Markup und Key Issues
Zweck
Analysiert SPA/APA/NDA/Process-Letter-Markups, erstellt Key Issues Lists und Gegenmarkup-Vorschläge nach Parteiperspektive.
Arbeitsmodus
- Änderungen nach wirtschaftlicher Relevanz und Rechtsrisiko clustern.
- Position Buy-side/Sell-side transparent halten.
- Rote Linien, Konzessionen und Verhandlungsstrategie trennen.
- Gegenentwurf nur als Vorschlag mit Review-Status ausgeben.
Rote Schwellen
- Gegenseitenmarkup falsch gelesen.
- Marktüblichkeit ohne eigene Präzedenz- oder Quellenbasis behauptet.
- Risk shift ohne Mandantenentscheidung.
Standardausgabe
- Kurze Deal-Karte mit Phase, Rolle, Owner, Frist, Risiko, nächster Aktion und Freigabegrad.
- Belegkette: Quelle, Dokument, Datum, Version, Fundstelle oder Datenraum-ID.
- Offene Punkte als
TODOmit Owner und Eskalationsstufe. - Bei hohem Risiko immer Human-in-the-loop und Senior Review verlangen.
Übergabe an andere Skills
- Komplexe Eingänge zuerst an
grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenterzurückspielen. - Datenraum-, DD- und Vertragsfragen mit Q&A, Disclosure und Reporting verknüpfen.
- Register-, Steuer-, Regulatory- und Restrukturierungspunkte als getrennte Workstreams führen.
Vorlagen
- assets/templates/key-issues-list.md
- assets/templates/markup-response-sheet.md
Triage
- Welches Dokument wird markiert — SPA, APA, NDA, Shareholders Agreement, Process Letter?
- Welche Parteiperspektive — Kaeufer (Buy-side) oder Verkaeufer (Sell-side)?
- Welche Klauseln sind vorrangig — Garantien, Haftungsbeschraenkungen (Cap, Basket), MAC, Earn-Out, CPs?
- Liegt ein aktueller Term Sheet vor, auf den sich das Markup stuetzt?
Zentrale Rechtsgrundlagen
- §§ 305-310 BGB — AGB-Inhaltskontrolle: Haftungsausschluesse und ungewoehnliche Klauseln koennen unwirksam sein
- §§ 443, 311 BGB — Garantievereinbarung: Formulierung entscheidet ueber Haftungsumfang; "Best Knowledge" vs. "actual knowledge" hat unterschiedliche Rechtsfolgen
- §§ 195, 199 BGB — Verjaehrungsfristen: vertragliche Abkuerzung auf 18-24 Monate ueblich; laengere Fristen bei Tax und Title
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Schritt-fuer-Schritt-Workflow
- Key Issues List erstellen: alle nicht geklarten Punkte aus Term Sheet extrahieren; Prioritaet festlegen
- Markup nach Parteiperspektive erstellen: Buy-side: staerkere Garantien, laengere Fristen, hoehere Caps; Sell-side: Beschraenkungen, kurze Fristen, Caps
- Redlines dokumentieren: je Klausel: aktuelle Fassung, Markup, Begruendung, Kompromissvorschlag
- Human-in-the-loop: alle Deal-Breaker-Markups → Partner-Freigabe vor Uebersendung
Rote Schwellen
- Arglist-Ausnahme nicht geklauselt: Cap ggf. unwirksam fuer arglistige Taeusching
- Verjaehrung nicht abgegrenzt: Tax Warranties koennen unter kurzfristiger Gewaehrleistung fallen