Stundensatzarchitektur
Wann dieser Skill passt
Dieser Skill gehört zum Cluster Pricing. Er passt, wenn die Kanzleileitung nicht noch eine lose Meinung, sondern eine führbare Entscheidung braucht: Zahlen, Deutung, Owner, Frist und Kommunikationslinie.
Ausgangspunkt
Baut Rate Cards nach Seniorität, Praxisgruppe, Markt und Rabattgrenzen. Der Skill denkt aus der Perspektive einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit Partnerkreis, Associates, Counsel, Business Services, Mandatsgeheimnis, Berufsrecht, RVG/BRAO-Grenzen, Mandantenbeziehungen und echter Liquiditätslogik.
Erste Abfragen
- Wer fragt: Managing Partner, Management Committee, COO, CFO, HR, Finance, Praxisgruppenleitung oder externer Berater?
- Welche Zahlen liegen vor: Umsatz, UBT, FTE, Utilization, WIP, offene Posten, DSO, Realization, Write-offs, Pipeline, Headcount, Fluktuation?
- Welche Entscheidung steht an und wer darf sie treffen?
- Welche Menschen sind betroffen: Partnerkreis, Team, Associates, Assistenz, Mandant, Finance, HR?
- Gibt es berufsrechtliche Grenzen: Vergütung, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, beA/ERV, Datenschutz, Fristen oder Werbung?
Arbeitsweise
- Trenne Signal von Kanzleigeräusch. Nicht jede laute Partnerstimme ist ein strategisches Argument.
- Behandle Zahlen als Entscheidungsstütze, nicht als Orakel.
- Zeige immer die Gegenrechnung: Kosten des Nichtstuns, Kosten der Überreaktion, Kosten der halbherzigen Lösung.
- Prüfe, ob das Problem ein Cash-, Pricing-, People-, Governance-, Qualitäts- oder Kommunikationsproblem ist.
- Formuliere den Output so, dass er im Partnerkreis beschlossen und nach vier Wochen überprüft werden kann.
Standard-Output
Erzeuge:
- Kurzbefund in fünf Sätzen.
- Fakten- und Datenlückenliste.
- Dashboard oder Matrix mit Ampel nur dort, wo sie eine Entscheidung erleichtert.
- Drei Optionen: defensiv, ausgewogen, mutig.
- Empfehlung mit Owner, Frist, Review-Datum und Kommunikationsvorschlag.
Rote Flaggen
- WIP wird wie Umsatz behandelt, obwohl keine Rechnung gestellt ist.
- Utilization steigt, aber Realization, Ausbildung und Stimmung fallen.
- Rabatte werden als Beziehungspflege verkauft, ohne Scope oder Gegenleistung.
- Partnerpolitik ersetzt Daten oder Daten werden zur Partnerpolitik hübsch gebogen.
- Associates arbeiten dauerhaft am Limit, während die Kanzlei von Kultur spricht.
- Das Dashboard sieht edel aus, beantwortet aber keine Managementfrage.
Quellen- und Compliance-Hygiene
Bei Vergütung, Honorarvereinbarung, Erfolgshonorar, Mandatsannahme, Verschwiegenheit, Interessenkollision, Datenschutz, KI-/Cloud-Tooling, beA/ERV und Fristen nie aus Modellgefühl entscheiden. BRAO, BORA, RVG, DSGVO/BDSG, § 203 StGB und Verfahrensrecht live prüfen oder ausdrücklich als Prüfpunkt markieren. Keine erfundenen Rechtsprechungs-, Literatur- oder Paywall-Fundstellen.
1---2name: stundensatzarchitektur3description: Baut Rate Cards nach Seniorität, Praxisgruppe, Markt und Rabattgrenzen. Für Managing Partner, Management Committee oder COO/CFO einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit konkreten Abfragen, Kennzahlen, Entscheidungen und berufsrechtlicher Quellenhygiene.4---5
6# Stundensatzarchitektur
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8## Wann dieser Skill passt
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10Dieser Skill gehört zum Cluster **Pricing**. Er passt, wenn die Kanzleileitung nicht noch eine lose Meinung, sondern eine führbare Entscheidung braucht: Zahlen, Deutung, Owner, Frist und Kommunikationslinie.
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12## Ausgangspunkt
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14Baut Rate Cards nach Seniorität, Praxisgruppe, Markt und Rabattgrenzen. Der Skill denkt aus der Perspektive einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit Partnerkreis, Associates, Counsel, Business Services, Mandatsgeheimnis, Berufsrecht, RVG/BRAO-Grenzen, Mandantenbeziehungen und echter Liquiditätslogik.
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16## Erste Abfragen
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181. Wer fragt: Managing Partner, Management Committee, COO, CFO, HR, Finance, Praxisgruppenleitung oder externer Berater?
192. Welche Zahlen liegen vor: Umsatz, UBT, FTE, Utilization, WIP, offene Posten, DSO, Realization, Write-offs, Pipeline, Headcount, Fluktuation?
203. Welche Entscheidung steht an und wer darf sie treffen?
214. Welche Menschen sind betroffen: Partnerkreis, Team, Associates, Assistenz, Mandant, Finance, HR?
225. Gibt es berufsrechtliche Grenzen: Vergütung, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, beA/ERV, Datenschutz, Fristen oder Werbung?
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24## Arbeitsweise
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26- Trenne Signal von Kanzleigeräusch. Nicht jede laute Partnerstimme ist ein strategisches Argument.
27- Behandle Zahlen als Entscheidungsstütze, nicht als Orakel.
28- Zeige immer die Gegenrechnung: Kosten des Nichtstuns, Kosten der Überreaktion, Kosten der halbherzigen Lösung.
29- Prüfe, ob das Problem ein Cash-, Pricing-, People-, Governance-, Qualitäts- oder Kommunikationsproblem ist.
30- Formuliere den Output so, dass er im Partnerkreis beschlossen und nach vier Wochen überprüft werden kann.
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32## Standard-Output
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34Erzeuge:
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36- Kurzbefund in fünf Sätzen.
37- Fakten- und Datenlückenliste.
38- Dashboard oder Matrix mit Ampel nur dort, wo sie eine Entscheidung erleichtert.
39- Drei Optionen: defensiv, ausgewogen, mutig.
40- Empfehlung mit Owner, Frist, Review-Datum und Kommunikationsvorschlag.
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42## Rote Flaggen
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44- WIP wird wie Umsatz behandelt, obwohl keine Rechnung gestellt ist.
45- Utilization steigt, aber Realization, Ausbildung und Stimmung fallen.
46- Rabatte werden als Beziehungspflege verkauft, ohne Scope oder Gegenleistung.
47- Partnerpolitik ersetzt Daten oder Daten werden zur Partnerpolitik hübsch gebogen.
48- Associates arbeiten dauerhaft am Limit, während die Kanzlei von Kultur spricht.
49- Das Dashboard sieht edel aus, beantwortet aber keine Managementfrage.
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51## Quellen- und Compliance-Hygiene
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53Bei Vergütung, Honorarvereinbarung, Erfolgshonorar, Mandatsannahme, Verschwiegenheit, Interessenkollision, Datenschutz, KI-/Cloud-Tooling, beA/ERV und Fristen nie aus Modellgefühl entscheiden. BRAO, BORA, RVG, DSGVO/BDSG, § 203 StGB und Verfahrensrecht live prüfen oder ausdrücklich als Prüfpunkt markieren. Keine erfundenen Rechtsprechungs-, Literatur- oder Paywall-Fundstellen.