAO** — Aktenausgabe; Mandant hat Anspruch auf Herausgabe der für ihn erstellten Schriftstuecke
116- **§§ 257 f. HGB** — Aufbewahrungspflicht Handelsbuecher 10 Jahre; Handelsbriefe 6 Jahre
117- **§ 147 AO** — Steuerliche Aufbewahrungspflicht bis 10 Jahre
118- **§ 199 BGB** — Verjährung; Warranty-Ansprueche; Fristen in Akte dokumentieren
119- **GoBD** — unveraenderbare elektronische Archivierung; revisionssicher
120
121## Aktuelle Rechtsprechung
122
123- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
124
125## Matter-File-Struktur: Corporate M&A
126
127```
128MATTER: [DEAL-CODENAME] — Matter-Nr.: [NR.]
129Aktenverantwortliche: [Partner Name]
130
131ROOT
132├── 01_Mandate & Compliance
133│ ├── Mandatsvertrag
134│ ├── Conflict-Check-Protokoll
135│ ├── GwG-CDD-Bogen
136│ └── Insider-Log
137├── 02_Transaktionsdokumente
138│ ├── Term Sheet / LOI
139│ ├── NDA
140│ ├── SPA / APA (Versionen)
141│ └── Disclosure Letter
142├── 03_Due Diligence
143│ ├── IRL
144│ ├── DD-Workstream-Reports (Legal, Tax, FIN, COM)
145│ ├── Red-Flag-Memo
146│ └── Q&A-Log
147├── 04_Regulatory
148│ ├── Kartellrecht (Anmeldung, Freigabe)
149│ └── FDI (AWG/AWV-Korrespondenz)
150├── 05_Closing
151│ ├── CP-Tracker
152│ ├── Closing-Checkliste
153│ ├── Closing-Bible
154│ └── Handelsregister-Anmeldungen
155├── 06_Post-Closing
156│ ├── PMI-Plan
157│ ├── §613a-Informationsschreiben
158│ └── Organschaft-Dokumente
159└── 07_Korrespondenz
160 ├── E-Mail-Archive (wichtige Threads)
161 └── Externe Berater-Korrespondenz
162```
163
164## Schritt-für-Schritt-Workflow
165
1661. **Akte eroffnen** — Matter-Nummer vergeben; Kanzlei-System anlegen; Zugriffsrechte setzen
1672. **Grundstruktur anlegen** — Unterordner wie oben; Zugriffsebenen festlegen
1683. **Compliance-Docs ablegen** — Conflict Check, GwG-CDD, NDA als erstes
1694. **Versions-Disziplin einhalten** — Dokumente nie ueberschreiben; v1, v2, FINAL, EXECUTION
1705. **Zugriffsrechte pruefen** — Need-to-know; Insider-Mitglieder bekommen nur ihre Unterordner
1716. **Fristen-Kalender einpflegen** — Warranty-Verjährung; Aufbewahrungsfristen; Organschaft-Fristen
1727. **Archivierung post-Closing** — GoBD-konform; revisionssicher; 10 Jahre Aufbewahrung
173
174## Output-Template Aktennotiz (kurz)
175
176```
177AKTENNOTIZ
178Mandat: [DEAL-NAME]
179Datum: [DATUM]
180Erstellt von: [NAME]
181Thema: [THEMA]
182
183SACHVERHALT:
184[Kurzbeschreibung des Sachverhalts / Gespraechs / Ereignisses]
185
186RECHTLICHE EINSCHAETZUNG:
187[Einschaetzung in 2-3 Saetzen]
188
189EMPFEHLUNG / NAECHSTE SCHRITTE:
190[Konkrete Handlung mit Owner und Datum]
191
192VERTRAULICH — MANDATSGEHEIMNIS (§ 43a BRAO)
193```
194
195## Rote Schwellen
196
197- Akte ohne Versions-Disziplin → Unterschiede zwischen FINAL und EXECUTION unklar; Signing-Risiko
198- Aufbewahrungsfrist unterschaetzt → § 199 BGB Warranty-Verjährung; nach 2-3 Jahren bereits Ansprueche
199- Zugriffsrechte nicht gesetzt → Insider-Log-Verletzung; Vertraulichkeitsbruch
200- GoBD-Archivierung nicht revisionssicher → steuerliche Pruefung scheitert
201
202## Quellen
203
204- § 50 BRAO; §§ 257 f. HGB; § 147 AO; § 199 BGB; GoBD
205- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
206- Literatur nur bei vom Nutzer bereitgestellter oder lizenziert live geprüfter Quelle; keine Kommentarblindzitate.
207