Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Routing-Diagnose Kanzlei-KI-Richtlinie
- "Wir wollen eine Richtlinie für KI in der Kanzlei" → Standardgliederung: Zweck, Anwendungsbereich, zulässige Tools, verbotene Tools, Mandantendaten, Schulungspflicht, Verantwortlichkeiten, Verstoßfolgen.
- "Welches Tool dürfen Mitarbeiter benutzen?" → Whitelist erstellen mit AVV-Status, US-Cloud-Status (DPF/SCC/TIA), Kategorisierung "Mandantendaten ja/nein".
- "Mandantenkommunikation zu KI-Einsatz" → Transparenzhinweise in Mandatsvereinbarung, ggf. Einwilligung; Berufsrechtliche Aufklärungspflicht § 49b BRAO.
- "Schulungsnachweise" → Art. 4 KI-VO (seit 02.02.2025) verlangt nachweisbare KI-Kompetenz.
- "Mitbestimmung im Betriebsrat" → § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bei "technischen Einrichtungen zur Überwachung"; § 80 Abs. 3 BetrVG Hinzuziehung externer Sachverständiger; § 95 BetrVG Auswahlrichtlinien.
Praxis-Tipp
Eine Kanzlei-Richtlinie ist nur so wirksam wie ihre Umsetzung. Empfehlung: erst Toolauswahl (Whitelist + Blacklist), dann Richtlinie schreiben, dann verpflichtende Schulung (Art. 4 KI-VO) plus jährliches Re-Briefing. Schlechte Praxis ist die abstrakte Richtlinie ohne benannte Tools — sie hat keine operative Wirkung.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-373description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Kanzleirichtlinien für digitale Werkzeuge.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Routing-Diagnose Kanzlei-KI-Richtlinie26- **"Wir wollen eine Richtlinie für KI in der Kanzlei"** → Standardgliederung: Zweck, Anwendungsbereich, zulässige Tools, verbotene Tools, Mandantendaten, Schulungspflicht, Verantwortlichkeiten, Verstoßfolgen.27- **"Welches Tool dürfen Mitarbeiter benutzen?"** → Whitelist erstellen mit AVV-Status, US-Cloud-Status (DPF/SCC/TIA), Kategorisierung "Mandantendaten ja/nein".28- **"Mandantenkommunikation zu KI-Einsatz"** → Transparenzhinweise in Mandatsvereinbarung, ggf. Einwilligung; Berufsrechtliche Aufklärungspflicht § 49b BRAO.29- **"Schulungsnachweise"** → Art. 4 KI-VO (seit 02.02.2025) verlangt nachweisbare KI-Kompetenz.30- **"Mitbestimmung im Betriebsrat"** → § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bei "technischen Einrichtungen zur Überwachung"; § 80 Abs. 3 BetrVG Hinzuziehung externer Sachverständiger; § 95 BetrVG Auswahlrichtlinien.3132## Praxis-Tipp33Eine Kanzlei-Richtlinie ist nur so wirksam wie ihre Umsetzung. Empfehlung: erst Toolauswahl (Whitelist + Blacklist), dann Richtlinie schreiben, dann verpflichtende Schulung (Art. 4 KI-VO) plus jährliches Re-Briefing. Schlechte Praxis ist die abstrakte Richtlinie ohne benannte Tools — sie hat keine operative Wirkung.3435## Output-Standard36- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.37- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.38- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.39- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.4041## Quellenregel42- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.43- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.44- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.45- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.