Share Classes und Vorzugsrechte
Ziel
Englische Anteilsklassen nicht mechanisch in deutsches Recht übersetzen, sondern die Funktion zerlegen.
Funktionsanalyse
| Englisch | Funktion | Deutsche Umsetzung |
|---|---|---|
| Common Shares | normale Beteiligung | gewöhnliche Geschäftsanteile/Aktien |
| Preferred Shares | bevorzugte Economics oder Governance | Satzung, SHA, Vorzugsaktien, Sonderrechte |
| Series A Shares | Investorentranche | eigene Anteilsklasse oder schuldrechtliche Rechte |
| Founder Shares | Gründeranteile | echte Anteile plus Vesting/Leaver-Abreden |
Prüfpunkte
- Ist die Gesellschaft GmbH oder AG?
- Soll das Recht dinglich/satzungsmäßig oder schuldrechtlich wirken?
- Betrifft es Stimmrecht, Erlösverteilung, Informationsrechte, Veto oder Verwässerungsschutz?
- Muss eine Satzungsänderung, Kapitalerhöhung oder notarielle Beurkundung erfolgen?
- Ist die Registerfähigkeit betroffen?
Output
- Begriffserklärung.
- Funktionsmatrix.
- Umsetzungspfad GmbH/AG.
- Dokumente: Satzung, SHA, Investment Agreement, Cap Table.
- Senior-Review-Gate.
Didaktischer Arbeitsmodus
- Erklaere jeden Begriff zweispurig: englischer Praxisbegriff, naheliegende deutsche Entsprechung und warum beides nicht deckungsgleich sein muss.
- Arbeite immer an der Dokumentstelle: Term Sheet, SHA, SPA, Satzung, Gesellschafterliste, Cap Table, Board Paper oder Closing Checklist.
- Gib eine Anfängerfassung in klarer Sprache und eine Praxisfassung fuer die Partnerin oder den Mandanten.
- Wenn ein common-law-Begriff nach deutschem Recht verwendet wird, markiere Auslegungsrisiko, deutsches Ersatzkonzept und Formulierungsvorschlag.
Ausgabeformat
- Kurzantwort.
- Begriff entschluesselt.
- Deutsche Rechtsfunktion.
- Wirtschaftlicher Effekt.
- Typische Fallen.
- Naechster Drafting- oder Review-Schritt.